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lin 1883) und O. L,eisner: Über die Bedeutung der Hausaufgaben
(Pädagogium 7, 316).!)
Hören, wir- nun einige der neueren Reformvorschläge
auf diesem (Gebiete. Oberlehrer Dr. Dannenberg-Seesen
schreibt in einer beachtenswerten Arbeit „Zur Überbürdüngofrage“
(Pädagog. Archiv, 46. Jahrg., Heft 3, Braun-Schweig
1904, Vieweg u. Sohn) folgendes: „Der Druck, der
auf unseren Schülern lastet, und der ihre Überlastung und
Überanstrengung bewirkt, rührt zum weitaus überwiegenden
Teile von den Ansprüchen her, die von der Schule an den
häuslichen Fleiß gestellt werden. Die häusliche Arbeit der
Schüler ist ihrer ganzen Natur nach mit so viel Schwierigkeiten
und Unzuträglichkeiten, Nachteilen und Schäden verknüpft,
daß sie als das Grundübel bezeichnet werden muß,
welches eine Quelle von Leiden nicht nur für die Schüler,
sondern auch für die Eltern und Lehrer ist. Die Schüler
schädigt sie körperlich, geistig und moralisch; den Eltern
bürdet sie die Last und Verantwortung der Kontrolle auf,
die sie meist gar nicht oder nur mit schweren Opfern an
Zeit oder Geld tragen können; den Lehrern ist die mangelhafte
Ausführung der Schularbeiten die Hauptquelle alles
Ärgers, Verdrusses und Mißerfolges.“*) „Angestrengt, wenn
nicht erschöpft, von der Arbeit der Schule, betritt der Schüler
nachmittags nach kurzer Pause sein Arbeitszimmer. Mit
Unlust, wenn nicht mit Widerwillen, setzt er sich allein, nur
auf sich selbst angewiesen, an den Arbeitstisch, ohne im
Voraus zu wissen, wieviel Zeit die Arbeit beanspruchen wird,
wann er endlich frei und sorgenlos auf den Spielplatz eilen,
sich heramtummeln oder sich sonst nach seinen Neigungen
beschäftigen kann. Er beginnt mit den schriftlichen Aufgaben,
deren Sorgfalt und Sauberkeit ungünstig beeinflußt
wird durch die im Hintergrunde noch der Erledigung harrenden
mündlichen, besonders die Memorierarbeiten. Dann hat
der müde Geist eine mathematische Aufgabe zu lösen, die
1) Hermann Schiller; Handbuch der praktischen Pädagogik. 4. Auflage,
S. 45.
9) Dannenberg: Zur ' Überbürdungefrage. Päd. Archiv 1904. Bd. 46,
S. 362.