392 VI. Zuständigkeitsgesetz.
mit folgenden Maßgaben zur Anwendung. Die in § 49
Absatz 3 dem Kreis= oder Stadtausschusse, in der Beschwerdeinstanz
dem Bezirksausschusse übertragene Aufsicht
über Wassergenossenschaften wird fortan vom Landrath
als Vorsitzenden des Kreisausschusses, in Stadtkreisen
von der Ortspolizeibehörde, in der Beschwerdeinstanz
vom Regierungspräsidenten geführt. In den
Fällen der §§ 51, 53, 71 behält es bei der Zuständigkeit
des Kreis= oder Stadtausschusses sein Bewenden.
An die Stelle des zweiten Absatzes des § 50 tritt folgende
Bestimmung: „Gegen die Verfügung oder Feststellung
des Landraths oder der Ortspolizeibehörde steht
der Genossenschaft innerhalb zwei Wochen die Klage bei
dem Bezirksausschusse, gegen die Verfügung oder Feststellung
des Regierungspräsidenten die Klage bei dem
Oberverwaltungsgerichte zu.“ In Betreff der Rechtsmittel
gegen die Androhung, Festsetzung und Ausführung
des Zwangsmittels in den Fällen des § 54
finden die Bestimmungen der §§ 132 ff. des Gesetzes
über die allgemeine Landesverwaltung vom 30. Juli
1883 Anwendung. Bei dem Verfahren zur Begründung
öffentlicher Wassergenofsenschaften tritt, sofern das Genossenschaftsgebiet
die Grenzen eines Regierungsbezirks
nicht überschreitet, in den Fällen der §§ 73, 75, 76, 77,
93 und 94 der Regierungspräsident an die Stelle des
Oberpräsidenten, und im Falle des § 72 Ziffer 2 der
Landrath, in Stadtkreisen der Gemeindevorstand an die
Stelle der Regierung. Die Befugniß zur Uebertragung
der Leitung des Verfahrens an eine Auseinandersetzungs-