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rückt war und man hier jeden Augenblick weiterer offensiver
Bewegungen des unversöhnlichen Feindes gewärtig sein mufste '). —
Andererseits wurde im Inneren des Reichs der Friede nicht
wieder durch offene Empörung gestört. Der vielfach befürchtete
erneute Aufstand der Unterthanen blieb aus, was freilich wohl
nicht auf Rechnung der Festsetzungen zu setzen sein möchte,
die man in Speier im Interesse der Wiederherstellung und
Sicherung geordneter Zustände im Innern vereinbart hatte. Das
einzige positive Ergebnis der Speierer Beschlüsse nach dieser
Richtung hin war die Verlegung des Reichsregiments und des
BReichskammergerichts von Efslingen nach Speier?), womit freilich
allein noch nicht viel erreicht war. Statt bisher vorwiegend unter
dem Einflufs Erzherzog Ferdinands, liefs sich erwarten, dafs die
Reichsinstitute künftig unter dem der rheinischen Kurfürsten stehen
würden, und ob das zum Heil des Ganzen gereichen werde, war
doch auch fraglich. Am Kammergericht wurde im nächsten Jahre,
laut Speierer Reichsbeschlusses, eine Reform vorgenommen, die
jedoch keineswegs abschliefsend war?); die Angelegenheit fuhr fort,
die Reichstage zu beschäftigen. Vor allem aber entbehrten beide
Reichsinstitute solange einer festen Grundlage, als nicht für ihre
„beharrliche“ Unterhaltung gesorgt war; wir sahen, dafs man sich
in Speier mit einer unbedeutenden Abschlagszahlung begnügt und
das Weitere der Zukunft anheimgestellt hatte.
Bedenklicher noch war es, dafs die Bemühungen der Stände,
die kirchlichen und sozialen Mifsstände zu beseitigen oder deren
Reform wenigstens anzubahnen, gänzlich gescheitert waren; was
dazu führen mufste, den Zusammenhalt im Innern nur immermehr
ı) Abschied des Elslinger Tages vom 21. Dezember 1526 in der Neuen
Sammlung der Reichsabschiede II S. 281-284. Die Anwesenden, s. ebendaselbst
am Schlufs des Abschiedes. — Die Akten des Elslinger Tages in mehr
oder minder grolser Vollständigkeit unter den Reichstagsakten verschiedener
Archive, als Weimar, Bamberg, München, Dresden u. a.
2) Die Verlegung erfolgte zu Michaelis 1527; sie war verzögert worden
durch „sterbende Läufte“, die sich im Herbst 1526 — wohl eine Folge des
Reichstags — in Speier eingestellt hatten; vgl. Dechwitz an Kursachsen,
d. d. Efslingen 18. September 1526 (Orig. Weimar G.A., Reg. E.).
3) Publiziert unter dem 28. November 1527: Neue Sammlung der Reichsabschiede
II S. 289-292. — Über den anfänglichen Widerstand des Kammergerichts
gegen die in Speier beschlossene Visitation s. die Akten bei Harpprecht,
Staatsarchiv des... . Kammergerichts IV 8.217 ff, V 8. 200 f.