Exterritorial
Grund, der v. einem außer der Streitfrage liegenden
Ggstd hergeleitet wird, Ggstz intérnum, der in
der Streitsache selbst liegt. — Erterritoriäl
(nlat.), a.: Extraterritorial: 1) außerhalb eines
Territoriums befindlich. — 2) erimiert von den
für das Gebiet geltenden Bestimmungen. eität,
f.; 0: 1) Verbannung aus dem Vaterland. —
2) das Erterritorial (s. d.) = Sein: Die E. (od.
Extraterritorialität. Dolksz. 14, 293) der Gesantten.
— Erkting 2c.; Sxtip 2c.; Extirp 2c.: s. Erst 2c.
Ext-isper (lat.), m. I§ 24, 3, Jspieis]: Weissager
aus den Eingeweiden (s. Exta) von Orfertbieren.
-ispkcium, n., —; ken [5 24, 2, n.]:
Weissagung eines Ertisrer. — Ertollieren (lat.),
tr.; hervorheben, erheben, rühmen. — Extorquent
(lat.), m., -#n —; en: Erpresser. - quièren,
tr.: aus-, ab-, erpressen, erzwingen. siön, (.;
en: Ertorquierung. -#or, m., —s; ztören:
Ertorquent. — Extra (lat.): 1) präp. m. Acc.:
außer, außerhalb, z. B.: E. jöcum (s. d.), lineam
(s. d.), öordinem 2c., E. Hungäriam nön est vita
si Sst vita, nn ẽst ĩta (außerbalb Ungarn ist kein
Leben u., wenn eins ist, doch nicht so), Losungswort
patriotischer Ungarn; Iliacés inträ murés peccätur
et Cxtra (innerhalb u. außerhalb Ilion's Mauern wird
gesünrigt) 2c. — 2) (s. 1) adv.: E. gebn, aus dem
inne zu haltenden Wege, aus der Bahn des Rechten
weichen (vgl. extravagieren), nam. in Bezug auf
eheliche Treue 2c.; ferner wie außer als Bstw. in
lat. — u. nam. nlat. c. — Zsszgn, s. u. in
alphabet. Reihenfolge. — 3) adv.: außer dem
Gewöhnlichen, besonders: a) Manche Beueeille
Chamragner e. G. 16, 214; Wettete noch e. saußer
der Hauptwettel. Hebel 3, 285; Der Pariser Taback
war immer e. (. c). Iffland 5, 1, 5 c. — b) nam.
in Zsstzgn, z. B.: E.-[Neben-]Ausgaben; Einen
E.-Bajocco, einen Groschen Zubuße verdienen.
Durangelo 38, s. u.: E.-Geld; E.-Belohnung;
E.-Blatt, außerordentliche Beilage einer Zeitung
od.: bei außerordentlicher Gelegenbeit erscheinendes
Blatt derselben; Was E.= laußererdentlich
Dummes; E.-Fahrt, außer der gw.
Reihe od. Ordnung (vgl. E.-Zug. -Post, „Tour):;
E.= lganz besonders] fein, s. finissimo; E.-Geld,
das noch nebenbei, besonders gezahlt wird, z. B.:
E.-Cbausséegelr. 9p. 20, 90; E.-Trinkgeld 2c.; Noch
eine E.-Gratifikation von 1000 Kronen. Justd.
38, 633b; E.-Kosten; E.liberal, außerordentlich
freigebig. S. 19, 56; E.Post, die man eigens für
sich nimmt, im Ggstz der gw. Post; Die großen
Herren .. s gehn mit der E.-Post durchs weite Land der
Liebe. K Schmidt Kom. Dicht. 172 (vgl. 2: E. gehen);
Mit E.-Post, eiligst, vgl.: Diesen Morgen ist er dem
Teufel e. Post sod. E.-Postl zugefahren. Sch. 119b ic.;
Eine E.-Ration. Hausbl. (67) 1, 455; Die Zettelkästen
Jean Paul's mit ihren E.-Seiten, E.=Worten,
E.-Silben. Nats. 21, 221; In dieser
kurzen E.-Session saußerordentlichen Sitzungl.
Ua#r3 20, 235; E.= sod. außerordentlich!] stark.
Zelter 2, 306; E.-Strom (magnetischer, im Ggssz
Extract 365
zum Haurtstrom). Galle Tel. 56; Er batte sie zu
einer E.-Tour aufgefordert. Spielhagen Pr. 7, 55;
Aeihner Sans. 2, 44; potho NN. ", 111; 115 2c.,
sofern die Dame (außer mit ihrem Partner) noch
eine Tour e. mit dem auffordernden Herrn tanzt;
E.= lod. Neben-)Verdienst: „ Vergütung (s. o.
Gratifikation); E.-Zug der Eisenbahn, außer den
regelmäßig bestimmten (vgl. Errreszug) u. ä. m.
— c) zuw. adjektivisch: Was Ertra's. Hachländer
Stillfr. 2, 34; ohorn Schms. 139; EMületr F. 32;
Elfr. Taura Ring 1, 175 2c. — d) zuw. sfubüantivisch,
skem. — E.-VPost.-Fabrt, z. B.: Der (Pestillon]
wird sich alle Tage solche cine E. wünschen. Hollei Treust.
2, 341; Gereiset mit E. 343 2c.; ferner in Mz.
E.-Gelrer, z. B.: 4 Thaler per diem obne die
E-s. WhH ine Weltr. 1, 17: 186; Achtbundert Franken,
die E-s nicht gerechnet. Leb. Bilder aus Par. II. 2,
29 rcc. — 4) Soll mir jemals ein gutes Tbeaterstuck
gelingen, so kann es nur auf voetischem Wege sein; denn
eine Wirkung ad e. Inach außen], wie sie zuw. auch
einem gemeinen Talente .. gelingt, kann ich mir nie
zum Ziele machen. .. Nur die erfullite Kunst wird meine
indiriruelle Tendenz ad intra lLnach innen] überwinden
können. #ch. G. 6, 140. — Ertrad-ieren
(lat.), tr.: (s. tradieren) Einem Etwas ausantworten,
ausliefern, aushändigen 2c. -itio, f.
[#S 24, 3, önis]: Ertradierung: E. actörum, der
Akten 2c. -ition, f.; —en: Extraditio: Die E. der
Archivalien. Uat3. 21, 506; E-#s- Schein, wogegen
Etwas, nam. eine Waare auszuhändigen ist rc.
— Erlra-dos (frz. —s), m., uv.; uv. (auch m.
lautendem 3): die äußre (konvere) Fläche eines
Gewölbes, Gastz Intrados (s. d. u. Douelle, vgl.
Dos 2). dossiert, a.: mit glattem, frei sichtbarem
Ertrados, kuppelartig. — SErtraessenti-Al-(ulat.),
-#ll, a.: außer-, unwesentlich (s. essential
2c.). alität, f.; —en: Außer-, Unwesentlichkeit.
— Extr- ahent (lat.), m., —#n, (—5); —en:
Einer, der Etwas ertrahiert, nam. (Rechtsspr.):
eine Ausfertigung aus dem Gericht. -ahieren,
tr.: ausziehen, einen Auszug aus Etwas machen,
z. B. aus Pflanzen 2c.: Die zue-den Theile. Karmorsch
1, 136; Das E. v. Farbhölzern. prechll 5, 362 ce.;
Die Extrahierung bei vermehrtem Drucke. 3 57 rc.;
aus dem Rechnungsbuch: eine Rechnung ausziehn
2c.; (Math.): Eine Wurzel e., ausziehn zc.;
(Rechtssrr.): eine Ausfertigung aus dem Gericht
bewirken: Eine Vorlarung, Ciration, citationem; ein
Mandat, mandatum e. ꝛc. Jait (frz. —), m.,
—38; —S: Ertrakt: E. d’absinthe (s. d.) 2c. —
Extrajudiei-äl, är (ulat., s. Ertra 2), a.:
außergerichtlich. — Ertra#ct (lat.), m. (n.),
—(e)s; —-e: Auszug, nam.: 1) E. bez. den Inbegriff
aller löslichen Theile einer Pflanze (od. eines Pflanzentheils),
der durch vorsichtiges Abdampfen mehr ed.
weniger zur Trockne gebracht wird. Karmarsch 1, 735;
Jenachdem der Auszug mit Wasser, Alkohol od. Aber
bereitet ist, unterscheidet man wohl wässerige, geistige u.
ätherische E-#. ebd. [Extrácta aquösa, spirituösa,
##thereal; auch: Thierische Extraktivstoffe (s. d.)
Sie werden in Wasser-E., Spiritus-E. u. Alko-