Full text : Blätter für Rechtsanwendung. XLIX. Band. (49)

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mit  denselben  am  Schlusse  des  Geschaͤfts  jedenfalls  durchgehen  und  den  Erfolg
davon  verzeichnen.

Eben  das  muß  wegen  aller  Ausstellungen  geschehen,  welche  die  Kommissarien
  bei  dem  von  den  Sachverständigen  angegebenen  Befunde,  oder  deren
Gutachten  zu  machen  haben.

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Die  Auswahl  der  bei  dem  Geschäfte  zuzuziehenden  Sachverständigen
bleibt  lediglich  Sache  der  Kommissarien.

Sind  jedoch  deren  für  gewisse  Theile  desselben  in  dem  Kreise,  oder
Distrikte  ein  für  allemal  bestellt,  oder  verpftichtet,  so  haben  sie  diese  vorzugsweise
  zuzuziehen.  Dies  gilt  insbesondere  von  den  Boniteuren  (confr.  J.  83.)
und  Baubedienten.

Die  Bestellung  der  Sachverständigen,  so  wie  die  nöthige  Nechnungshülfe
  ist  nie  dem  Gutsbesitzer  zu  überlassen.

.  95.

Auch  die  Bezahlung  der  Sachverstaͤndigen  und  des  Kalkulators  erfolgt
nie  durch  den  Gutsbesitzer,  sondern  stets  unmittelbar  aus  der  Landschaftskasse
aus  dem  eingezogenen  Kostenvorschusse.  Auch  duͤrfen  dieselben  bei  Vermeidung
der  Strafe  doppelter  Erstattung  und  in  Betreff  der  landschaftlichen  Beamten
bei  #%  der  Entlassung  aus  dem  Amte  von  dem  Gutsbesitzer  keine  Geschenke
annehmen.

d.  90.

Eben  so  ist  die  Auswahl  der  zu  vernehmenden  Zeugen  Sache  der  Kommissarien.
  Sie  können  durch  die  oben  angeordnete  Information  646  zur
Kenntniß  von  denjenigen  Personen,  die  ihnen  die  befriedigendsten  Aufschlüsse  zu
geben  vermögen,  und  welchen  sie  dabei  vorzugsweise  vertrauen  können,  gelangen.

uf  diese  when  sie  daher  auch  ihre  Wahl  bei  dem  Untersuchungsgescháäfte
richten.  Sie  haben  insbesondere  jede  unnöthige  Vermehrung  der  geugenzahl
zu  vermeiden,  und  es  genügt  der  Regel  nach,  wenn  die  zu  ermittelnde  Thatsache
durch  zwei  Hugen  bestätigt  wird,  die  so  geeigenschaftet  sind,  wie  es  eben  vorausgesetzt
  ist.  Ergeben  sich  jedoch  den  Kommissarien  aus  den  Resultaten  ihrer
anderweitigen  Ermittelungen  Zweisel  gegen  die  Wahrheit  ihrer  Aussagen,  so
müssen  sie  sich  nicht  dabei  beruhigen,  sondern  durch  Vernehmung  anderer  Personen
  und  Zusammenstellung  der  Zeugen  die  ahrheit  zu  crforschen,  alles
Fleißes  sfortfahren.

8.  97.

Die  zur  Erforschung  der  Taxgrundlagen  vernommenen  Zeugen  sind  am
Sciase  ihrer  Vernehmung  durch  den  Landschafts-Syndikus,  oder  die  start
seiner  beauftragte  Gerichtsperson  (§.  202.  der  Kredit-Ordnung)  mit  dem  gewöhnlichen
  Zeugeneide  zu  belegen.

*.  o8.