Aummer 2 74
blenstag, 30. März 10913
gesellscust 300 Ml. dafür zugewiesen. Der
rippo. al, dessen konstruline Einri. bung unbe
dinge Sicherheit bietet, gehört zu den neu
zeiszicken Einrichtungen unserer Wehr.
Ferner teilte der Kommandant mit, daß die
kürzlich erfolgte Probealarmierung zur Zufriedenbeit
des Kommandos ausgefallen ist. Im
Interesse der Schlagfertigkeit der Wehr, Die
zurzeit mit vielen neuen Kräften mn rechnen
hat, seien derartige Maßnahmen unbedingt ersorderlich.
Ex erachtet es als eine besondere
Pflicht der Bürgerschaft gegenüber, das man
gerade in dieser ernsten Zeit, in der viele Kameraden
zum Schutz des Vaterlandes die schwersien
Opfer bringen, auch für den Schutz des
heimatlichen Herdes beforgt sei; er hoffe, daß
alle, welcke durch das Marnzeichen gerufen
werden, steto pünktlich am Feuerhause erscheinen.
zurzeit lönnten Landbrände nur innerhalb
□ Kilometer im Umkreis unverlangt
von der Welr berücksichtigt werden. Bei entfernteren
Bränden wird die Wehr nur auf
Verlangen Hilfe leisten.
Der Kommandem teilte noch eine Minislerialentschlie
urg mi. na#, der während der Kriegsdauer
Auszein iKgen an Wehrmen. - niht
zur Verleil ang sn. Demzemaß fällt in
2
diesem Jahre die 1J aus. Zum Schlusse
dan.te der P#ommandaur für die all= VEi. ige treue
Mitarkbeit und füglee noch den Wunso an, daß
sich die noch ferne stehenden jüngeren Bürder
usw. der Wor bald anschliehen möchten. Mit
einem „Gut Heil!“ auf die im Felde sltehenden
Mitglieder schloß dann die 55. Hauptversammlung
der Freiwilligen Feuerwehr Rosenheim.
Lotalnawrichten.
Schwere Zelten bringen schwere Pflichten.
Dieses Wort trifft jetzt für uns Deutsche zu,
da es gilt, unser liebes Vaterland gegen eine
Welt von Feinden zu verteidigen. Dah nicht die
Waffen allein auf den Schlachtreldern die Cnischeidung
bringen, das wurd: uns schon oft in
Wort und Schrift Beis agt. Es gilt auch, auf anderem
Gebiete den Sieg zu erringen und unseren
Feinden zu zeigen, daß es ihnen nicht gelingt,
uns auszuhungern, weil das deutsche Bolk
in Einmüligleit starl und bereit ist, dem VBaterland
auch schwere Opfer zu bringen.
Daß wir dazu alle bereit sind, können wir jetzt
beweisen, durch größte Sparsamteit an Mehl
und Brot dazu beitragen, daß unsere Vorräle
bis zur nächsten Ernte reichen, damit wir durchhalten
können. Darum kann und darf es unser
Bestreben nicht sein, möglichst viel große Brotlarten
zu erlangen, sondern es muß unser Bestreben
sein, an den uns zugewiesenen Brotkarten
möglich#t viel freiwillig einzusparen.
Jede einzelne ersparte Brotmarte, die nicht
in Brot umgesetzt wird, erhöht unseren Bestand
für später. Gerade die besser situierten Kreise
sind jetzt in der Lage, durch Einsparung an Broimarken
ihre Vaterlandsliebe zu beweisen und
dazu beizutragen, daß die Vorräte gespart werden
und es ermöglicht wird, den schwerer arbeitenden
Klassen größere Brotlarten auch
später zulommen zu lassen.
Darum weg mit dem feinen Gebäck zum
Kaffee, begnügen wir uns mit einfacher Lebensweise.
Es wird viel Mehl eingespart. das dann
später nicht angewiesen werden muß, und die
Vorräte werden zuguniten der ärmeren Klassen
länger reichen. Nicht hungern Prauchen wir,
nur sparen!
em La5 Neuern nge:
von solch einschneidender
Wirkung nicht ohne S#ic aber auch nicht ohne
Aufregung vorubergeber. iit selb'lverständlich.
Aber die Zeit gleichl mani, a. :, und guter
Wille hilfr über manches hinweg.
Deutsche Mutter, denke an deinen Sohn,
deutsche Hausfrau, denke an deinen Mann und
ruder! Sie alle sind es, die durch ihre treue
Wacht und ihre Tapferkeit verhindert haben,
daß der Feind unsere Fluren vernichtet hat
und uns noch größere Entbehrungen, wenn nicht
Schlimmeres, auferlegt. Darum bringen wir
lleine Opfer der Sparsamkeit!
Deutsches Kind, denke an deinen Vater, der
bereit ist, sein Blut für dich zu opfern und der
für dich und uns große Entbehrungen auf sich
nimmt. Eisere ihm nach, bringe auch du ein
kleinee Opfer und opsere dem Vaterland im
Tage nur ein Brötchen, ein einziges, auf das
du im Tage verzichtest. Denke daran, wie viel
Tausende von Brötchen das von allen im Tage
geben würde und wie viel Mehl du dadurch
dem Vaterlande für spätere Zeiten sparen hilfst.
Nicht hungern sollst du, liebes Kind, nur
sparen mit dem Brot, und du trägst dann später.
wenn du älter bist, das Bewußtsein in dir:
Auch ich habe meinem Vaterlande als Kind
gedient. Spare in der Zeit, so hast du in der
Not. Auch dein liebes Mürterlein kannst du dadurch
unterstützen und ihr manche Sorge abnehmen,
wenn du genügsam bist.
Schreiber die ist überzeugt, daß diese Anregung,
in den Schulen mit flammenden Worten
den Kindern vo swernah auf fruchtlaren Boden
fallen würde. t Erwachsene wollen uber geloben,
durch großte Sparsamkeit das Vaterland
bu untersintzen, daß wir rufen können: Lieb
Vaterland magst ruhig sein!
Rosenheim, 29. März.
Tapfere Heldenzur See sind am Sonntagabend
in Rosenheim eingetroffen, Zeugen
des Gefechtes bei den Falklandsinseln, wo unsere
tapferen Auslandskrenzer gegen eine feindliche
Uebermacht ruhmreich unterlegen sind. Es
sind 15 wackere Seesoldaten, welche mit einem
Offizier des Lazarettschiffes „Sendlitz“ abends
9 Uhr hier eintrafen. Herr Fabrikant Winterboller
geleitete sie in das Hotel „Deutscher
Kaiser“, wo sie gasiliche Aufnahme fenden. Mit
lebhaftestem Interesse folgte man den Schilderungen
der Strapazen, die sie durchmachen
mußten, bis sie heimatlichen Boden erreichten.
Auf ihrem Hospitalschisf wohnten sie in der
Ferne der großen Sesschlacht an und wurden
durch Funksprüche immer wieder auf dem Laufenden
gehalten. Als das Admiralschiff sank, belamen
sie den Befehl, sich zurückzuziehen. Si
brachten sich in sudlicher Richtung in Sicherheit
und waren dann tagelang im Eise cingeschlossen.
Später fanden sie wieder den Weg
in die chilenischen Gewässer und wurden dort von
einem chilenischen Kriegsschiff aufgenommen. Es
gelarg ihnen, auf einem italienischen Dampfer
die Ueberah4. zu bewerkstelligen; Schweres ha#½t
ten sie auf der ganzen Fahrt, namentlich bei
der Kontrolle durch die Engländer in Gibraltar.,
durchzumachen. Durch mancherlei Tricks enlgingen
sie den englischen Häschern, bis sie in
Genna landen und über Oesterreich nach Deutschland
zurückkehren lonnten. Gar Vieles wuhten
sie von ihren Erlebnissen in Not und Gesahr
zu erzählen. Auf das Wichtigste werden
wir in einem weiteren Berichte noch zurückkommen.
Wir begrüßen die tapferen Helden auf
deutschem Boden. und begleiten sie mit unferen
besten Wünschen. Heute vormittags meldeten
sie sich beim Bezirkskommando, und so weit
wir erfahren konnten, soll die Weiterfahrt heute
Nachmittag noch bewerkstelligt werden. Alle sind
von der glühenden Begierde beseelt, den Kampf
gegen Deutschlands Feinde weiter erfolgreich
führen zu können.
Verbot der Versendung von OÖsterund
Pfingstkarten. In gleicher Weise wie
die Versendung von Neujahrs-Glückwunschlarten
wird den Angehörigen des Heeres auch die Verjendung
von Oster= und Pfingst-Glückwunsch
larten untersagt.
Herabsetzung der Mehlpreise. Amtlich
wird aus Berlin gemeldet: Der Ausfsichtsrat
der Kriegsgetreide-Gesellschaft beschloß, daß
vom Zeitpunkt der geregelten Verteilung der
Mehlbestände nach dem Verteilungeplan der
Reichsverteilungsstelle, d. h. ab 1. April 1915,
die Preise für das Mehl allgemein herabgesetzt
werden. Die Preise in den Hochstpreisbezirken
gelten nach dem Höchstpreisgesetz vom 4. März
1914 und nach der Bekanntmachung des Bundesrates
über die Höchstpreise vom 23. Ollober
1914, doch sind im ganzen nur zehn Preis.
bezirke gebildet. Der niedrigste Preis für Roggenmehl
stellt sich auf 35 l* einschließlich Sack
und Fracht, der böchste- Preis im zehnten Preisbezirk
auf 38 Mk. Die Preise für Weizenmehl
bewegen sich zwischen 40.75 und 43.75 Mk.
Der mittlere Preis für Roggenschrot wird ab
1. April 32.50 Mk. sein. Die Preise bedeuten
eEine erhebliche Herabsetzung gegenüber den letzen
Mehlpreisen im freien Handel.
Die Brotversorgung bei Ausslügen.
Nach den Verbrauchsvorschriften ist
der Vrotverbrauch der: Gast= und Schankwirtschaften,
Nestaurationen, Cafés und ähnlicher
Bekriebe auf ein Dri#iel des bisherigen festgesenzt.
Diese Betriebe werden daher selbst bei
dormalem Besuch den Brotdedars nur bei größlter
Sparsamkeit und nur in bescheidenem Umjang
befriedigen lönnen. Es ist aber völlig
ausgeschlossen, daß die im Ausflugsgebiet gelegenen
Wirtschaften bei der herannahenden gulen
Jahreszeit den Strom der Ausflügler mit
Brot versorgen können. Denselben wird daher
dringendst im eigenen Interesse geraten, sich
cei ihren Spaziergängen und Ausflügen, wenn
Einlehr beabsichtigt ist, das benötigte Brot von
zu Hause mitzunehmen.
Einen Kampf ums Brot gab es am
gestrigen So#nlag in den Wirtschaften. Die
Vrotiarten sind bereits seit einer Woche in Geltung,
und Einheimische können in den Wirtschaften
lein Grol mehr zu ihrem Essen erhallen.
Da viele, welche gestern in den Gasthäusern
ihre Mahlzeiten einnahmen, vergaßen. Brot
mitzubringen, gab es vielfach lange Gesichter
und auch unangenehme Auseinandersetzungen,
wenn der Wirt sich den Bestimmungen gemäß
weigerte, Brot zu verabreichen. Deshalb wird
uns nahegelegt, die Anfrage zu stellen, ob es
nicht angängig wäre, daß die Wirtschaften Brot
zu den Mahlzeiten verabreichen dürften, wenn
ger Gast die Brotkarte vorweist und eine Marke
dafür abgibt. Der Verbrauch würde dadurch
ja nicht erhöht, da die Marken pünkilich abgeliefert
würden. Viele Unannehmlichkeiten
lönnten dadurch den Wirten erspart bleiben.
Verbot von Osterbäckereien. Der
Magistrat von Augsburg hat die Herstellung
der üblichen Oslerbädereien verboten. Gleichzei-—
Sie
tig wurden die Bädcermeister angewiesen, das
Ausbacken derartiger, von Pivatpersonen hnen
überbrachter Bäckereien, unterlassen. Aehnliche
Maßnahmen sind ledenfalls auch in anderen
Orten zu erwarten
r Brpkerhöhung soll am 1.
27 in Kraft treten. Nach einem in der heu-
tigen Nummer des „Rosenheimer Anzelger“
verössentlichten Inserat des Vereins der Braucreien
des bayerischen Oberlandes soll sie zwei
Pfennig für den Liter belragen. Die las. tO
wirke= Innung von Rosenheim und andere Waall
vereinigungen haben belanntlich die Erhöhung
abgelehnt, so „daß man über die weilere Entwicklung
der Frage noch gespannt sein darf.
Feier der Karwoche. Am Gründonnerstag
und am Karfreitag dürfen in Wirtschaften
und sonstigen ösfenllichen Räumen, sowie
auf öffentlichen Straßen und Plätzen Musil-
und gesangliche Darbietungen, Theatervorstellungen
und Lichtspielvorführungen, sowie anderweilige
öffentliche Lustbarkeiten nicht veranstaltet
werden. Um Karsamstag von mittags
12 Uhr an sind solche Vorführungen wieder
gestattet. Am Karsams tag dürfen also die
Kinos usw. geöffnet sein.
Ein verschneiter Frühlings= Sonntag.
Stünden wir schon im April, könnte man
das Wetier der letzten Woche als ein Schulbeispiel
närrischer Aprilwetlerlaune bezeichnen.
Der letzte Sonntag, mit dem der Frühling seinen
Einzug Dielt, erfreute uns mi: einem wahren
atwetter. Am Donnerslagnachmittag ent.
ind sich ein Unwetter. Aus dem Lande wurden
mehrere Blinschläge gemeldet. Nach starker Abluhlung
und einem verregucten Wochenende
überraschte : is am Sonntag nochmals der
Schnee. Zu der Frühe fing cs heftig an zu
schneien und zu sudeln. Tagsüber war es empfindlich
frisch und abends folgte nochmals hesliger
Schneefall mit Regen. Ebenso war es
am Montagfrüh. In den Bergen sind große
Schneemassen niedergegangen. Elücklicherweise
ist die Vegetation noch sehr zurück, so daß der
Rückschlag schädliche Wirkungen kaum hinterlassen
wird.
Eine Falschmeldung. Münchener Blätter
brachten am Sonntag folgenden Bericht über
einen angeblichen Liebesgabendieb in Rosenheim:
„In letzter Zeit wurde haufig darüber
gellagt. daß von Nosenheim aus abgesandte
Liebesgabenpalete bei den Kriegern nicht angelommen
sind. Nun ist man zusällig einem
Aushilsspostboten in Rosenheim auf die Spur gelommen,
der eine ziemlich große Anzahl zur
Beförderung übergebener Liebesgabenpalete un-#erschlagen
und für sich verwendet hat.“ Dieser
Meldung gegenüber können wir fesistellen, daß
an amtlicher Stelle von einem derartigen Vergehen
nichts bekannt ist.
· · —
„Der Krietz und die Jr###“
betilelle sich ein Vortrag, den Frl. Helene
Sumper aus München auf Anregung des Vereine
für Fraueninteressenten am vergangenen
Samstag einer zahlreichen, gespannt lauschenden
Zuhörerschaft zu Gehör brachte. Die Dame,
eine allbekannte, bewährte Rednerin, schöpfte
aus dem reichen Schage des issens, den sie
auf dem Gebiete der Kriegsernährung in den
Velehrungslursen in Berlin und München gesammelt
hatle.
Ausgehend von den Gesichtspunkten, daß
unsere Lage ernst ist, wir aber doch durchlommen
können, wenn wir sparen, und daß die
Frauen den Hauptanteil an dem Erfolge haben,
machte sie den Anwesenden klar, wieviel werlvolle
Lebensmittel unserer Ernährung entzogen
werden nicht nur durch Verhinderung der Einsuhr,
sondern auch durch Verfütterung an das
Vieh und Verwendung in der Inoustrie. Sparjamleit
ist darum vor allem angezeigt durch
Vereinfachung und Beschränkung der Mahlzeiten,
durch richtigen Gebrauch der uns jetzt
zu Gebote stehenden Nahrungemiitel. Sparsam
sein heißt aber auch, alles bis aufs lleinste
ausnützen, nichts vergenden, was noch fur
Mensch oder Tier verwertet werden lunn. Einer
späteren vermehrten Knappheit der Nahrungsmitlel
muß durch Anschaffung von Dauerware
urch Pöleln, Einmachen, Trocknen vorgebeugt
werden.
Unsere Zeit verlangt von der Hausfrau
viel Einsicht. Umsicht und Fleitz. Sie muß die
Nahrung für die Familie richtig auswählen,
ausnützen und zusammenstellen. Sie soll
Einlauf nach dem allgemeinen Bedarf, nicht
nach dem Ungebot richten und nicht durch zu
große Nachfrage den Marktpreis hinaufdrücken.
Vor allem braucht aber die Frau Belehrung,
die sie sich durch Merkblätter, Zeitungen, in
Veratungsstellen und Kriegsiochkurfen holen
kann. Tren zur Seite stehen müsse ihr auch
in ihrer schwierigen Aufgabe der Mann, die
Kinder und Dienstboten.
Keiner darf sich über den Ernst der Lage
hinwegtäuschen oder von den Sparsamkeitsbestrebungen
ausschließen. Die 11 Millionen
Haushaltungen Deutschlands müssen wie eine
ununterbrochene Kette sein, die wir schützend
um das Vaterland legen, damit der Feind davon
ferngehalten wird. Und iwenm einst unsere
Krieger wieder kommen, müssen wir ihnen mit
einem Händedruck sagen können: auch wir haben
entbehrt, auch wir habeen gerungen und
euch zu Siegen verholfen.
Der starke Beifall und di anregende Diskussion,
die dem Vortrage E bewiesen, daß
die- rnhrungesrage der Gegenwart enore
de Würdigung findet. Essist nur zu wän
schem daß der Erkenntnis auch Aberail die Tat
folgen mochte.
*
—
Wel#rieg.
Die Kriegslage.
Tauroggen im #Etfurm genotamen.
1300 Mussen gesangen
WITB. Großes Hauptquartier, de
29. März, vormittags. Amtlich.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Der Tag verlief auf der ganzen Westfrom
verhältnismäßig ruhig. Nur im Argonnenwa#
und in Lothringen fanden lleinere, für um
erfolgreiche Gefechte statt.
Generaloberst von Kluck wurde bei der Be,
sichtigung der vordersten Slellungen seiner M,
mee durch einen Schrapnellschuß leicht ver,
wundet. Sein Befinden ist befriedigend.
Oesllicher Kriegsschauplatz.
Tauroggen wurde von unseren Truppen im
Sturm genommen. 300 Russen wurden gefangen.
An der Bahn Wirballen Kowno brach ein
russischer Angriff bei Pilwiozki unter schwerster
Verlusten zusammen. ·
In der Gegend Kranopol machten wir über
1000 Gefangene, darunter eine Esladron Ges
de-Ulanen mit Pferden, und erbeuteten fünf
Maschinengewehre.
Ein russischer Angriff nordwestlich von Zie.
chanom wurde abgewiesen.
Oberste Heeresleltung.
Deutsche Fliegertätigkeit.
Paris, 29. März. Ein deutsches Flugzeug
warf über Geradmer (Vogesen) 14 Bomben
ab. Ein Flugzeug überslog Dünlirchen um
warf sechs esin- ein anderes über Calaie
eine Bombe. Beide Male war kein Schaden
angerichtet. (.3.)
Französische Einberufungen.
Lyon, 29. Mänz. Blättermeldungen zusolge
wird dem Heeresausschuß der Deputiertenlammer
noch vor der Kammerdebatte über den
(desetzentwurf betreffend die Einberufung der
Jahresllasse von 1917 der Bericht über einen
Gegenantrag vorgelegt, vor der Jahreslklasse
von 1917 alle felddiensttauglichen Männer
Frankreichs einzuberufen. (3.)
Englische Truppentransporte.
Berlin, 29. März. In Portsmouth sind
50 000 Mann englisch Trup## angekommen,
die nach sranẽ en n uherscht werden.
sollen.
Der
E—l
„Prinz Eitel Friedrich“.
Amsterdam, 29. März. Der deutsche
Hilfskreuzer „Prin Eitel Jriedrich hat, wie
„Daily Mail“ meldet, am Freitag den Befehl
erhalten, um Mitzernackt den Hafen von New
portnews zu verlassen, da er sonst festgeholten
würde. Die amerikanische Regierung lehm
jede Bestäligung oder Dementierung dieser
Nachricht ab. (3.)
Die Zerstörungen in Polen.
Kopenhagen, 29. März. Es wird festgestellt,
daß drei Viertel von Polen vom Krieg
hletroffen sind. Teile von 10 Gouvernemen:s
von Polen sind verschont. 55000 Dörfer sind
zerschossen. Der Schaden in auf über eine
Milliarde Rubel geschätzt.
Die -r
Budapest, 29. März. Aus Ungwar wird
gedrahtet: Vorige Nacht erneuerlen die Russen
ihre Angrisse, die aber blutig zurüclgeschlagen
wurden. Nördlich Uszok, wo wir die Russen zu
einem günstigeren Punkt haben vordringen las
sen, erreichte der Gegner unverhofft Draktwiderstände
und verborgene Maschinengewehre.
cwischen den Drahtverhauen liegen hunderte
gesallener Russen. Zahlreiche Nichtoerwundete
fielen in unsere Hände. Gegen den Uszokerpab
und in den Duklaer Vertiefungen sind die feindlichen
Angriffe besonders lebhaft. es
sten tobt die Schlacht von Bagigrod b%9 Uszol
Die Russen erneuern in den Dullaer Vertiessen
gen ihre Angriffe fortwährend, werden aber
von unseren Truppen blutig zurückgeschlagen.
Wien, 28. März. Der Kriegsberi berane
des „Morgen“ meldet aus dem Krie geprr. equattier:
Die schweren Kluese. am uszlsokerhaß
dauern fort, ohne daß bteher eine Ver
derung in der Gesamtlage eingetreten wäre. Am
Dukla-Abschnitt ist die kritische Phase Überwunden.
Die Russen versuchten durchzubrechen, wurden
aber blutig zurüdgeschlagen. Die Russen
benutzen eine Kampspause, um ihre gelichteken
Reihen zu ergänzen. Eine Entscheidung fiel noch
nicht. (3.)
Nach der Dardanellenschlacht.
Mailan d, 29. Die Pafs-## des
aus Bombay in Neupord, eingetroslen sida,
ser#„Aegypten“, der Malta ang laaen hat,
berichten: 0 pauer aen # —
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