des Sklavereigebietes sehr thatkräftig eingetreten, aber der Ansicht
war, dass die neuen, oben bereits genannten, von Mexiko
zu erwerbenden Territorien durch Vereinigte-Staaten-Gesetze der
Sklaverei nicht eröffnet werden dürften. In dem hinsichtlich dieser
Territorien mit Mexiko abzuschliessenden Friedensvertrage wurden
2,000,000 Dollars als Entschädigungssumme für jenes beansprucht,
und Wıumor beantragte nun, die betreffende Bill zwar anzunehmen,
daran aber die ausdrückliche Bedingung zu knüpfen, dass die
Sklaverei in dem gesammten Territorium für immer zu verbieten
sei. Das Wırmor-Proviso wurde schliesslich nicht angenommen,
dagegen im Jahre 1850 eine Anzahl von Gesetzen passirt — es
waren deren fünf — welche, in engem Zusammenhange mit einander
stehend, die letzte Periode der Sklavenfrage durch das
in ihnen zum Ausdruck gelangte Kompromiss zwischen beiden
Parteien einleiteten. In diesen Gesetzen wurde zunächst bestimmt,
dass das gleichzeitig organisirte Territorium Neumexiko
seiner Zeit mit oder ohne Sklaverei, wie es seine Verfassung bestimmen
würde, als Staat aufgenommen werden und in allen
Rechtsstreitigkeiten, in denen es sich um das Recht des Eigenthums
an Sklaven handle, ohne Rücksicht auf den Werth des
sonstigen Objektes die Berufung des Oberbundesgerichts gestattet
sein solle; ein drittes Gesetz war — wie v. Hoıst es nach dem
Vorgange Karp’s nennt — das Sklavenjagdgesetz (fugitive slave
law), dessen Vollstreckung einer nach Bedürfniss festzusetzenden
Zahl von Kommissionären, welche von den Circuitcourts der Vereinigten
Staaten und den Superior Courts der Einzelstaaten zu
ernennen waren, vorbehalten wurde. Diese Beamten wurden ermächtigt,
wie ein Gerichtshof über alle Klagen auf Auslieferung
flüchtiger Sklaven zu erkennen; als Beweismittel, welches genügte,
um daraufhin einen entlaufenen Sklaven seinem angeblichen Eigenthümer
oder dessen Agenten zu überliefern, sollten zwei Zeugenaussagen
über die Flucht dieses Sklaven und eine eidliche Erklärung
über die Identität der betreffenden Person genügen.
Schliesslich wurde in das Kompromiss noch ein Gesetz aufgenommen,
welches den Sklavenhandel im Distrikt von Columbia
verbot. An dieses durch die fraglichen Gesetze geschaffene Kompromiss,
das, wie v. HoLST sehr richtig andeutet, unter beschönigender
Form die weitgehendsten Forderungen der Sklavenhalter
befriedigte und namentlich in dem Sklavenjagdgesetze die