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Der bayerifhe ©eneral der Kavallerie Jean de Wörth,
weldyer ald der Altefte General bid zur definitiven Befeßung
der durh Mercey’s unerfeglihen Berluft erledigten Felbınar-(halsmwuürde
den interimiftifchen Oberbefehl über die Faiferlichbayerifhhe
Armee übernahm, hatte fi nad der Allerheimer
Shlaht nad Donamvörtl; gezogen. Auf diefen Marfche
führte er die Trophäen ded Tages, nämlid den gefangenen
Marfhall Grammont, 3 Kanonen und 70 Fahnen, foiwie
den Leichnam Mercy’s mit fih. In Donamvorth angelangt,
Ihidte er den Marfhall Grammont und den Leicdynam des
bayerifchhen Dberfeldherrn nad Ingolftadbt, wofelbft erfterer
in fidyere Haft, leßterer in der Etadtpfarrfirdhe zu St. Morit
beigefegt wurde.
Der große Kurfürft Marimilian I. von Bayern hatte
unterdeffen dem jid} bei Donauwörth zu neuem SKampyfe
rüftenden Heere einen neuen Dberbefehldhaber in der Perfon
des Grafen von Gleen, welcher deshalb gegen den Marfdhall
Grammont audgewechfelt wurde, gegeben, obgleidh der General
der Gavallerie Jean de Wörth nad) dem Dienftrange ber
ältefte General war. ein zwar tapferes, aber zu ungeftümed
Benehmen in der Allerheimer Scladht hatte gezeigt, daß
ihm“ die igenfdiaften eines Oberfeldherrn mangelten. Der
Seldherrnftab in den Händen eineds Mannes, wie er, war
ein zweifchneidiged Echwert, welches eben fo leidht in einem
gemagten Ilnternehmen den glänzenbften Eieg davon tragen,
als den bayerifhen Staat bid tief ind Leben hinein verwunz
den Fonnte. Fehlte ed body auch dem, vom gemeinen Neiter
aufgedienten Krieger an jener feinen tactifhen Ausbildung,
weldhe in einer Kette von yerfönliden Gefahren nidt zu
erringen fand und der “Berfon des zweiten Yeldherrn in
Deutichland nidyt mangeln durfte *).
Nahidem fo Marimilian ale Mittel aufgeboten hatte,
fein eigned Heer auf eine refpectable Stärke zu erheben, bat
er zugleih den Katfer um Unterftügung, welde ihm aud)
*) Darthold, „Iohann von Werth‘ 165.
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