Full text : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 2; Jahrgang 1891. (2)

250  Philistrig

sprechen].  Chamiso  5,  154  ꝛe.  rig,  a.;  philisterhaft.
  Mag.  d.  Ausld.  33,  466b.  „rismus:  s
Philisterismus.  -rõs,  a.:  philisterhaft.  osität,
f.;  0:  Philisterhaftigk.  Brachoogel  Mich.  1,  2  39  ke.,
auch:  Philistr  õ  sität.  Kohl  Südr.  2,  58  2c.  —
Philiti-on  (gr.),  n.,  —#;  zen,  -a:  s.  Pheiditlon.
—  Phillipfit,  m.,  —(eys;  -#e:  ein  Fossil,  Art
Harmotom.  Olen  1,  113.  —  Philök-ik,  f.;  eisch,
a.:  s.  Philoikos.  —  Philodör  (gr.),  a.;  m.,  -en;
—en:  1)  ruhmliebend;  ein  Ruhmsichtiger,  Ehrgeiziger.
  —  2)  Das,  was  der  Meinung  angehört,
—  den  bloßen  Schein  —  liebend;  Jemand  von
solchem  Wesen.  w.  24,  359;  Ph-en,  die  thre  Meinung
  v.  den  Dingen  für  die  Wahrheit  selbst  ansehen.
162.  -i,  f.;  0:  1)  Ehrliebe,  Ruhmsucht.  —  2)
Meinungssucht;  die  Sucht,  nach  dem  Schein  zu
urtheilen,  statt  ins  Wesen  einzudringen.  —  Dhilödromus
  (gr.),  m.  [8  24,  21:  eine  Art  Krebsspinne.
  Ohen  5,  685.  —  DPhilogermän-e  (gr.),
m.,  —n;  —n:  Freund  der  Germanen,  des  Germanenthums.
  G.  33,  187.  Eisch,  a.:  deutschliebend
  2c.  —  Philogõn  (gr.),  m.,  -en,  —##;  -en):
Frauenliebhaber,  Weiberfreund  (s.  Ggstz  Misogyn).
Zik,  k.;  0:  Liebe  zu  den  Frauen.  Cisch,  a.:  weiberliebend.
  —  Hhilöfk-os  (gr.),  m.,  uv.;  zoi:
Einer,  der  das  Haus,  —  der  sein  Haus  od.  seine
Familie  liebt,  auch  Philöcus.  Dazu:  Philoikea
(Philsei),  f.:  Liebe  zum  Hause;  philöltkisch
Ohilöeisch),  das  Haus  liebend  2c.  —  Philokalke
(gr.),  f.;  O:  Liebe  zum  Schönen,  zum  Edeln  2c.
—  Philoktet  (gr.),  m.,  —;  (-e,  -en):  (Myth.)
der  Sohn  des  Pöas  (daher  auch:  der  pöantische  Held.
V.  Ov.  2,  141;  Pöantide.  309),  der  den  Scheiterhaufen
  anzuͤndete,  auf  welchem  Herkules  sich  verbrannte
  u.  dafür  v.  diesem  seine  in  das  Blut  der
lernäischen  Hyder  getauchten  Pfeile  empfing,  mit
deren  einem  er  sich  aber  am  Fuß  verwundete,  so
daß  er,  weil  sein  Zammergeschrei  u.  der  Gestank
seiner  Wunde  unerträglich  waren,  auf  dem  öden
Lemnos  ausgesetzt,  später  aber  wieder  abgeholt
wurde,  weil  nach  einem  Götterspruch  Troja  ohne
Herkules'  Pfeile  nicht  zu  erobern  war:  Ich  (Peregrinus
  Protens]  darf  also  billig  erwarten,  daß  alle
Menschen  meine  Ph-en  [mir  bei  Anzündung  meines
Scheiterhaufens  behilflich]  sein  werden.  W.  16,  14  2c.
Philörus  (gr.),  m.  I§  24,  21:  s.  Philoikes.  —
Philolilhäri-a  (gr.),  f.  [8  24,  11;  -e,  f.;  —#
s.  Phylolitharia.  —  Dhilolög  (gr.),  m.,  Sen,
();  —en;  -en-:  Beflißner  od.  Kenner  der  Philo-=logie.
  -enlhum,  n.,  —(eys;  0:  Wesen  u.  Thun
der  Philologen:  Daß  Voltaire  das  Vollmaß  seines
Spottes  über  das  Ph.  ausschüttete.  Westermann  3,  31  1d.
i,  f.;  (en):  gelehrtes  Studium  der  Sprachen
u.  Literaturen,  in  engrem  Sinn  der  s.  g.  klassischen
  (griech.  u.  latein.).  -isch,  a.:  zur  Philologie
  gehörig,  darauf  bezugl.,  darin  begründet  2c.
-is  iẽren,  intr.  (haben):  sich  mit  Philologischem
beschäftigen  rc.;  auch  tr.:  Aski  katasli  sind  ein  paar
Zauberwerte  ..,  über  deren  Abstammung  u.  Bereutung
viel  Vergebliches  philologisiert  worden  ist.  W.  24,  359,
d.  Philologen  zu  Tage  gefördertic.  —  Philömach-is

Pbilofoph

(zr.),  f.;  0:  Kampf-,  Streitliebe  c.  us,  m.
[8  24,  21:  Einer,  der  den  Kampf,  Streit  iebt;
auch  als  Name  eines  Vogels  =  Streithahn,
Kampfläufer  2c.  —  LBhilomäth-ir  (gr.),  k.;  0;:
Lernbegierde,  Wissensdraug.  -isch,  a.:  v.  Philomathie
  erfüllt,  ihr  huldigend,  darauf  bezügl.  2c.:
In  der  ph-en  Gesellschaft.  Jo  Küller  7,  200.  —
Philomel-c  (gr.),  f.;  —,  zens;  zen;  zen=  1)
(Myth.)  Ph—a,  Panrion's  Tochter,  nach  der  attischen
Fabel  v.  ihrem  Schwager  Tereus  geschändet  u.  in
eine  Schwalbe  verwandelt;  nach  der  ram.  aus  seiner
Gemahlin  lin]  eine  Nachtigall.  v.  Ov.  1,  380  (vgl.
Prokne).  —  2)  (vgl.  1)  Nachtigall.  S.  15,  11;
Heinse  Ard.  1,  249;  püchler  Südröstl.  2,  260  ce.;
auch  bildl.:  Eine  dieser  Ph—en  der  Koulissen  [Bühnensängerinnen.
  ##  Fed.  1,  44.  —  Philometor
(gr.),  m.,  —;  —§.  —es:  Einer,  der  seine  Mutter
innig  liebt,  vgl.  Philopator.  —  DPhilomimk-sie
(gr.),  f.;  0:  Nachahmungs-Lust,  =  Sucht.  tisch,
a.:  nachahmungssiüchtig.  —  Philomüs-ik,  s.;  02
Liebe  zu  den  Musen,  den  Musenkünsten  2c.  eisch,
a.:  v.  Philomusie  erfüllt,  darauf  bezüglich  rc.
Sos,  m.,  uv.;  -zoi:  ein  Musenfreund  2c.  —
Philöni-on,  um  (gr.),  n.,  —;  zen  I§  24,  2,
n.J:  eine  schmerzstillende  Arznei  (nach  einem  Arzt
Philo).  —  Philönus  (gr.),  m.  [8  24,  2):  Wein-Liebhaber,
  Zecher  2c.  —  Philopäd-e=  (gr.),  m.,
—;  -n:  Kinderfreund  (Philoteln-os,  dazu:  K.  1.;
eisch,  a.).  i,  f.;  O:  Liebe  zu  Kindern;  Liebe  zur
Pädagogik.  eisch,  a.:  der  Philopädie  huldigend,
darauf  bezüglich  rt.  —  Philöp-ator  (gr.),  m.,
6;  —  [8  24,  3,  -ätoris):  Einer,  der  seinen  Vater
innig  liebt,  vgl.  Philometor.  atrikf,  f.;  0:  Liebe
—  zum  Vater  —  od.:  zum  Vaterland.  —
Philophösic-us  (gr.),  m.,  uv.;  -i  (8  24,  21:
Freund  der  Physif,  Naturforschung  ꝛc.  —
Philopinä-cium,  -kion,  n.,  —8;  ken  I§  24,  2,
n.):  Stammbuch.  —  Dhilopolemisch  (gr.),  a.:
krieg-,  streitliebend.  —  Philopolik  (gr.),  m.,  Sen,
(—8);  -en:  Bürgerfreund.  isch,  a.:  bürgerfreundlich.
  —  Philoposse  (gr.),  f.;  0:  Trunk-Liebe,
  =  Sucht.  —  Philopfgchie  (gr.),  f.;  0:
Liebe  zum  Leben  (Philozoie),  Todesfurcht,  Feigheit
  2c.  —  Philoriftie  (gr.),  f.;  0:  die  Sucht,  zu
definieren  (s.  Horismos),  Begriffsbestimmungen  aufzustellen;
  Wortklauberei  2c.  —  Philorthodör  (gr.),
a.;  m.,  -en;  -en:  die  Rechtgläubigk.  (Orthodorie)
liebend,  ihr  zugethan;  ein  Anhönger  derselben,
z.  B.  als  Parteiname.  CUoberi  2,  220  r2c.  —
Philosarkié  (gr.),  f.;  0:  Liebe,  Hang  zu  fleischlichen
  Lüsten  2c.  —  Philosomät-is  (gr.),  (.;  O:
Hang,  seinen  Leib  zu  pflegen.  Cisch,  a.:  der
Philosomatie  ergeben;  darauf  bezüglich  2c.  —
Philosoph  (gr.),  m.,  -en,  (—6);  —en;  -en-;  ein
der  Philosophie  Befliß  ner  od.  sie  Ubender,  Weltweiser
  2c.:  Pythagoras  soll  es  gewesen  sein,  der  den
Namen  Ph.  schuf;  er  gab  nämlich  aus  Bescheidenbeit
nicht  zu,  daß  man  ihn  einen  Sophos,  d.  i.  einen
Weisen  nenne,  sondern  erfand  statt  dessen  den  Namen
Pbilösophos,  d.  i.  ein  Freund  der  Weisheit  od.  ein  nach
Weisheit  Strebender.  Ariegk  1,  341  (vgl..  Weisheits-