Volltext : Kriegshetze und Völkermorden. II. Teil (1)

Fürsten  und  dabei  hoffend,  daß  der  bedrängte  Papst  sie  wieder  rufen  und  Fürsten
sie  brauchen  würden,  die  dann  allerdings  so  gefesselt  werden  sollten,  daß  sie  sich
nicht  noch  einmal  gegen  den  Orden  wenden  könnten.  Diese  Zusammenhänge  müssen
für  die  Folge  im  Auge  behalten  werden.

Auch  Frankreich  hatte  unter  Jesuiteneinfluß  die  Logen  verboten.  Die  Jesuiten
als  Herrscher  über  die  „absoluten  Könige“  Ludwig  XIV.  und  XV.  hatten  so  große
Mißstände  in  Frankreich  geschaffen,  daß  jener  „Cant“  von  „Menschlichkeit“  und
„Menschenbeglückung“,  der  noch  höher  gestimmt  wurde,  durch  Verkündung  von
„humanitären“  Phrasen,  von  „Freiheit,  Gleichheit,  Brüderlichkeit“,  trotz  der
Logenverbote  doch  wirken,  die  alten  „Autoritäten“  erschüttern  konnte.  Der  Jude
war  nicht  so  gutmütig,  allein  im  Dienste  Englands  zu  „arbeiten“,  sondern  er  wollte
Herr  des  geschwächten  Frankreichs  werden  und  es  für  seine  eigenen,  weitgesteckten
Ziele  ausnützen.  Der  Jude  schwatzte  nun  dem  machtlüsternen  Franzosen  vom
„Weltimperialismus“,  dann  vom  „Weltrepublik-Idol“,  von  der  Berufung  zur  Verbreitung
  der  „Humanität“,  der  „Toleranz“,  der  „Kultur“  in  Europa  und  zwar
mit  solcher  Eindringlichkeit  vor,  daß  für  das  französische  Volk  die  Vorherrschaft
Frankreichs  in  Europa  und  besonders  über  Deutschland  gleichbedeutend  wurde  mit
der  Befreiung  aller  Völker  vom  unwürdigen  Joch.  Es  fühlte  sich  als  „Gehirn“"  der
Welt.  Der  Jude  erstrebte  in  dem  französischen  Volk  ein  Machtmittel  auf  dem
Festlande  Europas,  das  mit  ihm  zur  Beherrschung  Europas  genau  ebenso  zusammen,rbeitete“,
  wie  England  zur  Beherrschung  der  übrigen  Welt,  das  er,  wenn
die  Zeit  dazu  gekommen  wäre,  aber  auch  an  erster  Stelle  gegen  England  einsetzen
könnte.  Wie  im  römischen  Katholizismus  und  im  Protestantismus,  so  wollte  er
in  England  und  Frankreich  auch  mehrere  Eisen  im  Feuer  haben,  bis  er  sie  in  der
Weltrepublik,  in  seinem  Staatswesen,  so  zusammenschweißen  könnte,  wie  die  „jüdischen
  Konfessionen“  mit  seinem  „Gesetz“,  in  der  liberalen,  katholischen,  d.  h.  allgemeinen
  Kirche.  ·

Die  Freimaurerei  in  Frankreich  stand  gleich  von  Anbeginn  im  Dienste  der  ihr
zugewiesenen  politischen  Aufgaben.

„Daß  sie  es  (politisch)  von  Hause  aus  war“,  schreibt  Br.  Ohr,  „kann  kaum
bestritten  werden,  wie  man  auch  zu  den  Schriften  „La  Franche  Magonne“  (1744)
und  „Les  Frane-Macons  é6crasés“  (1746)  sich  stellen  möge,  ob  man  sie  als  antifreimaurerische
  Verräterschriften  oder  als  nur  scheinbar  gegen  die  Freimaurerei,
in  Wahrheit  also  eine  freimaurerische  Tendenzschrift)  ansieht,  in  jedem  Falle
verdient  hervorgehoben  zu  werden,  daß  in  der  erstgenannten  Schrift  als  Ziel  der
Freimaurerei  die  Gründung  einer  demokratischen  Weltrepublik,  in  der  zweiten
die  Hauptzüge  des  Revolutionsprogramms  von  1789  mitsamt  den  Stichworten:
„Freiheit  und  Brüderlichkeit“  sich  vorfinden.“

Der  Apostel  dieses  Gedankens  war  Voltaire.  Nach  van  Dahlens  Kalender
1928  war  er  im  Jahwehfahre  1748  Freimaurer  geworden.

*)  Br.  Wilhelm  Ohr  zeigt  hier  klar  die  freimaurerische  Kampfart,  daß  freimaurerische
Tendenzschriften,  die  die  freimaurerischen  Absichten  in  weiten  Kreisen  propagieren  sollen,  zugleich
als  „Verräterschriften“  von  der  Freimaurerei  scheinbekämpft  werden!

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