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romanischen Elements zu verspüren. In Lothringen sind gerade in
den letzten Jahren eine Reihe keltischer Denkmäler gefunden worden,
sie beweisen, daß keltisches Wesen nach der Besitzergreifung des
Landes durch die Römer keineswegs so schnell verschwunden ist,
wie man früher annahm. Die keltische Eigenart hat sich hier—
zulande bis in das 4. Jahrhundert als sehr lebendig und tätig
erwiesen. Die übertriebenen Vorstellungen von der früheren Aus—
dehnung des deutschen Sprachgebietes nach Westen mußte schon
längst auf ein bescheidenes Maß zurückgeführt werden.
Bei aller Verschiedenheit der Besiedelungsergebnisse wird man
nun doch mit Recht behaupten dürfen, daß in diesen Grenzlanden
für die germanischen Stämme das Morgenrot einer verheißungs—
vollen, kulturreichen Zukunft anbrach. Gewiß, sie sollten ihm nicht
blindlings entgegengehen und nicht ohne Anstrengung und Opfer
diesem Ziele zustreben. Es gelang ihnen erst, als sie sich der
besonnenen Führung weitausschauender Geister anvertrauten und von
diesen, man denke an Chlodwig, immer wieder auf das Einigende,
das Erreichbare und endlich auf das Christentum hingewiesen wurden.
Bald sollte einem hohen kirchlichen W
zürdenträger, bald einem her—
vorragenden weltlichen Herrn diese segensreiche Rolle zufallen, bald
war es einem Sohne Germaniens, bald einem Träger gallo-römischer
Eleganz und Kultur beschieden, hier wegweisend voranzugehen.
Aus dieser, für die europäische Kultur so anregenden Berührung
und Durchdringung germanischer Kraft mit keltisch romanischem
Geiste gingen eine Reihe von Fürstengeschlechtern hervor, die dann
im 7. Jahrhundert durch ein neues, großes, vielfach romanisiertes
Herrscherhaus, das karolingische, abgelöst wurden. Diesem fiel das
schöne Los zu, auf lange hinaus in Europa und nicht zum geringsten
Teile von Austrasien aus einigend, versöhnend und kulturbringend
zu wirken.
Vor Meh hatte damals Diedenhofen den Vorzug, ein Lieblingsaufenthalt
der Karolingerfürsten zu sein. Hier hat bekanntlich Karl
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