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4. Und drinmen kniet ein stilles Kind,
Das scheint den Grund zu jäten;
Nun pflückt sie eine Lilie lind
Und wandelt längs den Beeten.
5. Am Horizonte HDirten, die
Im Heidekraut sich strecken
Und mit des Aves Melodie
Cräumende Lüfte wecken.
6. Und von der Tenne ab und an
Schallt es wie Hammerschläge,
Der Hobel rauscht, es fällt der Span,
Und langsam knarrt die Säge.
7. Da hebt der Abendstern gemach
Sich aus den Föhrenzweigen,
Und grade ob der Hütte Dach
Scheint er sich mild zu neigen.
8. Es ist ein Bild, wie still und heiß
Es alte Meister hegten,
Uunstvolle Ulönche, und mit Fleiß
Es auf den Goldgrund legten:
9. Der Simmermann — die Hirten gleich
Mit ihrem frommen TLiede,
Die Jungfrau mit dem Lilienzweig
Und rings der Gottesfriede,
10. Des Sternes wunderlich Geleucht
Aus zarten Wolkenstoren —
Ist etwa hier im Stall vielleicht
Christkindlein heut’ geboren?
30. Jur Erntezeit. bon Johannes Frolan.
Es“ glänzt das Korn wie mattes Gold; auf schlanken
halmen wiegen die fiühren sich und schwanken
2. Und neigen sich hernleder schwer und müde:
Hoch liegt auf weitem Feld tlefstiller Friede.
3. Da ruft die erste Sense; aus der Weite
fintwortet ihr mit scharfem klang die zweite.