Metadata : Eperimentelle und kritische Beiträge zur Neubearbeitung der Vereinbarungen. I. Band. (1)

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lösung  in  5-  bis  10%,iger  Kochsalzlösung  bei  72°—74°  C.  koaguliere.e.  Rubner
  zeigte,  daß  in  dem  Filtrat  der  Kochsalzfällung  gekochter  Milch  das  gelöste
hitzekoagulable  Eiweiß  fehle,  und  gründete  darauf  eine  Methode  zum  Nachweis  gekochter
  Milch,  die  auch  von  Droop-Richmond  und  Boseley  für  empfehlenswert
gehalten  wird  (vergl.  auch  die  Untersuchung  von  Bernstein).  Auch  Middelton
und  Raudnitz  bestätigen,  daß  das  Filtrat  der  Kochsalzfällung  frei  sei  von  hitzekoagulablem
  Eiweiß,  wenn  die  Milch  gekocht  war.  Solomin  hingegen  und  später
Sebelien  zeigen,  daß  ein  Teil  des  Albumins  der  Hitzefällung  beim  Kochen  zu  entgehen
  scheine.  Solomin  stellt  fest,  daß  bis  55°  keine  Fällung  eintrete,  daß  noch
nach  Erwärmung  auf  100°  nicht  die  von  Hoppe-Seyler  als  der  normale  Gehalt  der
Kuhmilch  festgestellte  Albuminmenge  im  Niederschlag  gefunden  werde,  daß  bei  130°
bis  140°  jedoch  sämtliche  Eiweißstoffe  einschließlich  des  Fettes  und  des  an  Kalk  gebundenen
  Phosphors  gefällt  würden.  Sebelien  gibt  die  gleiche  Temperatur  für  die  Hitzekoagulation
  des  Kaseins  an.  Für  weitere  Veränderungen  gibt  er  folgende  Tabelle:

Frische  Milch  Nach  Erwärmen  wälırend
ı/,t  auf  100°  10’  auf  120°

Gesamtstickstoft  .  2  2  2  2  2  20.  0,49  0,44  0,50
N  der  Alaunfällung  .  .  en  0,38  0,44  0,45
N  der  Gerbsäurefällung  .  .  .  .  oo  0,11  0,04  0,05

Nach  ihm  wird  das  Globulin  bei  73°,  das  Albumin  bei  80°  vollständig  gefällt,
wenn  reine  Lösungen  vorliegen.  Lefman  und  Beam  geben  in  ihrem  Buche  über

Nahrungsmittelanalyse  folgende  interessante  Tabelle  nach  einer  Untersuchung  von
Stewart.

Lösliches  Albumin  in  Erwärmungszeit  Lösliches  Albumin  in
frischer  Milch  erhitzter  Milch
0,423  10°  60°  0,418
0,435  30‘  60°  0,427
0,395  10°  65°  0,362
0,395  30°  65°  0,333
0,422  10°  70°  0,269
0,421  30°  70°  0,253
0,380  10°  75°  0,07
0,380  30°  75°  0,05
0,375  10°  80°  0
0,375  30’  80°  0

Nach  dieser  würde  die  Albuminfällung  nach  Erwärmung  auf  75°—80°  vollständig
  sein.  König  nimmt  nach  Wroblewsky,  Steiner,  Babcock  und  Solomin
einen  Beginn  der  Albuminkoagulation  bei  60°  an.  Nach  Steiner  gerinnen  beim  Erhitzen
  zwischen  70°—80°  nur  50°,  Albumin.  Willoughby  drückt  sich  folgendermaßen
  aus:  70°:  the  albumin  undergoes  a  change;  it  is  not  precipitated,  but  is
converted  into  a  form,  that  is  precipitated  by  acids,  magnesiumsulphate  and  other
reagents,  that  coagulate  casein.