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krankten Kinde des Handelsmannes erfolgt, ebenso bei einer 45 Jahre alten Frau, von der
später ihr Ehemann, ein 45 Jahre alter Briefträger, und eine in demselben Hause
wohnende 40 Jahre alte Fran angesteckt wurden. Alle 3 Personen waren als Kinder
mit Erfolg geimpft, aber nicht wiedergeimpft; ihre Erkrankungen verliefen leicht. In
2 weiteren Fällen hatte die 56 Jahre alte Wittwe eines Bäckers und die 59 Jahre
alte Frau eines Handelsmannes die Wohnung des Erstbetroffenen betreten. Von dort
war vermuthlich auch der 51 Jahre alten Frau eines anderen Handelsmannes der
Ansteckungsstoff zugeführt worden, da die Tochter derselben, die gesund geblieben ist,
in jenem Hause gewesen war. Von den letzteren 3 Personen starb die zweite, deren
Impfverhältniß unbekannt ist. Die erste, die leicht, und die dritte, die schwer erkrankte,
waren nur einmal als Kind mit Erfolg geimpft.
In dem Blatternausbruche zu Oberweißbach war also außer einem ohne Erfolg
geimpften Kinde keiner der Erkrankten jünger als 40 Jahre oder wiedergeimpft. Es
starb das ohne Erfolg geimpfte Kind, eine 59 Jahre alte Frau unbekannten Impfzustandes
und ein 62 Jahre alter Mann, der nur einmal als Kind geimpft war, dessen Impfung
somit ungefähr 6 Jahrzehnte zurücklag.
Aus Hamburg sind 6 Pockenerkrankungen angezeigt worden, von denen 3 bei
ortsansässigen und 3 bei zugereisten Personen sich ereigneten. Von den letzteren kam
ein leicht erkrankter, im 2. Lebensjahre geimpfter, 21 Jahre alter Steward aus Schweden.
Die beiden anderen waren von Dänemark eingetroffen und hatten in dem Seemannsheim,
in welchem der Ersterwähnte erkrankte, Unterkunft gefunden. Der eine, ein
28 Jahre alter, als Kind und im 18. Lebensjahre mit Erfolg geimpfter Steward theilte
sogar mit demselben das Zimmer, der andere, ein 21 Jahre alter Seemann war noch
nicht geimpft. Nach der ersten Erkrankung waren die beiden letzteren Personen geimpft
worden, doch verlief die Impfung bei dem 28 Jahre alten Manne erfolglos;
bei dem anderen kam sie zu spät, da dessen Erkrankung schon 9 Tage nach derselben
begann, die Ansteckung also vermuthlich bereits vor der Impfung erfolgt war. Er erkrankte
mittelschwer, während die Erkrankungen der beiden anderen, früher geimpften Personen
sehr leicht verliefen. Ungefähr gleichzeitig mit den letzteren beiden zugereisten Personen
wurde ein einheimischer, 23 Jahre alter, nur einmal im 4. Lebensjahre erfolgreich
geimpfter Arbeiter von einer leichten Pockenerkrankung betroffen. Die Art der Uebertragung
der Krankheit ist nicht ermittelt worden. Ferner erkrankten in der Nachbarschaft
des Eppendorfer Krankenhauses, in dem die von den Pocken betroffenen Personen
behandelt wurden, schwer bezw. mittelschwer an Pocken 2 Frauen im Alter von 51
bezw. 53 Jahren. Beide waren als Kinder geimpft, die erstere auch wiedergeimpft,
doch waren bei dieser 39, bei der anderen 51 Jahre seit der letzten Impfung verstrichen;
auch wurden bei der zuletzt erwähnten Frau Impfnarben nicht gefunden.
Ein aus Elsaß-Lothringen gemeldeter Pockenfall betraf in der Gemeinde Kl.-Landau
des Kreises Mülhausen einen im 1. Lebensjahre mit Erfolg geimpften, im 12. Jahre
ohne Erfolg wiedergeimpften 30 Jahre alten Kutscher, der von Basel zugereist war
und in letzterer Stadt mit einer wenige Tage später erkrankten Person Berührung
gehabt hatte. Der Verlauf seiner Erkrankung war leicht. ·
Gesammtübersicht über das Lebensalter und den Impfzustand der Erkrankten.
Nach der folgen den Tabelle erkrankte und starb an den Pocken ein ungeimpftes
Kind des ersten Lebensjahres. Von 3 Kindern des 2. Lebensjahres war 1 nicht
geimpft, 1 ohne Erfolg und 1 zu spät nach bereits erfolgter Ansteckung geimpft. Es
starben das erste und zweite Kind; bei dem dritten verlief die Krankheit leicht.