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Gemeindebezirke Sydow a und Sydow b zu einer Landgemeinde Sydow vereinigt worden. Ferner ist der Varbelower
Wald und das Vorwerk Marienhütte dem Stadtbezirk Pollnow einverleibt worden.
An Zuschlägen zur Einkommensteuer für Gemeindezwecke erheben unter 100 5% = keine Gemeinde, 100—
150 % — 31, 151—200 % = 59, über 201— 300 % = 35 Gemeinden.
XIII. Kreiskommunalkasse.
Die Rechnung der Kreiskommunalkasse für das Rechnungsjahr 1913 ist vom Kreistag entlastet worden. Der
Abschluß ist gleichwie im Vorjahre ein günstiger. Als Überschuß konnte dem Ausgleichssonds die Summe von 60 198,44 4%
zugeführt werden, so daß dieser heute auf rd. 150 000 (46 angewachsen ist. Der große Überschuß ist in der Hauptsache
auf die hohen Ergebnisse der Kreisumsatzsteuer mit 104 400 (K zurückzuführen. Die Kreishundesteuer hat 19 818 A, die
Schanksteuer 4150 A, die Zuwachssteuer (Kreisanteil 22 936,36 HA0) eingebracht.
Die Schulden des Kreises betragen 3 630 839,81 6, darunter für Grundstücke 70 821,41 4 Verkehrsanlagen
2710 018,40 %, für Beteiligung an der Stolper Überlandzentrale 850 000 A, das Vermögen beläuft sich auf 1952 621,36 ¼%
neben dem Anteil an der Kreisbahn.
Die Kommunalkasse ist regelmäßig monatlich einmal ordentlich, außerdem durch den Kreisausschuß einmal außerordentlich
geprüft worden.
XIV. Kreissparkasse.
Am Jahresschluß 1913 war ein Einlagebestand von 112174471 4∆% vorhanden, der sich auf 9901 Bücher verteilte.
Der Reservefonds beträgt 487978 A. Angelegt sind in Hypotheken 6 864 812 (46, in Papieren 2700 263 .
Außer einer Revision durch den Sparkassenverband ist die Kasse regelmäßig monatlich und einmal außerordentlich
geprüft worden. Die Rechnung für 1912 ist entlastet.
XV. Kreisverwaltung.
An der Spitze des Kreises steht Landrat von Scheliha, dem zu seiner Unterstützung der Regierungs-Assessor
von Baumbach überwiesen ist.
In der Zusammensetzung des Kreisausschusses und des Kreistages ist keine Anderung eingetreten.
Im Laufe des Geschäftsjahres hat der Kreisausschuß 12 Sitzungen abgehalten und in ihnen 18 Verwaltungsstreitsachen
und 1454 Beschlußfachen erledigt.
Der Kreistag ist dreimal zusammenberufen worden und hat 27 Vorlagen beraten und erledigt. Die wichtigsten
betrasen: Feststellung der Satzung für die Allgemeine Ortskrankenkasse und die Landkrankenkasse für den Kreis Schlawe.
Festlegung des Steilufers bei Jershöft, Altersversorgung der Straßenwärter und Beschaffung eines Kreisautos.
Schlawe, im Mai 1914.
Der Kreisausschuß.
Schriftleitung: Königliches Landratsamt in Schlawe. — Druck von H. Moldenhauer & Sohn in Schlawe.