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* Verosprecher: — und Redaftian Nr. 72; Inseroten-Abtrilung Nr. 28#
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Rosenheimer Tagblatt
Rosenheimer Anzeiger
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G. Rosenheim, beim, Wönchen. EIILI
Schuluich der Anzeigen · Annadm- 1 Uhr mittagn.
durch die Annoncen-Expedition Hacken-
Amtliches Publitatious/Organ
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Die Neberlegenheit der dentschen Tuftwaffe im Kampfe auf der Westfront.
Neue Kämpse um das Fort Baur. — Weiterer Geländegewinn vor Verdnp. — Ein englischer Zerstörer und ein inglisches
Torpedoboot vernichtet. — Erfolgreicher Augriff deutscher Flugzeuge auf die rassische Schwarze-Meer-Flotte. — Eig englischer
Angriff am Tigris blutig zurückgeschlagen.
Die Kiessluse.
WIB. Großes Hauptauartier.
110. März, vormittags. Amtlich.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Auf dem westlichen Maas-Ufer wurden bei
der Säuberung des Rabenmaldes und der feindlichen
Gräben bei Bethincourt 6 Offiziere und
681 Mann gefangen genommen sowie 11 Geschütze
eingebracht.
Der Ablainmald und der Bergrücken westlich
von Douaumont wurden in zähem Ringen dem
Gegner entrissen.
In der Woevre schoben wir unsere Linie durch
die Waldstücke südöstlich von Damloup vor.
*5 Gegen unsere neue Front wmestlich und südlich
bes Dorfes sowie bei der Feste Vaux führten die
Franzosen kräftige Gegenstöße. In ihrem Verlauf
gelang es dem Feind, in der Panzerfeste
selbsk wieder Fuß zu fassen. Im übrigen wurden
die Angriffe unter starken Verlusten abgewiesen.
Unsere Kampfflieger schossen zwei englische
Flugzeuge ab, einen Eindecker bei Witschaede
südlich von Dpern und einen Doppeldecker nordöstlich
von La Bassee. Der Insasse des ersteren
ist tot.
Im Monat Februar war die Angriffstätigleit
unserer Fliegerverbände und die Zahl ihrer Erkundungen
hinter der feindlichen Front erheblich
größer als je zuvor. Folgende Zusammenstellung
beweist nicht nur aufs Neue unsere Ueberlegenheit,
sondern widerlegt auch die von gegnerischer
Seite beliebte Behauptung, unsere
Luftkriegsverluste seien nur deshalb so gering,
weil sich unsere Flieger nicht über die feindliche
Linie wagten. Die deutschen Verluste auf der
Westfront im Februar betragen: im Luftkampf:
keiner, durch Abschuß von der Erde: keiner, vermißt:
6, im Ganzen: 6. Die Franzosen und
Engländer haben verloren: im Luftkampf 13,
durch Abschuß von der Erde 5, durch unfreiwillige
Landung in unseren Linien 2, im Ganzen 20.
Hiebei ist zu berucksichtigen, daß wir grundsätzlich
nur die in unsere Hand gefallenen oder brennend
abgestürzten, nicht aber die zahlreichen sousft
hinter der feindlichen Linie abgeschossenen Flugzeuge
zählen. «
« Oeftlichersriegsfzchauplatx«
d
den
un
Balkankriegsschauplatz. .
Nichts Neues.
Oberste Heeresleitung.
Der amttliche Ssterreichische Bericht.
„WTB. Wien, 10. März. Amtlich wird verldutbart:
. Russischer Kriegsschauplatz.
« u
MEICQOL stimfgwpcqs
Nichts Neues.
Italienischer Kriegsschauplafs.
An der kustenländischen Front unterhielt die
italienische Artillerie ftellenmeise ein mäßiges
Feuer, das nur vor dem Tolmeiner Brückenkopf
lebhafter wurde.
An der Kärniner und Tiroler Front ist die
Gesechtstätigteit nach wie vor gering.
Durch eine Untersuchung ist festgestelli, daß
die Italiener diesmal im Rombongebiet Gasbomben
verwendeten.
Der stelloertretende Chef d## Generalstabes:
Hös marschallentnant.
BDerdun.
Der milit. Mitarbeiter der „Times“ schreibt:
Weil sich das allgemeine Interesse auf Verdun
konzentriert, muß man nicht annehmen, daß die
Franzosen vitale Interessen Gefühlverwägungen
opfern oder eine Stellung länger verteidigen.
ale es mit Erfolg möglich imt. (Aha!! Die
Hauptsache i#t die, eine ungebrochene Front zu
halten, dem Feind jeden Schritt Boden streitig
zu machen und ihn einen hohen Preis für jeden
Meter, den er fortschreitet, bezahlen zu lassen.
bis der Feind erschopft ist und unsere aufsge
stapelten Reserven erfolgreich eingreifen werden.
5 · "„ .
Der militärische Redatteur der „Humanite“
macht in der letzten Nummer des Blattes den
Versuch, die Wahrheit zu sagen und die Stellung
um Verdun, besonders nach der Einnahme des
Punttes 265, als sehr kritisch zu schildern, aber
die Zensur hat durch zahlreiche Streichungen den
Zusammenhang der Betrachtungen vollständig
zerstört. Immerhin wird darin aus den französischen
Tagesberichten der Schluß gezogen, daß
die Deutschen diejenigen Punkte genommen haben,
die sie nehmen wollten, und daß dieses beunruhigende
Ergebnis sich nicht leugnen lasse. Ins
gesamt, so heißt es in dem Artikel, greifen die
Deutschen in der ganzen Gegend und von allen
Seiten mi ebenso großer Hartnäckigkeit wie
Kraft a
— a2 4
Der miltrische Mitarbeiter des „Nicuwe
Rotterdamsche Courant"“ schreibt: Die französische
Front bröckelt ab das ist der Eindruck
der letzten Berichte. Die schwere deutsche Artillerie
macht die franzosischen Stellungen mürbe.
Was wird geschehen, wenn die folgende große
Sxringflut kommt? Diese Frage muß uns unter
den jetzigen Umständen mit Besorgtheit für das
Schicksal Verduns erfüllen.
Der französische Bericht.
Paris, 10. März. Am Donunerstagmittag
meldeten die Franzosen: „Westlich der
Maas versuchte der Feind im Laufe der Nacht
zu wiederholten Malen die gestrigen Mißerfolge
wieder gut zu machen. Zwei Angriffsversuche
gegen das Dorf Böthincourt, denen eine lräj
iige Artillerievorbereitung roranging, wurden
durch unser Sperrfeuer angehalten, das den
Feind hinderte, sich zu entwickeln. Im Rabenwalde
konnten uns die erneuerten Anstrengungen
des Feindes nicht aus dem breiten, wieder
eroberten Geländestück, das wir befestigen, hin.
ausmerfen. Oestlich der Maa wurde der Kampf
geitern bie zum späten Abend und im Lausfe
der Nact mit Erlitterung in der Gegend zur
schen Douaumon und dem Dorie Vaux fort
geiert. Die Deulscken richteten mit Üarken
Kraften mebhrere Angriffe gegen unsere Stel
lungen. Trot der Hefligkeit seines Artillerie
feuer? und der Rrast seiner Sturme lonnte
der Feino unsere Linie nicht zum Weichen brin
gen, sonrern uurde volländig zuruckgeschlagen.
Einige deutiche Jufantericabeilungen, die einen
Augenkli#4 in das Dorf Vaux ei indrangen, wur
den sogleid durch einen Bajonellangriff daraus
vertrieben.“ Der Bericht vom Donnerolagabend
laulet: Westlich der Maas fuhren uniere Truppen
jorl. im Laufe des Tages im Ralenwalde
Fortschritte iu erzielen, den sie beinahe vollfländig
besert halten. Oestlich der Maas rich
teten die Deulschen mehrere Angrifie auf un:
sere Front von Douaumom bis VBaux. Als sie
aus dem Dorsfe Douaumont hervorbrachen.
wurde der Angri'f durch uner Infanteric und
Arzillerie,euer. gerrochen. Wutende Angriffe auf
das Dorf Baut wurden gleichfalle unter großen
Verlusten jur den Feind abgewiesen. Schließ
lich unternallmen die Deutichen gegen unsere
Gräben, die den Fuß der Abhänge der von
dem For: Vaur gelronten Bergkuppe umsaumen.
heinige Angriffe znit geschlossenen Massen,
die zuruck gewor'? fen wurden, wobei lie infolge un
seres Sperrfeuers ungeheure Verluste erlitten.
Der französische Bericht ist ein Musterbeispiel
für die von der ieindlichen Heeresleitung beliebte
Methode des Lügens und Verschweigens.
Der Saz über die deutschen Angriffe auf die
französischen Graben, die den Fuß des Hügels
mit dem Fort Vaur (3#111 Meter) umsaumen,
gibt indireit die Eroberung der Feile durch
unsere Truppen zu:; dem franzosischen Publilum
wird die dircite Nachricht aber vorenthalten.
Der franzosische Besehlshaber muß
schon ein sehr schlechtes Gewissen haben, wenn
er zu so verpweifelten Mitteln der Berichterstattung
greift. Auch menn es den Franzosen gelungen
ist, in der Feste wieder Fuß zu fassen,
wird daran nichts geändert. Das franzosische
Volk wird über den Gang der Ereignisse vor
Verdun nach wie vor belogen und betrogen.
r□i · 2—
Algemelaes rem Eees
Eine franzosische Stimme über die
politische Lage.
Genf, 10. März. „J
bats“ bespricht in einent Leitartilel die allge—
meine Lage, welche beeinflußt werde durch die
Vorgänge bei Verdun. Deutschland entfalte eine
ungeheure diplomatische Tätigkeit, und man werde
am MWintersende und im Fruhiahr gewallige
entscheidende Kraftbemeise der Mittelmächte erleben.
Der Vierverband dürfe die Haltung Wilons
nicht als Wobhlu ollen aufjassen. Der Pra
sident verteidige durchaus die Interessen Ameri
tas. Bedenklicher sei die Lage in Skandinavien.
wo der Vierverdand jede Bruskierung vermeiden
müsse, damit Schmeden seine Neutralität bewahre.
Betreffs des Balkans weiß man in
Frankreich, daß die Vorgänge von Verdun endgültige
Entschlusse berworrufen konnien. Die
Rumänen seien ängstlich, die Griechen auigeregt.
Das Journal des De-
Niemals sei die Noitmendiglent, daß der Vierverrand
endlich gemeinsam die grohten Antrengungen
mache, großer Veus fen, als in dem
leuigen kriticklen Augenblick
Vergeltung gegen Frankreich.
Berlin. Marz. Die framösische Rebierung
lehandell im Gegeniat zu der engliscken
und russischen tron erneuter Vorstellungen
TDeuridlands un sere kriegegefangenen Feldwobelleummants
duck weiterhin nicht als Offiziere,
sondern 1 hält sie in Man schomelagern interniert.
Dieies Verfahren lat die deuliche Regierung
veraulaßt, die in deulscher Gefangenschaft befindlichen,
aus dem Unteroffiziers#stande hervorgegangenen
„Soue Vieulnante aus Offizierslager
in Mannschaftslager zu überführen, wo#“
iie als Unteroffitiere behandelt werden. Diese
Wafnahnie uird erit denn ruckgangig gemacht
Uerden, wenn den kri eeige, len deutschen
ankreich eine ihrem
1
Felduclelleunan!? in
O flizierrange rntiprachen. * Behandlung zuteil
wrird, insbesondere, wenn ihre Ueberführung in
Offflziergefangenenlager durchgeführt sein wird.
ische Regierung krise.
Ber:, 1
krike fuhre.
fprech ungen
tarz. Die malientiche Kabinettsdenn:
Blatiern zufoige, nach Bezun
dem Konig zu halben Zugesandnisien
Salandras an die Kammer. Dadurch
wurde die Krise auf kurze Zeit vertagt.
Die Regierung nahm nämlich drei Anfragen
uber wirtsckaitliche Theinata zur Besprechung
an. a#te somm Salandra einerfeils den Obstrultiortien
entgegen, die intsolge der wirticha#llichen
Rore des Volles einen breiten Teil
der effentlichen Meinung fur sich haben, andererfeits
gidt er dem Parlament einen Beweis
feiner Rücksichtnahmc. die den Eindruck seiner in
den letzten Tagen gezeigten Halsstarrigkeit zu
rerwischen geeignet in.
· r—□ ·
#en u#r Hee.
englischer Zerfbörer und ein
Torpedoboot vernichtet.
London. Iu. März. Die Admiralität teilt
mit, daß der Zerstorer „Coquette“ und das
Torpedordot Nr. 11 an der Onttüste auf Minen
liefen und versanken. 3 Offiziere und 51 Mann
sind ertrunken.
Ein
Angriff deutscher Flugzeuge auf
rusiische Kriegsschiffc.
WIR. Berlin, 10. März. (Amtlich.) Am
6. März vormittags wurde bei Kaliakra nord
onlich von Varna im Schwarzen Meer ein
russischer Schiffsverband, bestehend aus 1 Li
nienichiij. 5. Torpedobootszeritörern und mebreren
Frachtdampfern, von deutschen Seeflugteugen
angegrissen und mit Bomben belegl.
Es wurden Treffer auf Zeritorern beobachtet.
Trotz befriger Beschießung durch die Russen
kehrten sämtliche Flugzeuge unversehrt zurüld.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.