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solche Contraste von Hochherzigkeit und ihrem Gegentheil zu verewigen
nicht verfehlen.
Es ist eine merkwürdige Verblendung, in welcher sich noch
immer einige deutsche Fürsten befinden, indem sie meinen, das
Volk sey blos ihretwegen da, der liebe Gott habe die große
deutsche Nation nur geschaffen, damit ein paar Dutzend Fürstenfamilien
sie beliebig zerreißen und jede ihre Portion maltraitiren
dürfe, wie sie wolle. Große Nationen haben ganz andere Bestimmungen,
und der Ehre, einer solchen Nation anzugehören,
zeigt sich nur derjenige Fürst würdig, der die Größe, Einheit
und höhere Bestimmung der Nation anerkennt und ihr in diesem
Sinne dient, der sich nicht einbildet, er habe blos Rechte anzusprechen
und keine Pflicht zu erfüllen. Stets wird eine große
Nation die Familien ehren, die treu zu ihr halten, im Kriege
ihre Gefahr theilen, im Frieden ihren Wohlstand fördern. Aber
früher oder später wird sie wie eine Krankheit alle die schlechten
Fürsten von sich ausstoßen, die das große deutsche Vaterland
an's Ausland zu verrathen, die Einheit der Nation zu hindern
und die Freiheit im Innern zu unterdrücken stets bereit waren.
Beiläufig noch eine kleine Frage: warum der depossedirte
König Georg von Hannover nach Hietzing gezogen ist! In
Nicolais berühmter Reise durch Deutschland III. S. 96. lesen
wir von dem Dorfe Hietzing bei Wien: „Als bei der ersten
türkischen Belagerung von Wien 1529 die Feinde allhier ihr
Lager hatten und die Kirche ausplünderten, stieg ein Türke auf
den Altar, um dem hölzernen Marienbilde die Krone abzunehmen.
Das Bild aber rief ihm auf gut österreichisch zu: Hütts eng,
d. h. Hütet euch! Der Türke erschrak dermaßen darüber, daß er
nicht allein die Krone nicht raubte, sondern auch den christlichen
Glauben annahm und ein Märtyrer wurde. Es ist sonderbar
genug, daß die Jungfrau Maria österreichisch sprach und daß
der Türke das Oesterreichische verstand. Doch dem sey, wie ihm