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noch sündhaftere Weise als Mittel für ihren Despotismus mißbrauchten.
Wenn Bischof Hefele die Kirche entschuldigt hat, die
Greuel der spanischen Inquisition könuten ihr nicht zur Last
fallen, weil sie vom Despotismus der Könige ausgingen, so hat
er recht, doch hätte sich die Kirche zum dienstwilligen Mittel für
solche Missethaten niemals hergeben sollen. Die deutschen Habsburger
in Wien ließen sich von denen in Spanien viel zu sehr
beeinflußen und obgleich sie klug genug waren, keine eigentliche
Inquisition auf deutschem Boden einzuführen, weil sie das allzusehr
würde verhaßt gemacht haben, ließen sie es doch an unbarmherziger
Verfolgung ihrer protestantischen Unterthanen in
Oesterreich, Böhmen und Ungarn nicht fehlen und ahmten den
Monarchen in Spanien und Frankreich insofern nach, als auch
sie alle Freiheit in ihrem Bereich unterdrückten, in den Postulaten-Landtagen
der einzelnen Kronländer auch nur ein parlamentarisches
Schattenspiel fortspielen ließen und ausschließlich Adel
und Bischöfe begünstigten und in die Sphäre ihres Hofes zogen.
Dies fiel ihnen um so leichter, als der freisinnige und großentheils
der Reformation zugeneigte kleine Landadel in der Ferdinandeischen
Verfolgungszeit ausgerottet worden war und ihre
confiscirten Güter zu großen Latifundien jener Günstlinge zusammengeschmolzen
wurden, die den Habsburgern als Generale
und Schergen der Gewalt am eifrigsten gedient hatten. Das
waren zum guten Theil Italiener, Spanier, Slaven und sonstige
Fremde, die jesuitische Bande, welcher Wallenstein zum Opfer
gefallen ist.
Die Jesuiten in Oesterreich standen mit denen in Spanien
und Frankreich in immerwährender enger Verbindung und bildeten
das Schleppseil, an welchem die Politik der österreichischen
Habsburger von den spanischen nachgezogen wurde. Hof und
Adel in Wien nahmen ganz die Formen des Hofes in Madrid
und der spanischen Granden an. Desgleichen die geistlichen