Metadata : Bismarck´s Glaube.

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hier  betont  sein,  daß  niemand  von  einer  vereinzelten  Betrachtung
  augenblicklicher  Sumptome  entfernter  war  als
Bismarck,  eben  durch  seinen  umfassenden  Geschichtssinn.
A#n  dem  amerikanischen  Historiker  Bancroft  rühmt  er  diesen
einmal  gegen  seinen  Sreund  Motley  12):  „Er  vertritt  praktisch
  denselben  großen  Entwickelungsprozeß,  in  welchem
Moses,  die  christliche  Offenbarung,  die  Reformation  als
Etappen  erscheinen,  und  dem  gegenüber  die  käsarische
Gewalt  der  alten  und  der  modernen  zeit,  die  klerikale
nnd  dunastische  Kusbeutung  der  Dölker,  jeden  Hemmschuh
anlegt,  auch  den,  einen  ehrlichen  und  idealen  Gesandten
wie  Bancroft  zu  verleumden.“  So  sah  er  nun  auch  in
dem  Unfehlbarkeitsdgoma  nur  die  Fortsetzung  des  „ur—
alten  Machtstreits,  der  so  alt  ist,  wie  das  Menschengeschlecht,
viel  älter  als  die  Erscheinung  unsers  Erlösers  in  der  Welt“;
ein  Dorspiel  davon  sieht  er  in  H8gamemnon  und  Kalchas  ½).
„Das  Dapsttum  ist  eine  politische  Macht  jederzeit  gewesen,
die  mit  der  größten  Entschiedenheit  und  dem  größten  Erfolge
  in  die  Derhältnisse  dieser  Welt  eingegriffen  hat,
die  diese  Ereignisse  erstrebt  und  zu  ihrem  Programm  gemacht
  hat  ..  Das  ziel  ist  die  Unterwerfung  der  weltlichen
  Gewalt  unter  die  geistliche,  ein  eminent  politischer
zweck,  ein  Streben,  welches  ebenso  alt  ist  wie  die  Menschheit;
  denn  so  lange  hat  es  auch,  sei  es  kluge  Leute,  sei  es
wirklich  Priester  gegeben,  die  die  Behauptung  ausstellten,
daß  ihnen  der  Wille  Gottes  genauer  bekannt  sei,  als  ihren
Mitmenschen,  und  daß  sie  auf  Grund  dieser  Behauptung
das  Recht  hätten,  ihre  Mitmenschen  zu  beherrschen

Am  26.  Mai  1869  schreibt  Bismarck  an  Ernim#):