Feldtruppen — Feldzeichen.
Aufbau und Abbruch der flüchtigen Linien
und im Dienst auf den mobilen Stationen,
und haben sie deshalbeine Bau= und eine
Betriebskolonne. In einigen Ländern
(Rußland, Italien, England)bestehen auch
im Frieden Telegraphentruppen.
Feldtruppen sind, im Gegensatz zu
den Ersatz-, Besatzungs= 2c. Truppen, im
Krieg die Feldarmee, im Frieden auch
diejenigen Truppen, die zur ersten Bildung
der Feldarmee bestimmt sind, also
meistens die des stehenden Heers.
Feldverpflegung, die Verpflegung der
im Feld stehenden Truppen mit Lebensmitteln;
sie kann erfolgen: 1) in einer den
Friedensverhältnissen ähnlichen Weise
durch Quartierverpflegung, für welche
sowohl in Freundes= wie Feindesland,
ier in der Regel durch Ausstellung von
ons (Empfangspescheinigun en), nach
dem Friedensschluß sbotlschrchen Entschädigung
geleistet wird; 2) durch Vermittelung
der Armeeverwaltung, meistens
als Magazinverpflegung, wobei die
Auschaffung der Verpflegungsgegenstände
durch die betreffenden Verwaltungsbehörden
von sogen. Armeelieferanten (s. d.)
erfolgt; 8 durch Selbstbeschaffung der
Truppen auf Requisition (s. d.). Letteres
Verfahren wird bei den in Feindesland
im Vormarsch begriffenen Truppen
der Vorhut die Regel sein.
Feldvikariat, in Osterreich die oberste
Behörde der kathol. Militärgeistlichkeit.
Feldwachen, f. Sicherungsdienst.
Feldwachtmeister, früher gebräuchlicher
Titel für den Major der Karallerie,
wie noch der jetzt bei der Anrede gebränchliche
(nichtdienstliche) Oberstwachtmeister=
für die Majore aller Wafssen.
Feldwebel, als Rangstufe die Klasse
von Unteroffizieren, welche das Offizierseitengewehr
mit Offizierportepee trägt;
bei der Kavallerie und reitenden Artillerie
heißen sie Wachtmeister. Die BenennungF.=
war bereits bei den Landsknechten
üblich, selbst seine Dienstobliegenheiten
entsprachen im ganzen den beutigen:
Überwachung der innern Ordnung der
Kompanie 2c., die Ausführung des ganzen
Listen= und Rechnungswesens wie
aller schriftlichen Arbeiten; Kommandie-117
rung des Dienstes, Bekanntmachung der
Befehle, Autsstelung der Kompanie 2c. —
Zu Vicefeldwebeln (Vicewachtmeistern)
werden besonders zuverlässige
und im praktischen Dienste tüchtige Sergeanten
befördert, welche die Befähigung
ur Vertretung eines Hfftiers besitzen;
ftr sind also vorzugsweise in allen Zweigen
des äußern, der F. in denen des innern
Dienstes thätig. Nach vorwurfsfreier
15jähriger Dienstzeit können Unteroffiziere
zu überzähligen Vicefeldwebeln
(-Wachtmeistern), Zeugsergeanten
zu Vicezeugfeldwebeln ernannt
werden. Reserveoffizier-Aspiranten werden
nach Darlegung ihrrr Qualifikation
zum Osfizier auch zu Vicefeldwebeln ernannt.
— In der österreichischen Armee
besteht eine ähnliche Dienstteilung zwischen
dem Rechnungsfeldwebel und dem
F. der Kompanie.
Feldwebelleutnant, durch Kabinettsordre
vom 15. Nov. 1877 zur Besetzung
der Sekondeleutnautsstellen bei den Ersatztruppen,
den Landwehr-Fußartilleriebataillonen,
Depoteskadrons und Landsturmformationen
geschaffene Charge, zu
welcher besonders diensterfahrene und
sonst qualifizierte Unteroffiziere des Beurlaubtenstands
befördert werden. Sie
tragen die Acchselstücke des Sekondeleutnants
neben den Unteroffiziertressen, aber
keine Schärpe, haben Sekondeleutnantsrang,
rangieren aber siets hinter diesen.
Feldwerk, ein Erdwerk der Feldbefestizu
im Gegensatz zu Pestungswers,
eil einer permanenten Befestigung.
Feldzeichen sind im engern Sinn die
Fahnen und Standarten, im weitern
inn Unterscheidungszeichen der Armeen
verschiedener Staaten, wie Kokarden,
Feldbinden, Schärpen (s. d.). —
Die Agypter, Assyrer, Perser, Hebräer
des Altertums führten schon F., die
meist in Tierbildern (bei den Persern ein
Adler) bestanden, die auf Stangen oder
Lanzen getragen wurden. Die Griechen
scheinen in älterer Zeit ein Waffeustück
auf hoher Stange, später eine Art Fahne
mit Tierbildern als F. geführt zu haben.
Auch bei den Römern dienten in früherer
Zeit Tierbilder als F., neben welchen jede