Volltext : Rosenheimer Anzeiger. 61. Jahrngang (61)

Aummer  201

 

se
München.  15.  Dez.  Der  Schlachtviehmarkt
am  Dienstag,  den  14.  Dezmber  hatte  ein  Geamtangekot.
  von  4256  Schlachttieren  und
(war:  132  Ochsen,  195  Bullen,  829  Kühe,
502  Jungrinder,  1807  Kälber,  785  Schweinc.
280  Schafe  und  26  Lämmer,  sowie  Spanferkel.
Der  Grohviehmarkt  hatte  um  rund  120  Stück
schwächere  Zufuhr  als  am  Dienetag  der  vorigen
  che.  Handel  ziemlich  lebhaft,  weil  zu
Aussuhrzwecken  sowie  auch  von  Konserven-Fa-Isiken
  erhebliche  Einkäufe  gemacht  wurden.
Preise  ziemlich  unverändert,  Tendenz  jedoch
eher  steigend.  In  der  Hauptsache  galten  der
Jentner  Lebenbgewicht:  Ochsen  55-  79  Ml
ullen  48.—-66  Mk.,  Kühe,  sowie  Kalbinnen
35—72  Mk.  und  Jungpieh  32—47  Mk.  Der
Kälbermarkt  war  um  rund  170  Stücke  schwächer
leschict  als  am  vorigen  Dienstag.  Bei  schon
zu  Beginn  des  Markles  lebhaft  einsetzender
Kauflust  mußten  durchwegs  um  4  Mk.  per
Zentner  höhere  Preise  angelegt  werden.  In
der  Hauptsache  galten  lebende  Tiere  56—70
Mark,  geschlachtete  65  80  Mk.  der  Zentner.
Der  Schweinemarkt  war  um  rund  220  Stücke
schwächer  beschickt  als  am  vorigen  Dienstag.
Bei  ziemlich  lebhafter  Kauflust  wurde  fast  durchwegs
  S  den  festgesetzten  Höchstpreisen  verlauft.
Schafmarlt  hatte  mähzige  Mittelzufuhr.
Bei  chesiweri  Geschäftegang  wurde  zu
unweränderten  Preisen  gehandelt,  es  galten  geschlachtete
  Tiere  71.  92  Ml.  der  Zentner.

Kiegshumoec.

Die  Gefangenen  auf  dem  Land.  Die
Ernte  war  glücklich  hereingebracht.  Kriegsgefangene
  aller  feindlichen  Nationen  hatten  dabei
helfen  müssen.  Die  Huberbäuerin,  gefragt,  wie
sie  mit  diesen  JZwangsarbeitern  ausgekommen
sei,  erwiderte:  „Woaßt,  Hias,  die  Russen  ham
mir  d’  Hand  g'lüßt,  die  Franzosen  ham  mi
Madam  g’hoaßen,  aba  von  an  Engländer  hab
i  mi  net  beleidigen  laff'n!“

 

 

Wetterbericht  für  Freitag,  den  17.  Dezember:
Wärmer,  meist  trüb,  stellenweise  Niederschläge.

 

Der  Minters-h  ·  vlan  1018  /  18

Hosenheimer  Ung##iger

Ssctsk,  7.  Dc##n  1213

Reiepheim—Kufstein  und  Auric

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

hat  seit  dem  1.  Dezember  auf  den  Strecken  "3  —.
Rosenheim-München,  Rosenheim-Salzburg  uns  FHPlP  P  Steotionen  .  Ps  P;PS
Rosenheim-Kufstein  mancherlei  Aenderungen  er-  600  853  1128  282  704  921  ab  Rosenheim  an  "  1210  aͤn  624  722  84
sahren.  Die  neuen  Zeitangaben  sind  alle  in611  902.  1141  253  716  822  Raubling  730  1155  1  614  742  —
nebenstehendem  Abdruck  berücksichtigt.  Wir  bit.21,  910  1154  303  722  941  Brannenburg  727  11°0  323  00  4  1411  —
ten  unsere  Abonnenten,  diesen  Ausschnitt  auß,  626  917  1201  309  724  921  Ficchbach  716  1140  314  558  740  —
die  entsprechenden  Strecken  auf  dem  zum  1.|  632  226  1215  321  724  1035  beraudorf  704  112  304,  545.7121
Olktober  erschienenen  Wandfahrplan  des  „Ro-]  648  934  1225  330  743  1014  Kieserefelden  .  "65211909«-3)5A.7LZ!
senheimer  Anzeiger“  aufzulleben  1  654  94111232  r———  an  Kufstein  .  .  .  mab  644..  1112  245  530  729  742
Rosenheim—Grasing—-Mün  nchen  und  zurück
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700  —  204  —  —  612  —  1041  aaur::  .  701  —  108  —  524  —  f22
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Rosenheim—Salzburg  und  zurück.
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Küchen-Mörser#.

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samt  Stössel

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Keralinorser!

die  Marmer-  Industrie  Klefer  A.-H.

In  Kiefersfelden  Oberbayern.

 

geleilt  wie  folgt:

—

.  die  Vorstandögeschäfte,

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keiten,  der  Sicherung  des

IV,  2  und  V,  1,
die  Konkurssachen,

 

Naturrein-  bekömmlich-  vorzüglich
Lonis  Hochnetter'“s  busge  und  cibere.

In  ½  und!

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ra  roh,

G.  S  K.ermann,  Drog.,

Jos.  Alschl,

Originalflaschen  31  haben  bei

L.  Nachter

 

kauft  jedes  Quantum  und  zu  böchsten  Preisen.

Jehana  Wols,  Spiriluofen-Fabeil.

arle  Reuscher,  Dl,
A.  Halnritzi,  Britit.,

——
Grüne  viertel  Kränterlikör=  Flaschen

die  Forstrügesachen,

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die  Registersachen;

8190  Strassachen;

 

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Gerichtsbarleit.

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440t  1.N

Geschäftsverteilung.

Für  das  Jahr  1916  werden  die  beim  Amtzsgerichte  Rosm.
heim  anfallenden  Geschäfte  den  bei  ihm  angestellten  Richtern  zu-I.

  bem  K.  Amtgerichtsdirektor  Zeis:

die  streitige  bürgerliche  Rechtspflege  nach  den  Anfangsbuchstaben
  der  Namen  der  Beklagten  A—C  einschließlich
dee  gesamten  Mahnverfahrens,  sämtlicher  Mietsstreitig-Beweises,
  wenn  ein  Gegner
nicht  bezeichnet  ist,  (§  494  Z.  P.  O.),  sowie  des  Aufgebotsverfahrens,
  vorbehaltlich  der  Bestimmungen  unter

die  Personenstandssachen  und

II.  von  ##.  Oberamtsricher  Hahn:

1.  die  Angelegenheilen  der  freiwilligen  Gerichtsbarkeit,  soweit
  nicht  unter  Ziffer  1,  5  und  6,  IV.  1  und  V,  2  andere
bestimmt  ist  und  die  Gebührensachen,

2.  die  Tätigkeit  desd  Zugendrichters;

III.  bem  K.  Amts#ichter  Dr.  HAübel:
die  Strassachen,  soweit  nicht  unter  Ziffer  I,  4  und  II,  2
anders  Bestimmung  getroffen  ist,  und  die  Rechtehilfe  in

IV.  bem  #.  Amtsrichter  Freiherrn  von  Leonrob:

1.  das  Grundbuchwesen  und  die  damit  zusammenhängenden

Angelegenheiten  der  freiwilligen  Gerichtebarkeit,
Zwangsversteigerungs=  und  Zwangsverwaltungs-V.
  dem  K.  Umtsrichter  Miller:

1.  die  streitige  bürgerliche  Rechtspflege  nach  den  Anfangs--buchstaben
  der  Beklagten  H—3  einschließlich  aller  Entmündungssachen
  und  der  Rechtshilfe  in  Zivilsachen,  jedoch
  ausschliehlich  des  Mahnversahrens,  der  Mietsstreitigkeilen,
  der  Fälle  des  §  494  3.  P.  O.  und  des  Aufgebotsverfahrens,
  sowie  vorbehaltlich  der  Bestimmung  un-.

  die  Rechtshilse  in  den  Angelegenhellen  der  freiwilligen

Die  Besorgung  des  Hinterlegungswesens  für  den  Bezirk  des
Amtsgerichts  Rosenheim  ist  der  K.  Bank  übertragen.

Als  ordentliche  Sitzungstage  sind  bestimmt:
in  ZSivilsachen:  Montag,  Donnerstag  und  Samstag;
in  Strafsachen:  der  Dienstag  jeder  Woche  und,  wenn  auf

diesen  Tag  ein  Feiertag  källt,  der  darausfolgende  Freitag
  und  außerdem  der  dritte  Freitag  in  jedem  Monat;
in  Forstrügesachen:  der  letzte  Mittwoch  jedes  Monats.

Am  Montag  jeder  Woche  wird  das  Verzeichnis  der  in  ber
vorausgegangenen  Woche  verkündeten  und  unterschriebenen  Zivilurtcile
  in  der  Gerichteschreiberei  ausgehängt.

Roseuheim,  am  19.  November  1915.

Der  Vorfland  des  K.  Amtsgerich#:
%n  Lezr  Bis,.  S.  Amtsgerichtsdirektar.##

wird  bestimmt,  daß  am
Fellsmeren  umd  SEpxeisen,  die  ganz  oder  teilweise  aus  Fleisch  bewerden

  dürfen.

K.  Staatsministerium  des  Innern.

Bekanntmachung

über  die  Einschränkung  det  Fleisch-  und  Fettverbrauchs.
Mit  Rücksicht  auf  die  Weihnachts=  und  Neujahrsfeiertage
24.  und  31.  ODezember  1915  Fleisch,

usnahmweise  gewerbsmäßig  an  Verbraucher  verabsolgt

Mänchen,  den  13.  Dezember  1915.
Dr.  Freiherr  von  Soden-Graunhofen.

 

190

 

Bekanntmachung.

Betreff:  Verkehr  mit  Stroh  und  Häcksel.

Nach  §  15  der  B.  B.  vom  3.  November  1915  ausgesetzten
Betreffs,  veröffentlicht  in  den  Amtsblättern  unterm  13.  November
  1915,  kann  der  Reichskanzler  Auenahmen  zulassen  und  andere
  Preise  festsetzen,  insbesondere  für  den  Kleinhandel  mit  Stroh
und  Häcksel.

Eine  solche  Ausnahme  ist  bewilligt  für  den  Kleinverkauf  von
Strohl  von  den  §§  2  6,  9  und  für  den  Kleinverkauf  von  Häcksel
von  §  10  B.B.  vom  8.  November  1915,  also  auch  hintichtlich
der  Grenz=  und  Hochstpreise.

Als  Kleinverkauf  gilt  der  Absatz  an  Verbraucher  in  Mengen
  von  nicht  mehr  als  täglich  15  Doppelzentner  unter  der  Voraussetzung,
  daß  zur  Beförderung  des  Strohes  oder  Häckfels  bis
zum  Aerbrauchsort  die  Eisenbahn  oder  der  Wasserweg  nicht  benutzt
  wird.

**s  Tichkanz  er  hat  weiter  die  Höchst=  und  Grenzpreise

§  5,9  BB.)  für  Stroh  erhöht  für  1000  Kilo

um  je  15  Mark  für  Stroh,  das  im  Dezember  1915

um  je  10  Mark  für  Stroh,  das  im  Januar  1916

um  je  5  Mark  für  Sth,  das  im  Februar  1916
geliefert  wird.

Ferner  wurde  der  Höchstpreis  für  Häcksel  (§  10  B.  B.  hum

5  Mark  für  1000  Kilo  erhöht.

Dieser  Höchstpreis  erhöht  sich

um  15  Mark  für  Häcksel,  der  im  Dezember  1915

um  10  Mark  für  Häcksel,  der  im  Januar  1916

um  5  Mark  für  Häcksel,  der  im  Februar  1916
geliefert  wird.

 

Rosenheim,  den  11.  Dezember  1915.  7538.
Stadtmagistrat.
Weihnachts-  Ceschenke

 

empfleble
Franz  Konrad
vorm.  J.  M.  Baur

Rosenheim

lInnswasse  16.  1508
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