Uummer 93
Nolenleimer Auzei#en
Dounerstag, 22. April 1013
tigleit. Die NahkamofmittelI Minenwerfer,
Handgranaten und Sprengminen betätigen
sich, und das Feuer der Infanterie und der
Maschinengewehre erlöscht nie ganz. Beide Gegner
suchen die Straßen und Unterlunftsräume
hinter den Fronten durch Artilleriefener und
Fliegerbomben zu beunruhigen. Marschierende
Truppen, regerer Bahn= und Kraftwagenverlehr
im Rücken der französischen Linien, besonders
am 15. und 16. April, weisen darauf
hin, daß der gegenwärtige Zustand verhältnismäßiger
Ruhe laum ein dauernder bleiben
dürfte.
In den Tagen vom 11. bis zum 19. April
wirite hauptsächlich die beiderseitige Artillerie,
während die französische Infanterie, wohl unter
dem Eindru. der in den vorhergehenden
Kämpfen erlitltenen außerordentlichen Verluste,
sich auf vereinzelle, stels minglüdte Teilangrifse
beschränlte, die im Rahmen der Gesamtlage
ohne Bedeuung maren. Diese Unternehmungen
wiederholien sich sast ausschliehlich in den
Absch nitten unserer Front, gegen die sich seit Beginn
der Kämpfe die franzölische O Offensive mil
besonderem Nackdruck richtet: am Nordflügel
gegen unsere Slellungen bei Marcheville-Maizeleh
und Combres, am Südflugel gegen unsere
Linien im Walde von Nill#6 im Walde Morlmare,
nördlich Rognieville Fanzen-Haye und im 1I
westlichen Priesterwalde.
In der Nacht vom 11. zum 15. April zeichnelen
sich die Feuerüberfälle auf die Combres=Höhe
durch besondere DHeftigleit aus Hier
wandte der Gegner auch Nebel- und Zünl.
bomben an, die den Zweck haben, einen Schleier
von Rauch und unerträglichen Gasen vor und
in unsere Slellungen zu legen, um den Einblick
gegen den Feind zu verbindern und unseren
Truppen den Aufenthali in den Gräben zu erschweren.
Ein Voritoß im
selben Nacht untere
Prie'terwalde f#n
Truppen in den Besig
eines Teiles der französischen Hauplstel
lung, die hier min einem starl ausgebauten
Stüprunit gegen unseren vordersten Graben
voripringt. Der mit diesem Erfoige äingeleitete
Nalikampf im westlihnen Prienerwald: dauerle
die solgenden Tage und Nächie ohne Unterbre
chung an: er schreilet langsam, aber für uns
günstig forl. In den Vormittagsstunden des.
19. April gelang es hier unseren Truppen,
zwei Blockhäuser und die anschließenden Grabenstücke
in die Luft zu sprengen, wodurch unsere
Stellung weiter vorgeschoben werden konnte.
Hierbei erlilten die Franzosen nicht unbeträchtliche
Verluste, während und der gewonnene Ersolg
leinen einzigen Mann kostete.
Der 15. April brachte zwei am Abend unlternommene
französische e Angriffe im Aillywalde.
die beide der zwe bile bereits während der Enlwicklung
in unserem Feuer zusammenbrachen.
Ebenso wurden zmei Vorilöße des Gegners
nördlich Fliren in der Nacht vom 16. zum 17.
April abgewiesen. Wiederholt nurden in diesen
Tagen an verschiedenen Siellen, so an der
Combreshölle bei Flirey und gegenüber dem
Walde Morimare beobachtel, daß die Franzosen
Truppen in den vordersten (Craben bereit
stellen. zu Angre fien lam es nicht. Der Ar—
lillerie fiel auf beiden Seilen in den Tagen
vom 14. bis 19. April die Sauplätigkeit zu.
Vor dem Bergarbeikerstreit
in England.
2.
ute in der-Amsterdam,
Aptil. Morgen findet
eine Versammlung der Verireter sämtlicher
b Vergorbeiten brßbritanniens stall. Disse Versammlung
steill wohl die wichtigste Phase in
der Lohnbewegung in England dar und ihrem
Ergebnis wird deshalb mit größter Spannung
entgegengesehen. Die Vergarbeiler verlangen
eine allgemeine Lohnerl öhung von 20 Prozent,
was Mehrausnaden von rund 41 Millionen
Mark vermsanen würde. Di: Crubenbesitzernehmen
den Sandrun ein, dan di: gforderte
allgemein Lein r. öLung für fi: unmöglich sei.
Sie wol en leriglick mit einzelnen Distrikten
verhande . „ bie Arrciter aher unnachgiebig
scheinen, 1 : Lage ##hr ernil. In der Eisen:
industrie in Ladlenin trotz aller versuchten
Ausgleich: und Bese rek ungen ein Sireit ausbebrochen.)
5% Ausland in d.olalb so peinlick,
wei: di beleiligten Arreiter in der Granalensar#ic
ion beschäf.,igt sind. Welchen Umfang
die ver#hiedenen S#rails, Arbeileiaschräulungen
und die Arbei.##uulu'l angenommen ha
ben, ergilt sich aus einer öffentlichen Feststellung,
nach der bei 18 wichligen Firmen, die
mit der Herstellung von Munition beschäftigt
sind, 666 000 Sunden, d. i. ein Vierlel der
gesamten normasen Arbeitsz it, verloren gegangen
sind. (.).))
Kopenhagen. 2.7. April.
dende“ meldet aus London: Die
Vergleulte haben lheute früh den Streil beschlossen
für den Fail, daf ihre Forderung
auf eine VDergütung von 25) Prozen nicht er
füllt werde. Diese Nachril# hat wir eine Bombe
unler den Bergwertsbesinzern eingeschlagen. Z-ie
erklärien, ein Streit sei unmögiiel. da die bri
lische Flotie ohne Waleslohle nin. Alions
sähig sei. Die Bergarbeiter machen gettend,
daß die Vergherren kolossal verdient hatt#e#n, o
daß die angebotene Vergütung von 10 Prozent
viel zu gering sei. Ein hervorragender Arbeiterführer
hat ausgesprochen, daß die Flotte die
Vergleute nicht entbehren lönne. Er drohte
mil ernusten Verwicklungen, salls die Eigentümer
sich nicht beunten.“
det Arteg genen Englund
englischen
Fischdampfers
„Nalional Tienglischen
Versenkung eines
London, 20. April. Der Kapitän des
Fischdampfers. „Fermo“ teilte gestern bei seiner
Ankunft in Grimsby mit, daß der Fischdampfer
„Vanilla“ vorgeslern früh durch ein
deutscher Untersceboot lorpediert worden sei.
Die „Vanilla“ wurde in Stücke gerissen und
ist sofor! gesunken. Der Dampfer „Fermo“,
der sich in einer Entfernung von 300) Bards be
sand, eilte zu Hilfse, um die Besatzung des
Dampfers „Vanilla“ zu retten. Das Unterseeboot
Binderte ihn jedoch, Beistand zu leisten.
indem es einen Torpedo obseuerie der sehl
ging. Der Fischdampfer „Fermo“ dampfie dann
mit voller Krast heimwärts. Eins. Veköffentlichung
der Admiralität leilt mit: Das deutsche
Unterseeboot, das den Fischdampfer „Vanilla“
zum Sinlen brachite, vertrieb den Fischdampfer
„Fermo“. , als er die Bemannung zu reiten versuchte.
Die Folge davon war., daß Viele von
der „Vanilla“ ertranten. Dieses Töten von
Fischern ohne militärischen Grund wird unserer
Aufmerksamkeit nicht entgehen. Dies ist der
zweite Mord binnen einer Woche. Wir min
die Ereignisse gut im Gedächtinis behalten. (J.)
Wolfis Telegraphisches Bureau bemerkt dazu:
Selbsweriländlich sind die Tatsachen hier
wieder nach der bei den Engländern geübten ##
Der neue Bankdtrektor.
N# # Neinbel! Orimens.
42 Gach v#####
„Seien Sie #nn Mutes, Sennor, jagte
er, währen? acker laus. „Was ich #un
kann, 7. viese paar Tage angenehm zu
machen, oll gewic geschehen. Von ancn, die
man aus jener Tur dort hinaus gejührt hat —
sel es nun, um sie zu erichießen, zu hangen
oder zu erdrosieln — ist noch keiner weggehangen,
der unir nicht die Hand gereicht und
mir gesagt hate: „Schönen Dantk, Sennor
Cabildo (Cabido beiten in Bi#nos Atres das
Rathaus, die Munizlpalbehoe und das Palizeigejangnis.
Es ist aljo eine scherzhafte Bezeichnung,
die sich der Schließer hier beilegt,
etwa wie manche Angeklatte aus dem Voile
in Deutschland die Jury mit „Herr Gerichtshof,“
anzureden pflegen). für die freundliche Behandlung.“
Es inn schade, daß die Herren keine Gelegenheit
hatten, sich mir auf andere Weise erkenntlich
zu zeigen. Sie häuen es gewiß gerne
getan, aber von dem Orte, zu dem sie ge-Langen
sind, kehrt man eben nicht zurück.“
ergriif den Becher, den er 1 nun schon
zum vrurt#n Male gelül hatte, und stieß mit
seinem Gefangenen
„Auf gutes Ziicch- Sennor, und auf gute
Verrichtung!“
Rodewaldt tat ihm Bescheid. „Vielen
Dank, Sennor Cabildo! Aber mas wollen Sie
mit der *— Verrichtung sagen
— sehen Sie, # ist zen diesen Hinrichtüngen
bei uns so ein eigen Ding. Schließlich
gidt es doch nichts Unangenehmeres, als
zwei oder orei Salden ausdaten zu mutten,
während man vonkommen gegründeten Anspruch
darauf hat, mit einer ein figen abgetan
u werden. Aber das Zielen ist nun einmal
nicht die slarke Seite dieser guten Jungen. lUnd
zumal, wenn es sich um jo einen armen Teuiel
handelt, der wehrlos vor seinem Grabe lniel!
Ich glaube wahrhaftig, Sennor, ich jelber
brachte es nich! jertig. Wenn das Kommando
kommt, so drücen sie eben die Augen zu und
lassen die Kugel eine Richtung nehmen, wie
es Gott geiällt.“
„Aber ich werde mit, dbten Freunde, dem
Doktor Vidal, reden. soll den Soldaten
ein gules Trinkgeld eriwe wenn sie
ordentlich zielen. Verlassen Sie sich auf mich!
mnd noch einmal also: Auf gute Verrichtung!“
„Ihre Frenn ndiichkeit ist wahrhaft überwältigen
nd. Ich weiß wirklich micht- womit ich
viel Zeilhahme verdient habe. 1 da Sie
doch so gur ahntertichten sind — wann meinen
Sie wohl, 4 die — nun, die bewußte Sache
vor sich *0 merde?“
Der Schließer wiegte nachdenklich den Kopf,
dann memte er: „Lassen Sie uns einmal
rechnen! Heute nachmittag tritt dos Priegsgericht
zusammen, und Sie werden verhört.
Morgen früh wird aller Wahrscheinlichkeit nach
das Urteil gesprochen, und ich denke, so gegen
Abend wird die Geschichte dann zu Ende Letr.
„Auf ungefahr dreißig Stunden des Wartens
müssen Sie sich also immerhin noch gefaßt
machen. Aber seien Sie getrost — die verchen
auch! Und was ich anstellen kann,
hnen die dne u vertreiben, joll gern geschehen.
4 in dleser Hinsicht irgendeinen
en
, uu6 dab Sie mich jetzt ein paar
Praxis vollständig verdreht. Der richtige Hergang
ist aber trotzdem deutlich erkennbar, denn
die Vũge ist außerordentlich plump gemacht. In
Wahrleit hat natürlich der Fischdampfer das
Unterseeboot rammen wollen und so war es
ein Gebot der Selb#erlaltung, daß es dem Angriff
zuvorkom. Nachdem dem Dampser „Fermo“
seine Absicht mihlungen ist, wird sie jetzt
scheinlilig als ein verbindertes Retlungswerk
dargestelll. — Echt englisch!
Die Versenlung der „Katwyk!“.
Ammeerdam, 27/. April. Wie die holländi
saen Bläiter erfahren, hat die deulsche Regierung
aus eigenem Antriebe an den holländischen
Gesandten in Berlin eine Erllärung folgenden
Zunlalts gerichter: Weder bei ihr, noch bei der
demschen Regierung habe, wie sich das von
selbst. verstelle, di: Abfitl,: bestanden, einen An-Frisf
gegen ein ro lndisches Schiff zu unlernel.lmen.
Die denif!: Rigiekung erlenne nichtsdenomeniger
bi: i#nikieh an, daß infolge
eines unglücklichen Zufalles die „Katwyk“ durch
ein deutsches Unterseeboot in den Grund gebolert
worden sei. Gleich nachdem sie von dem
Vorfalle Kenumis erhalten habe, habe die
deulsche Nuirrung cine Untersuchung angeordnei
und die holländisote Regierung um Milleilung
der bei ihr eingelenden amtlichen Berichie
erfud, über die Tatiachen, aus denen sich
Schlutzjolgerungen ziehen lassen lonnten. (.3.)
Haag, 27/. April. Von großer Wichligleit
ist die Ausfage von brei Mann der Besatzung
des Leuchtschiffes „Mans“. Sie erklären, am
Tage der Torvedierung der „Katwyk“" in der
Nähe des Leuchtschiffes ein englisches I-Boot
gesehen zu haben. Die englische Flagge war
dentlich erlennbar. (.).)
Sperrung des Verlehre zwischen
England und Holland.
Amücerdam. 21. April. Die englische Ad
hliralilält hal den gesamten Passagierverlehr von
und nach Holland auf die Oauer einer Woche
uniersagl. Diese Maßregel wird dahin ausge
legt, dan En3land entweder große Truppenverjtärlüngen
an die Front bringen will oder daß
es eine anvere bedeutende Altion plane. (.)..
* · # ·
Iu den Kolonlen.
Die Rücklkehr aus Tsingtau.
Verlin, 201. April. Durch Vermittelung
des Reichsmarineamts sind bisher drei Tran##
porte von Frauen und Kindern der in Tsingtan
Kriegogefangenen in Europa eingelroffen. Die
Abreise ersolgte von Shanghai aus, dem Sam
melpunkle der Flüchtlingc, zunöchst. nach San
Franzisko und von dort nach Neuyork, von w.#i
der deutsche Generalkonjul jür die sichere Wei
lerbeförderung nach Europa Sorge trug. Je
dem Transporte waren ein deutscher Arzt d
mehrere Schwestern beigegeben.
Keeiman sbvop von den
Engländern besetl.
London, 20. April. Das Reulerbunureau
meldet amtlich aus Kapstadi: Die Briten ha
ben Keetmanshoop besetzt. (..)
bem önlchen F#biensichanplatz
Deutsche Flieger über Warschau.
Genf, 20. April. Ein deutscher Flieger warf
auf Warschau Bomben herab. Der Direklor
und ein Buchhalter einer Zuclrfabril wurden 8
elölet, zahlreiche Personen verletzt. Auch in
croßer Materialschaden entstanden. (3.)
Stunden ruhig schlafen lassen. Ich bin vollständig
erschöpft und möchie nicht gern in
diesem klaglichen Z##n#nde vor dem Kriegsgericht
schrint
„Sehr wohl. Sennar! Hier lege ich Ihnen
einige Zihareluen. hin und eine Schachtel mit
Zündhölzchen. Ich werde Sorge tragen, daß
es draußen auf dem (hange hübsch ruhig ist,
und werde Sie nicht ruyer wecken, als bis die
Patrouille vom Priegogericht kommt, Sie zu
bholen. Wünsche eine erqusckende Ruhe, Sennor,
nd angenchme iaume.“
Er nahm das Geschirr vom Tisch u
verlie Jelt noch von der Tür aus —
freundlichem Lächeln dem Gefangenen zunickend.
Rodewaldt aber streckte sich aufj das Lager
nieder, und die nach den ungeheuren Aufregungen
der letzten Stunden uuwermeidlsege
Erschlassung aller Neroen ließ ihn in der Tat
schon noch wenigen Minuten fest tun der, rat.
Klopfen an die Tür der Zelle wecite
ihn. Solaseuten fuhr er empor, und erst,
als er auf ein nochmaliges Pochen mit lautem
„Herein!“ geantwortet hatte, wurde der
Schlüssel gedreht. Der freundliche Sennor
Tabildo mit dem runden, freundlichen Antlitz
stand auf der .
„Verzeihen Sie mir, Sennor, wenn ich
Sie aus dem besten Schlummer gestört habe.
Ich habe erst ein t Pitobt. weil mir
einige von den früheren eewohnern dieses
Gemaches sagten, L66 es ihnen eine unangenehme
Empsindung bereite, durch das Rasseln
der Schlüssel geweckt zu werden. Und die
Höflichkeit über alles, Gennor! — In einer
halben Stunde sollen Sie vor dem Krlegs-
Heicht erscheinen, und ich meinte, es würde
hnen erwünscht sein, vorher ein wente Toilelte.
Die Pläne des Generalissimus.
Kopenhagen, 20. April. Der Kriegsberichterstalter
des Pariser „Journal“ meldet
aus Warschau, daß ein lieses Geheimnis die
wahren Pläne des russischen Generalstabes in
Hinsicht auf den Entscheidungskampf einhüllt.
Weil alle Leute nur von den Karpathen sprechen,
sei es durchaus nicht festgestelll, daß furchtbare
Zusammenstöße nicht anderswo stattfinden
werden. Wenn zahlreiche Personen versicherten,
daß der Weg nach Berlin naturgemäß
über Budapest und Wien führe, so gebe es
auch erfahrene Leute, die im Gegenteil Puern
daß die Einnahme von Verlin die einzige Sache
sei, die ernsthaft ins Gewicht falle. „Rußli
Invalid“, das Organ des Generalstabes, gibt
der Ansicht Ausdruck, daß die Entscheidungsschlacht
wahrscheinlich weiter im Norden und nicht 1
in den Karpathen geschlagen werde. (.).) 1
Für gewöhnlich teilen Heerführer ihre Fvahren
Pläne“ nicht vorher in den Zgeilungen mil. :
"
Ven ben Wert. Kriegsschunplätzen.
Der amtliche österr. Bericht.
W'TB. Wien, 20. April. Amtlich wird verlautbart:
Die allgemeine Sitnation ist vollkommen
unverändert. Entlang der ganzen Front
vereinzelt Artilleriekämpse.
Die Kämpfe in den Karpathen.
Budapest, 20.. April. Die Tätigleit un
serer Truppen zwischen Pruth und Dusestr erschöpft
sich darin, den Feind zu beunruhigen.
Ganz besonderen Erfolg hat dabei unsere Arlillerie.
Eine russische Abteilung, die, von Rusiisch.
Novosielica kommend, nach der Dolcoler Höhe
zog, wurde beim Betreten de Waldes mit
schweren Geschosfsen überschüttet und gänzlich vernichtet.
Ein ähnliches Schicksal wurde dem ganzen
Stab des Novosielicaer russischen Kommandos
zuleil. Cin Schus eines schweren Geschüt,
zes sching milten unler die sich hinter der Front
in sicherer Dedung wähnenden Öffiziere des rufsischen
Stabes ein, die ohne Anuenalme gelötet
wurden. Unter den Toten befindet sich ein
Oberst. Die Reichspost meldet die Forldauer
des Vormarsches der österreichisch ungarischen
Truppen in Südostgalizien und den Beginn einer
lebhaften Täligleit der deutschen Südarince
in den Karpalhen. (.).)
Russische Ausflüchte.
Berlin, 20. April. Aus Stodholm wird
dem W'IB. gemeldel: Die Russen verbreiten
die Nachricht, daß ihre Erfolge in den Karpatben
andanerten, die Verluste der Verbündeten seien
ungeheuer und überftiegen bereils hunderktausend
Mann. Sie nähmen täglich noch zu. Der
Zustand der verbundelen Truppen sei schlecht.
Die Russen hätten nicht die Absicht, nach Ungarn
vorzurücken, aber jeder Versuch der Oesterreicher
zur Wiedereroberung der von russischen
Truppen besetzten altrussischen Gebiete werde
abgewiesen werden. . Wenn die Russen wirklich
von vorneherein nichts weiter beabsichtigt
hätten, als die Behauptung des altrussischen
Gebietes, so wäre schwer zu verstehen, weshalb
sie in den ietzten Wochen bei ihren Angriffen
auf die Karpathenpässe so gewallige Anstrengungen
machten und dabei Verluste erliiten,
die nach zuverläsiiger Schätzung das D
fache der von den Berbündeten gebrachten, und
antun-NeuDonoerVtotilliui.ftiittsiiliier
uiugeg aus Ihrer Wohnung geichicht, weil ich
ihm jagte, daß Sie ein vißchen abg serissen
aussehen. Natürlich, nach dem, was Sie ## durch
gacht haben, konnte es ja nicht gut anders
ein
Er hatte dabei ein ziemlich umsangreiches
Palet aus den Tisch gelegt und löste nun bedächig,
die Verschnurun
oklor Bidal inzwischen wieder
fkragte Werne
,soger zwoimal. Er wünschre
durchzus 2 zu sprechen; aber selöse einem
so ausgezeichneten Manne wie ihm konnte es
nicht gestattet werden. Wenigstens nicht, ehe
das Urteil gesprochen ist. Nachher *rr
nachher ist es eiwas ganz anderes! Cs wird
mir alsdann ein ausfrichtiges Vergnügen sein,
Ihre Freunde zu Ihnen zu lassen. Sie glauben
nicht, was für wunderliche Szenen wir hier
schon gehabt haben. Wir sind nicht so graulam,
den Leuten, deren Dasein nur noch nach
Stunden zöhlt, ihr bißchen Veben ohne Not zu
verbittern. Verwandie, Bekannte, Freunde und
Freundinnen — alles lassen wir zu ihnen
herein, wenn sie selbst es so wünschen. Was
die Frauen betrifft, so ist es alierdingo meilt
ein zweifelhaftes Vergnügen, denn ne 1d
Gejammer und Geschrei machen sie rem
nur das Herz schwer. Und die lustigen Ab-Hhiedelgenen
#s mir viel lieber als die
traurigen. e ich vor einem halben
Jahre hier einen meiner besten Freunde, einen
herzensguten Jungen, Namens Rocafuerte. Er
war ein wackerer Bursche und ein Caballero
vom Scheitel bis zur Sohle. Caramba — er
verstand zu leben und die Welber waren rein
toll in ibn. Die Volizel haue ihn aufgeariffen,
hier ee ?“
Jaw