Full text : Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1905. (71)

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jahr,  6.  Familienstand,  7.  Glaubensbekenntnis,  8.  Staatsangehörigkeit,
9.  Hauptberuf  und  Stellung  im  Hauptberuf,  10.  ob  im  aktiven  Dienste  des
deutschen  Heeres  oder  der  deutschen  Marine  stehend,  1  1.  besondere  Fragen  für
die  reichsangehörigen  landsturmpflichtigen  Männer  im  Alter  von  39  bis  45
Jahren,  deren  militärische  Ausbildung  betreffend;
b)  für  die  aus  ihrer  Haushaltung  vorübergehend  abwesenden  Personen:

1.  Vor=  und  Familienname,  2.  Verwandtschaft  oder  sonstige  Stellung  zum
Haushaltungsvorstand,  3.  Geburtsjahr,  41.  Familienstand,  5.  Grund  der  Abwesenheit,
  6.  Hauptberuf  und  Stellung  im  Hauptberuf

5.  Die  Eintragung  in  die  Haushaltungsliste  hat  für  jede  Haushaltung  durch  den
Haushaltungsvorstand,  die  Eintragung  in  die  Anstaltsliste  durch  die  Besitzer,  Vorsteher,
Verwalter  oder  durch  geeignete  Vertreter  zu  geschehen.

6.  Zu  diesem  Zweck  ist  an  jede  Haushaltung  sowie  an  jede  einzeln  lebende  Person,
die  eine  besondere  Wohnung  inne  hat  und  eine  eigene  Hauswirtschaft  führt,  eine  Haus—
haltungsliste,  an  jeden  Gast-  und  Herbergswirt  und  an  jeden  Besitzer,  Vorsteher  oder  Ver—
walter  einer  Anstalt  usw.  eine  Anstaltsliste  zu  verabfolgen.  In  die  Anstaltsliste  sind  die
Gäste  in  Gasthäusern  und  Herbergen  und  die  Insassen  der  Anstalten  einzutragen.  Einer
Anstalt  gleichzuachten  und  daher  mit  Anstaltslisten  zu  versehen  sind  auch  diejenigen  An—
gestellten  von  Anstalten  oder  gewerblichen  Betrieben,  die  daselbst  wohnen,  ohne  eigene  Haus—
wirtschaft  zu  führen  und  ohne  zur  Haushaltung  des  Besitzers  oder  Verwalters  zu  gehören.

Für  größere  Anstalten  werden  den  Anstaltslisten  besondere  Einlagebogen  beigegeben.
Gast-  und  Herbergswirte  und  Vorsteher  von  Pensionaten  erhalten  auf  Wunsch  noch  be—
sondere  Zählkarten,  die  den  Gästen  zur  Ausfüllung  vorgelegt  und  als  Unterlage  zur  Auf—
stellung  der  Anstaltsliste  benutzt  werden  können.

7.  Gäste  auf  Besuch,  Untermieter,  Schlafgänger  und  einquartierte  Soldaten  sind  von
den  Haushaltungsvorständen,  bei  denen  sie  auf  Besuch  sind,  in  Untermiete  oder  Schlafstelle
wohnen  oder  in  Quartier  liegen,  in  deren  Haushaltungslisten  mit  einzutragen.  Angestellte,
Dienstboten  und  Gewerbsgehilfen,  die  bei  ihren  Herrschaften  und  Arbeitgebern  wohnen,
werden  in  deren  Haushaltungslisten  mit  eingetragen.  Wohnen  aber  die  Angestellten,  Dienstboten
  oder  Gewerbsgehilfen  nicht  bei  ihren  Herrschaften  oder  Arbeitgebern,  so  sind  sie,
wenn  sie  eine  eigene  Haushaltung  besitzen,  mit  besonderen  Haushaltungslisten  zu  versehen;
besitzen  sie  keine  eigene  Haushaltung,  so  sind  sie,  wenn  sie  bei  einer  anderen  Haushaltung
wohnen,  bei  dieser  zu  zählen,  wenn  sie  aber  in  Räumen  wohnen,  die  ihrem  Arbeitgeber
gehören,  in  besondere  Anstaltslisten  einzutragen.

8.  Die  Eintragung  der  Anwesenden  erfolgt  in  das  Verzeichnis  auf  den  Innenseiten
der  Haushaltungsliste  oder  Anstaltsliste,  erforderlichenfalls  in  die  Einlagebogen  der  letzteren;