52 Marschallat
M(s)= Amt, A., Würde eines M—# u. —: ein
unter einem M. stehendes Kollegium; -Gericht,
worin ein M. Vorsitzender ist; = Stab, als Zeichen
der M.-Würde; -Tafel, des Hof-M-s, —
für die nicht Hoftafelfähigen; Würde 2c. Lallät,
n., —+e); -e: Marschall-Amt, -Würde; bes. in
Frankreich, ein Militäroberkommando, an dessen
Spitze ein Marschall steht. allisikren, intr.
(haben): als Marschall schalten u. walten: Frei
auf eigene Hand zu feld-m. Dorow 4, 86 d2#e. —
Uarschferen (frz.), intr. (sein, haben): sich im
Marsch (s. d.) fortbewegen; auch refl., nam. mit
Angabe der Wirkung: Sich müde, marode m. kc.;
seltner sonst: Marschier lpackj dich! 2c. Zsstzgn, wie
bei ähnl. Zeitw. der Bewegung: Ab-; an-; auf-;
aus-; durch-; ein-; fort--; her-, herab 2c.; hin-, hinab-,
hindurch-; hinein- c.; mit--; nach-; vor-; vorauf--;
vorbel., voruber-; weg-; zu-; zurück-m. 2c., z. B. auch:
Aus der Zeit, in welcher er hier mit andern Beamten
die ganze Strecke abmarschiert war, das Terrain zu
untersuchen. kewald Genf 420 2c. — Mlärse, m.,
—n; In: s. Psylle. — Mlarseillaise (frz. —eljäse),
f.; 0: bekanntes Revolutionslied, s. Allons u.
Scherr Bl. 1, 340; G. 25, 252. — Marfiliäne
(it.), f.; —1: Art Küstenschiff des adriatischen
Meers. — Marfüpi-äle (lat.), n.t, —#; -ällen
[824, 3, n., Alis; Mz. lia): Bentelthier. -um,
n., —#; zen [8 24, 2, n.): Beutel. — Märspas
(gr.), m., uv.; uv., —se: (Myth.) eln vom Apoll
im musischen Wettstreit besiegter u. zur Strafe des
Ubermuths lebendig geschundner Satyr; verallgemeint.
w. 15, 191; M.-Dichter. Sanders Kutr.
131 „2c. — Müärte: s. Mars 1. — Mart-eaum
(frz.—5), m., uv.; #r: Hammer. —ell, m.: Hammer,
— als Beiname: Karl M. (vgl. Maccabäer).
elläto (it.), a.: gehämmert, — (Mus.) mit dem
Bogen statt gestrichen. éllo, m., —; —6, élli:
„Hammer“, gewölbter runder Thurm an der Küste,
zum Schutz gegen Uberfälle, — in Sardinien,
Korsika #.; auch: M.-Thurm in Irland 2c. —
Märth-a (hebr.-gr.), f.; —#, zens; —#, 3en:
weibl. Name; auch antonomastisch nach suk. 10,
40 ff.: Geschäftige M. 2c., nam. im Ggstz zu
„Maria-Naturen“. Spielhagen Pr. 7, 11 (s. auch
Sparta); Das St. Marthenholz u. Nikaraguaholz
[Rothholzl v. Cessalpinia echinäta. Karmarsch 3, 17.
— Aart-idl (lat.): M. (Mis), 1) a.: martialisch,
z. B.: M.-Gesetz, Kriegs-G. ꝛe. — 2)
m., -6; —e: Name, bes. eines röm. Epigrammendichters;
danach auch antonomastisch. ialis, a.:
s. Martial 1; 2; bes. auch Mars 4. ialisch, a.:
1) — martial(is), nam.: a) kriegerisch (vgl. 2
u. mavortisch; marziale). — b) auf den Planeten
Mars (s. d. 2) bezüglich. Ausld. 39, 1195b. —
2) in der Weise Martial's (s. d. 2). Ten. d. Gegenw.
6. ialität, f.; 0; martialisches (s. d. 1a) Wesen.
iälus, a.: eisenhaltig gemacht, s. Mars 4. —
Martin, m., —#; (s): männl. Taufname (lat.
Martinus), — auch (s. S#.) Name des Hasen,
Afsen 2c. —: Der Tag des heiligen M., Mê-Tag,
lat. Martini (sc. dĩes), der 11. November (s. Sim-März
rochk Myth. 518 ic. U. M—s-Lieder v. Simrock Bonn.
1846): M-s--Birne, Art Winter-B.; Feier;
Gans, eine Gans, sofern sie um Martini dem
Gutsherrn gezinst od. beim sog. M#-Schmaus
verzehrt wird (s. Uhtand V. 567 ff.; Wickram 1128);
Holz, s. Martha; -Horn, Art Gebäck. Spindler
Zud. 1, 26, vgl. Märtenshörnchen. Garienl. 16,
695b; Daß Zeder, der sein Hab u. Gut verprasst hatte,
ein M—# -Mann genannt wurde. 696a;= Schmaus.
Diese lregnerische] Jahreszeit lum Martini) wird v. den
Italtänern der heilige M s## Sommer genannt. Platen
7, 435; M—#-Vogel, scherzh. — Gans; ferner
Füalco cyänsus; Paradisea tristis ie.; = Vögel.
chen, Schwarzspecht. Simrock Myth. 402 2c. —
Martingal-e (srz. —engäl), f.; —##: 1) Sprungriem
der Pferde. — 2) bei Hasardspielen eine Art
des Satzes, die für den Spieler möglichst gewinnbringend
sein soll, s. Aloensleben 368; Schücking F.R.
1, 245. Jeur (—-ör), m., —é: —6, —e: Spieler
à la martingale. — Mlärt-Ini (lat.): Martinstag
(s. d.): Um, zu M. 2c. -is: s. Mars 1. Zius,
a.: den Mars (s. d.) betreffend, ihm geweiht 2c.
(martisch, mavortisch, s. d.): Cämpus (s. d.) m.,
ein Feld, Platz zu kriegerischen Ubungen rc.; ferner
(ménsis) A., März (s. d. u. nam. Kädier 605);
Idus märtis, des Märzes Iden (s. d.) 2c. —
Märt-pr (gr.), m., —; —#; -urer (—), m.,
# ; uv.: (s. Ss.): Blutzeuge; Einer, der für
seine Uberzeugung Martern u. selbst den Tod duldelt;
Schmerzensdulder, — zumeist: Märthrer,
weibl.: —in. Dazu: M.-, M-er., Märtyrer).
haft, a.;-thum, n., vgl. Marterthum. Se. u.
Marthrium (das Glaubensmarthrthum. frankt
Prim. 64) 2c. -prisikren, tr.: Einen als Märtyrer
dulden lassen, ihn martern. IHahn Per. 1,
10. „Arium, v., —; ken [8 24, 2, n.]): Marterthum;
der das Grab eines Märtyrers enthaltende
Theil einer Kirche. -grolög, m., -en, (56); —en:
Einer, der die MkiE, d. i. die Geschichte der Märtyrer,
kennt, sich damit beschäftigte. - prolögisch,
a.: auf die Geschichte der Mirtyrer bezügl., dazu
gehörig ꝛe. -grologium, n., —; ken (§ 24,
2, n.): Verzeichnis der Märtyrer u. ihres Geschicks.
— Aariunke, f.; —n: 1) Art kleiner gelber
Aprikosen, auch Marelle. Abelung (vgl. Morelle).
— 2) Art Pflaume (Maronke, Malonke). De., (.
Oken 3, 2056; 2057; vgl.: Uor 16, Ilb. —
lär;, m., -es, -en, uv.; e: (s. Martius u. Ss.):
4) der Zte (od. im altröm. Kalender eig. der erste)
Monat des Jahrs, Frühlings-, Lenzmonat. — 2)
oft in Bezug auf die in diesem Monat beginnende
politische Bewegung des J. 1818; auch: Einer der
gefürchteisten Censoren des Vor. M. lder Zeit vor 481.
Gutzbom Schön. Stund. 236; Steub DTr. 1, VII;
s. märzlich. — 3) Als Bstw. z. B.: M.-Becher,
Art Nareisse;-Bier (Men-B.), im M. gebrautes
Lager-B.;-Bülume, Name verschiedner Pflanzen;
Ente, wilde E.;: Ereisnisse [2]; . Errungenschaft
[2); = Fliege, Eintags-F.: -Gerste,
Sommer-G.; = Glöckchen, Schnee-G.:; -Hase,
im M. geborner;-Minister (ium) [2]; -Mo-