1250. 28. Juli.
1251. 3. März.
1260. Jant.
222
nahme gibt es kein Beispiel; nie führt ein Erzbi
schof den Titel eines seiner Suffraganen zur Zeit
einer dortigen Sedisvacanz. Mit den Worten „et
episcopum natangie“ ist also ein Anderer gemeint,
und zwar nothwendig der in der Urk. vom
10. Januar 1219 erscheinende Mensicus epi#scopus
Fa##ntensis. Daß ibhn Mistwin (wohl auch jene
Urk.) ep. nacongie neunt, kann nicht sehr besremden,
da er, was die Namen der zu seiner Diöcese
gehörigen Landschaften angeht, im Jahre 1250,
wo noch keine Aussonderung des eigentlichen bischöflichen
Gebictes geschehen war, mit ebensoviel Grund
sich von Natangen, als von Ermland benennen konnte.
Die Worte „et patrem nostrum“ bezeichnen endlich
auch nicht den Erzbischof, sondern den Herzog
Swantopolk, Mistwin's Vater, mit welchem den
Streeit zu verhandeln Albert eben vom Papste beaustragt
war.
Wir solgten Voigt III. 18, als wir blos Wilhelm
von Sabina den Aussteller dieser Urkunde nannten.
Später sahen wir die Urk. selbst im Gch. A.
Die Urk. Anselms (wir konnten sie des Raumes wedgen
nicht aufnehmen) ist am besten abgedruckt in
Beckmann, De primo episcopo Warmise. Eine
noch ältere, die Origin alcopie ist im Frauenburger
Kapitelsarchiv litt. L. u. 14, in welcher der, auch
bei Beckmann fehlende, Zusatz steht: „Frater de
Ordine Domus Sce Marie Theutonicorum in
Pruscia.“