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meine Fran, wir sind singende Vögel auf grünen Zweigen,
wenn wir uns an das Bett des Greises setzen können.
irgendeine Sorge auf unserm
Liegt
Herzen, dann tragen wir sie
zu dem lieben alten Vater, und dieser nimmt sie mit in sein
Gebet. Ich sage dir, es lebt noch ein Bruder von mir in der
Ferne; der hat sich schon oft dazu erboten, den alten Vater
zu sich zu nehmen. Aber wir
daß Gott ihn rufe.“
63. Es raucht ein Herd.
taucht eln Herd nach Osten zu,
Das lHeimchen singt im stillen
aus,
Dort ging ein’ schöne stlle Frau
Iin alten Jahren eln und aus.
Kein Gettier kam den Weg entlang,
kr zog denn kort mit Fruß und Dank.
2. Die Diele war so weiß gefegt,
flus dlesen blanken Fenstern sah
sch einst das erste Stückchen Welt.
Da lag ich lang auf Mutters Tuch
Und sprach mit meinem Gilderbuch.
3. Und wenn's im Hause Mittag
ç. Sschlug
Und rasselnd flel das Uhrgewicht,
Nach unserm Vater sahn wir aus
Und wichen nicht und wankten
nicht;
lassen ihn nicht, es sei denn,
Von Karl Gusse.
Mir ist, ich hing die ganze Zeit
Wie eine Klett’ an ihrem Kleid. —
4. lch welß nicht, ob der Herd
noch raurkht
Und noch am lierd das Heimchen
Angt,
Ob heut’ noch jeder Gettler gern
Wie sonst an unser Fürlein klinkt.
So gastlich war der Tisch bestellt.
Uur Sonntags mein’ sch dann und
wann,
lch träf so alles wieder an.
5. Die Ulutter stände vor der
üt,
Die Augen schattend mit der Hand,
Wie wenn ich von der Kelse käm,
Und alles hätt den alten Stand.
sch hör' das Zirpen durch den
Kaum —
Seid still, es ist mein Sonntagstraum!
64. Der Brief aus der Heimat.
Von
Annette von Droste-Hülshoff.
Sie saß am Fensterrand im Morgenlicht
Und starrte in das aufgeschlagne Buch,
Die Zeilen zählte sie und wußt' es nicht,
Ach, weithin, weithin der Gedanken Flug!