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sichtslos sich an der
Die noch llaffenden Gegenlätze zwischen den
senhei
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Sernsprechert Verlag und Redakllon Nr. 72, Inleraten-Ableilung Nr. 233.
—
bar der Enkscheidung in Presl-Cilowst.
Man schreibt uns aus Verlin:
lann keinem Zweifel unterliegen, daß wir
liinsichtlich der Verbandlungen von Brest-Li
lowok vor einer wichtigen, solgenschweren Enticridung
stehen. Noch ist i# zur Stunde garnicht
sicher, ob Trotzli und die russische Delegation
zur Wiederaufnahme der Verhandlunnen
erschrinen, aber auch wenn das der Fall
sein sollte, so besteht wiederum kein Zweifel
darüber, daß es mit den seitherigen Verhand.
lungemethoden nicht mehr weiter gehen kann.
T; erscheint in diesem Augenblick angebracht.
lochmals unseren, den deutschen Standpunkt
*1 den Dingen in Brest-Litowek zu umshreiben.
Die Gesahrdung der Friedensverhandlungen
i nicht dur die Verbündeten, sondern
durch Trotzt und seinen Anhang herbeigeführt
uorden. Junäckst i#t es die ganz klar liegende
Taktik der Verschlepp ung. die aus dem ganzin
Gang der Verhandlungen hervorgeht. Man
gewinnt immer mehr den Eindruck, daß Troczli
ucht so von einem ehrlichen Verhandlungswillen
geleitet ist, sondern absichtlich
darauf hinarbeitet, durch Hinz'ehung der Ver—
llandlungen gewisse aufrührerische Wirkungen bei
uns seloͤst großzuziehen. Er hat es ja klar
ausgesrrochen, daß er mit der Regierung der
, Kapitalisten und Junser“ nicht verhandeln
öme, sondern hoffe, alsbald mit einer „Regierung
Liebknechts“ das Schicksal der Bölker
zu beraten. Die Bolschewisten haben aber die
Berhindlungen nicht nur zeitlich verschleppt. in
dem sie ihre völlerbeglückenden theoretisehen
Dellamationen von sich haben, sondern sie haben
ein geradezu beispiellesee binterhälliges
Verfahren in der Methode der Bekämpfung ihrer
Partner eingeschlagen. Die Art u. Weise,
wie sie gegen uns h.zgen, wie sie inobesondere
eine revolutionäre Propaganda' an der Front
letreiben, wie sie namentlich auch in revolutionärem
Sinne auf unsere Kriegogesangenen einzuwirken
suchen, läßt deutlich erkennen, wie
die nrit allen Mitteln ihre Ideen durchsetzen wollen.
Weiter aber hat das Verhalten der Bolsc,euisten
gezeigt, daß bei ihnen zwischen
Theorie und Praxis aa sebr starler Unterschicd
herrscht. Ihre Theorien UUnd gründlich
Lügen gestraft durch 8 tatsächliches Verhallen
in ihrem eigenen Lande. Ihre Regierung
i# aufgebant auf dem brut alen Willen, rückacht
zu hallen
Vertretern Rußlands und denen der Mittelmächte
liegen zunächst einmal in der Frage der
Räumung der besetzten Gebiete. Wer stehen
auf dem Standpunki, und wir müssen ihn unter
allen Umsiänden beibehalten, dah bei einem
russischen Frievensscht, see unsere # Lage eine ganz
andere als die der Russen ül. Für die Nuslen
wmäre der Krieg damit beendiat, für und
aber mürden sich dann erst die entscheidenden
Kämpfe, dlejenigen, wesche den ganzen Krieg
und seinen Ausgang bestimmen, auszufechten
Laben. Die Russen wären aller Kriegenot los
und ledig; wir bingegen hätten gerade jetzt
die Entschedung über unsere Eristenz he rbeizu-=sühren.
Ein weiterer Streitpunkt ist dle Frage
ver Abstimmung in den besetzten Gebeeten über
die zulünstige Staarssorm. Wir können darauf
verweisen, daß der Staateselretär von Kühlmann
im Hauptausschusse des Reichstags sich
dahin geäußert hat, daß Deutschland bereit sein
nürde, schon jetzt die Abstimmung auf einer
lrreiteren Grundlage stattsinden zu lassen. Das
ült ein ganz bedeutendes Entgegenkommen ge-Egen
den früber eingenommenen Standpuntt,
ihre Erfüllung ist natürlich an die Vorauesetbn
des Friedensschlusses mit Rußland gefnapst.
Aber in diesem Augenblick schon und
bicht erst nach Beendigung des ganzen Krieges
wä Deutsckzand bereit, diese breitere Bais
zu erstellen.
Kalh.: Pelrus Nol.
Amtlüches
S— m Anjeigenseil kostet 16 Vin. die Peltizeile Im Nam##e 1.
####h#e von Anzeigen, Reklamen und Beilagen exfolckt
#####i## ###r#. A--G., Nosenbelm, München, ###enp### Berl, Dr##a ##### #
#### ber ###ngen-Annab# 12 Uhr mila
## S —1
Tronk's Wahres Gesücht:
Kein Sonderfrieden
Teilnahme der Rumänen an den S
— elirepolunon!
Der finnische Senat durch die Rote Garde gestürzt. — 1926 To.
im Mittelmeer versenkt. — Schwere Kämpfe auf der Hochfläche von
Asiago —Erfolgreiche Luftangriffe auf England u.die franz. Nordklfte
Den Volschewisten ##nd damit alle ihre Einmände
genommen. werden jeöl durch die
Tat zu erwmeisen haben, ob sie wirllch vben Frie
den wollen, oder ob sie immer noch der Loff.
nung leben, einerseit? auf un sere Truppen zermürbend
einwerken, andcrerseits ihre jehigen eigenen
chnotischen Zuslände auf unsere Front
in der Heimat wie vor dem Feinde überiragen
zu können. Wir haben es mehrsach an dieser
Stelle bereite zum Ausdruck gedricht und
wir glauben, daß die Dinge schon allein änmililärischem
Interesse diese Entwicklung nehmen
müssen daß jetzt den russischen Verschleppungemanövern
nicht mehr lange tatenios zugeschaut
werden kann. Wir müssen uns die Frage
vorlegen, ob wir die kussische Taktik auf die
Dauer ertragen wollen und können. Es kann
kein Zweifel darüber bestehen, wie die Antwort
ausfallen muß. Demgemäß ergibt sich auch,
was wir den Russen nunmehr in Vrest-Litowsk
zu sagen haben!
Die Streilbewegung
ist in ein ernites Stadium getreten. Hatte zu
Beginn des Ausstandes die oite sezlalbemakra:
tische Partei erklärt, daß sie sic ols neutral
belrackte und an dem von den Unabbängigen
angezettelien Putsch keinen Ante'l habe, so hat
Sie
sie sich der Bewegung offiziell angeschlossen
mit der Begründung, daß es sich um eine Folitijche
Angelegenheit handle. Das hat die ganze
Beumegung auf eine breitere Basis gestellt. Der
Ernst der Lage ist unverkennbar.
Zum Gegenflano selbst liegen folgende Vekl
dungen vor:
Zunahme der -
in Verlin.
Berlin. 29. 1. Die Streilbewegung hat
in Berlen erbeblich zugenommen. Nach der
Schätzung des „Berl. Tagebl.“ slanden heute
Lgachmittag 400000 Arbeiter im Ausstand.
Der Arbeiterrat der Streikenden. der
aus 500 Arbeitern bestehl, hat einen Altionsausschuß
von 10 Mann und 1 Arbeiterin ge
wählt, abee die Abgeordneten Haase, Lede
bour, Dittmann und von der alten Partei
Scheidemann, Ebert und Vraun. Dieser Ak
tionsausschuß beschloß. mit dem Staatosekreär
Wallraf in Verbindung zu treten, um die #luf
helung des Versammlungsverbotes zu erreichen.
Staatesekrelär Wallraf lehnte es indessen
ab, mit den Arbeitern 3u verlandeln, da ce
zu unabsehbaren Konsequenzen führen lönnte.
Er fülrie aus, daß er Böchltene die Reiche
tagvabgeordneten zur Besprichung empsangen
würde, in leinem Falle aber Arbeiter.
Die Generaltommission der Gewerklschaften bielt
leute vormittag eine Aueschußsitzung ab, in
der die Neutralität der Gewerkschaften
beschlossen wurde, da nach Ansicht der Generallommissson
die Streikbemegung eine rein
volitische Angelegenheil ist.
5 Frankfurt, 29. 1. Die — Franlfurter
Jeitung“ meldet aus Solingen: Die Flugblatt= l
verteilung der unabhängigen Sozialde mokra
ten führte zu mehreren Verhaslungen.
Die Arbeiterschaft im Solinger Industriebezirk
ist ruhig. Arbeitseinstellungen sind nach der
Ansicht der Gewerkschaftsführer nicht zu erwat.
ten.
! Aus Dortmunde: Teilausslände im hiesigen
Industriebezirk sind zu melden von den Ze-Der
bayer. Mininer des
beiterschaft
chen *- I und lI“, und
„Aiklorie
Aus ¾ urnberg: In
Belrieben fanden teilweise Arbe eitscinstellungen
ilatl; größtenteils sind die Streik nenden jugenoliche
Albeiter und Arbeiterinnen. Die Auelländigen
wollen hrute die Arbeit nieder aufnehmen.
Grösere Truppe zogen durch die Strasen
mit Plalaten mit der Aufschrift: „Friede“;
die Ruhe wurde jedoch nicht geitört.
München macht nicht mit.
*Müncken, 30. 1. In München l#t der
Versuch, einen Streik herbeizuführen, mißlungen.
In der Schwabinger Brauerci fand
Montag ebend eine bewegte Versammlung ven
Aririlern bei- Kiupp und Maffei slatt, in der
Abg. Franz Schmidt veraulaßt werde, zur PVolilik
zu frrechen. Ein Sekretär des hriiil chen
Metallarbeiterverbande: ermahnte zur Ruhe.
Es murde ein Flugblatt verteilt. das am
Schluß die Frage tut: „Und Ibr-Ein
Appell Hindenkurgs.
* Berlin, 20. 1. An die streikenden Arbeiter
wendet sich ein durch Anschlag und in den
Strat#enbahnwagen verbreitetes Flugblatt,
„Gneisenau“
einer A# Zahl von
nosenheimer Tagblakt
Donnerstag, 31. Jannar 1918 #### Brrailius
in dem Generalseldmarschall v. Hindenb urg
ertlärt, daß jede noch so unbedeutende Arbeits- O
einstellung eine unverantmortliche Schwäche unserer
Verteidigungskraft und eine ungühnbare
Schuld am Heere, insbesondere an dem Mann
im Schützengraben, bedeutet
JInnern
über die Streilbewe gung.
* München, 20. 1. In der heutigen Abend-[Lung
der Abgeordnetenkammer ergriff der
Minister des Junern Dr. v. Brektreich die
Wort, um über die gegenwärtige Streirbewe
gung zu sprechen. Er er.lärt,, daß die bayeriscke
Regierung diese Bewegung tief bedauere,
ihr jedoch ruh'lg und festen Auges entgegen:
sehe, aber allen Ausschreitungen aufs
Entschiedenste entgegentreten wer-.
de. Das sei die Negierung unserem Heere, dem
gesamten Volle und auch der gesamten Ar
schuldig. Die deutsche Regierung
sei stets Mann genng gerersen, Wünschen der
Arbeilerschaft auch auf andete Art als auf
dem Wege eines derartigen gemeingejährlichen
Treibens entgegenzusommen, wie es jieht enge
wendet werde.
derartigen Mitteln zu greisen. In Vayern habe
sich die Vewegung bisher auf Nurnberg und
Fürth beschränkt. Das Ministerium des Innern
und das Kriegoministerium hätte sofert alle
Anordnungen zur Aufrechterhaltung der Ordnung
und zum Schute der Arbeitswilligen getroffen.
Er habe die Hoffnung, daß die beteiligten
Keckse der Arbeiterschaft sich ihrer
Pflicht und gegen die vor dem F.incc stehenden
Brüder bewut feien.
Die Friedeusverhandlunger.
Ankunft der unterh ändler
n Sreur Litowsl
* Brest- ensn Im
gestrigen Tages sind in Basta
Laufe des
Liousk einge
“
p#nq, bei der besonder?
aleichmaßigen Zuteilung von
Es beslehe wirllich kein Anlaß, zu d'e
IUunr
# * beweisen.
64. Jahrgang
troffent: nachenittag der österr. ung. Minlster
des Aeußern Graf Crernin mit
rigen Mitgliedern der österrung. Del
*
abend: der Staatesekre: är v. Kühlmann un
der baner. Staalemin sler und chem. Minillerlräsident
Gras Rodewilsé muit Beglelung.
serner Grohr##ir TalaatPascha, der Miniter
des Teußern Nessimi Bey, der Boischafter
Heln Pascha mit einigen anderen türkischen
Herren. enblich Teile der bulsarüchen Deetion
mi Oberst Canischem an der Spihe.
Heute vorm. gegen halb 12 Uhr iit auch der
Nollsefonmisser Troyki in Bteit Litowst
angelangt. Auf tussisches Eruuchen wurde die
für heule anberaumt gewesene Sitzung der politisden
Kommistion auf morgen veriant.
Verlin, 20. 1. Nach einer Mitteilung der
in B vessoion. ek verbliebenen Vertreier der 2 *
wer Jentral— Rada soll die ukrainische Delegatièon
geslern aus Kewabgetfahr en sein.
Teilnahme der rumänischen Regierung
den Friedensverbhaudlungen?
s Verlin, 29. 1. Der „Lokalan Kider“ erfährt.
daß zwischen dem Kiemer Generalsekrelariat
und der rumänischen Regierung Verkandlungen
eingeleitet wuarden, die eine gemeinsame
Bekämofunz der Volschewiel und die
Teilnalme der rumänischen Regierung
an den Friedeueverhiandlungen
zum Zwecke haben.
die Antwork an die Milkelmächke.
Peratung der Entente
Stact:
Paris. 20. 1. Der ital.
an
manner in Par
Min
vernn SZonnina. der ital. Vremiern
rlando und der engl. Vremiermini'te
Sloyd Gerrge sird ker ##neomen.Mit
ilnen nimmt auch der frarz, Mininer des
Aeußern an den leute urd morgen stalisinden-
den Besrrechungen 5n i den Cheĩs der
Regierungen JIra# rei S. Cnlands und Italiens
teil. Der Kri iegsta; der Verbündeten
tagt wahrscheinlich Donner#t#3s
Er weiß von nickte.
* Wasleington. 25. 1. (Rauter. Stazt
selretär Lansing drude sein: Ueberra’schmn, 1
zu der Meldung aus. dan ein ·“ milar der Ne-
de des Grasen Czernin an den Prasf denten Wil.
son befördert worden sei. noch ehe ie In Dener#=reich
geh##lten wurde. Lansing erharie. n solches
Eremtlr nilhehal: en ## haben, weder
vor der Veröffe##ichung. noch sein dem.
die Nöle der Enleule
r'
Die Vrotlarie in Frankreich.
Paric. 20. 1. (Azente Habas Karan:er.
dad, der Erörterrna in den Interpellanionen
über die Vrolkarte und die L Hens enitelde#
dem S#m der
30 Gramm auf
u führie der Mi-N
an
den Kom#i Kritik geübrt warde
für Lebensmillelversorgung aus: Die
Einschränkungen sind notwendig. inielge der
ungenügenden Tonnage, die zur Verfügung
ĩtel.t. Es in besier, filll einzt sehränken, ehe die
Vorräte erschöpit find. Der Munster erinnerte
daran. daß die Vrolraticn von 300 Gramm
meit höher sei al. die in allen anderen Ländern
Europas.
lange. daß er
lege.
und wenn er v. u Frantreich versun
cige Cubehrungen auserso
geschih: dier um den Bundesgenof'#en
daß Frankreich Oxfer brimge, um
eine Gegenleiftung zu erhalten. Er schlos mit
einem Arpell on den Geift der Opferwilligkeit
de: Landes. Die Kammer nahm darauf durch
Oandaaflebung eine Tagesorbnung Gn, die der
NRegierung das Vertrauen ausspricht, daß sie
die Frage. der, Brotversorgung des Lunoer mit
Lilse geeigneter Maßnahmen losen werde.
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