bis 31. Juli 1914 . . . .. M. 1020 Millionen
„ 7. August 1914. . . .„9090 „
zusammen also M. 2010 Millionen,
sodaß der Notenumlauf in diesen 14 Tagen von
M. 1890 Millionen
auf „ 3900 „ stieg.
Weiter hatte sie von ihrem Bestand an
Gold Reichs- Silber und
kassenscheinen Scheidemünzen
(in Millionen Mark)
am 23. 7. 1914 . . ., 1357 65 335
bis zum 31. 7. 1914, als
die Goldausgabe eingestellt
waurdi 104 – —
ferner bis zum 7. 8. 1914 — ca. 50 217
1 253 ca. 15 118
in den Verkehr geben müssen, sodaß ihre Bestände an Silbergeld und
Scheidemünze wie Reichskassenscheinen außerordentlich zusammengeschmolzen
waren. Wäre das in diesem Ausmaß weiter gegangen, dann hätte die
Reichsbank ohne eine weitere Anderung der gesetzlichen Vorschriften den
Bedarf keinesfalls befriedigen können.
Da kam am 7. August der Fall Lüttichs. Er war eine befreiende
Tat auch auf geldlichem Gebiet. Er stellte mit einem Schlage das
Zutrauen zu unserem Gelde in der Bevölkerung wieder her. Die Angstabhebungen
von Geld hörten auf, die aufgespeicherten Summen kamen
wieder zum Vorschein, die Krisis des Kriegsbeginnes war überwunden.
Aber die Schwierigkeiten hatten trotzdem erst begonnen. Außerlich
traten sie am meisten in die Erscheinung bei dem kleinen Geld,
von 3 Mark bis herab zu 1 Pfennig. Sie alle wissen sich noch zu
erinnern, wie störend der Mangel an diesen Geldsorten zu Anfang des
Kriegs sich bemerkbar machte. Es war vielfach unmöglich, das nötige
Kleingeld zu bekommen, um die täglichen Einkäufe erledigen zu können.
Ein Wechseln von Geld wurde überall abgelehnt. Die Schwierigkeiten
hatten zum großen Teil ihre Ursache im Unverstand der Leute, die grundsätzlich
Silbergeld, ja selbst Nickel- und Kupfergeld nicht wieder herausgaben
und es festhielten, als hätten sie damit einen Schatz erobert.
Schlimm war aber auch, daß große Beträge — man kann ca. 150 Millionen
Mark rechnen — dem Verkehr so gut wie dauernd durch Abgabe dieser