euch wenig kosten! . .“ Unmittelbar nach diesen Worten be—
fahl der Kaiser im höchsten Zorn ihn abzuführen, wobei er
Kusdrücke wie: Plünderer und Räuber hervorstieß. Dandamme
erwiderte, indem er dem Kaiser mit stolzem Blick ins
Auge sah:
„Ich bin weder Plünderer noch Räuber; aber auf keinen
Fall werden mir die Zeitgenossen und die Geschichte den
Vorwurf machen, daß ich meine Hände mit dem Blut meines
Vaters befleckt habe!“
Bei dieser Anspielung erblaßte Klexander, da die öffentliche
Meinung ihn beschuldigte, daß er aus Furcht vor den
Derschworenen die Ermordung seines Daters ldes Saren
Pauls I.] stillschweigend habe geschehen lassen, und entfernte
sich schnell, ganz niedergeschmettert von diesem ZKuftritt,
der in Gegenwart so vieler Offiziere seines Gefolges stattgefunden
hatte. — Dandamme wurde bald darauf nach Wintka
an die Grenze Sibiriens gebracht.
(Memoiren des Generals Marbot.)
Armeebefehl Blüchers.
Dauptquartier Löwenberg, 1. September 1815.
Schlesien ist vom Seinde befreit! Eurer Lapferkeit,
brave Soldaten der russischen und preußischen Armee unter
meinem Befehl, Eurer Kustrengung und ZKusdauer, Eurer
Geduld in Ertragung von Beschwerden und Mangel verdanke
ich das Glück, eine schöne Drovinz den händen eines gierigen
Heindes entrissen zu haben.
In der Schlacht an der Katzbach trat Euch der Feind
trotzig entgegen. Mutig und mit Blitzesschnelle bracht Ihr
hinter Euren Anhöhen hervor. Ihr verschmähtet, ihn mit
HKlintenfeuer anzugreifen; unaufhaltsam schrittet Ihr vor.
Eure Bajonette stürzten ihn den steilen Talrand der Wütenden
Neisse und der Katzbach hinab.
Seitdem habt Ihr Hlüsse und angeschwollene Regenbäche
durchwatet. Ihr littet zum Teil Mangel an Lebensmitteln,
da die grundlosen Wege und der Mangel an Juhrwerk deren
Nachfuhr verhinderten. Mit Kälte, Uässe, Entbehrungen und
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