Aumimer 72
höri eit wegen nicht anders behandeln werde,
gehörige anderer Bedtennenisse. Die nit
##n über ein Cliquenwesen und eine Protektionskehren
immer wieder, niemund wird
v Abrede stellen, daß auch auf diesem Gebiete
menschliches vorkommen kann, aber Verallgemeinerungen
sind vom Uebel und sie lind zweifellos
auch unberechtigt. Ich kann den Fakuktäten
das Zeugnis ausstellen, daß sie stets bestredt
sind, Diettio vorzugehen.
. von WMuchter sprach den Wunsch aus,
daß 8 zweite technische Hochschule nach Würzburg
komme.
Mit dem Etat wurden auch die Neubauforderungen
im außerordentlichen Etat bewilligt.Weiter
siellte das Haus das Negierungspostulat, wieder
her, wonach das Schulgeld an den Gymnasien
von 45 auf 60 Mark erhöht werden soll.
Die Kammer der Abgeordneten hat diese Erhöhung
seknerzeit abgelehnt. Zum Ankauf radioaktiver
Stoffe für die drei Landesuniversitäten
wurden 600 000 Mk. der allgemeinen
Relerve bewilligt.
Dann befaßte sich das Plenum mit mehreren
von der Abgcordnetenkammer bereits angenommenen
Wirtschaftsanträgen und erllärte seine Zustimmung
zu den Anträgen betr. Erhöhung des
Hopfenzolles betr. Berücksichtigung der örtlichen
Verhältnisse bei Neuregelung der Sonntagsruhe
im Handelsgewerbe, betr. reichsgesetzliche Regelung
des Handels mit Futter- und Düngemitteln
und Sämereien, sowie betr. möglichst
milde Durchführung der Entlassung von Militärarbeitern
der Artilleriewerkstätten.
Damit war die Tagesordnung erschöpft und
Präsident Hrs Jugger wünschte den Herren
„Fröhliche Ostern“. Die nächste Sitzung findet
Ende April sratt.
Polikische Rundschan.
Deutschlans.
Der Fleischzoll.
Das Geset betreffend vorübergehende Zollerleichterungen
bei der Fleischeinfuhr vom 13.
Febr. 1913, wesches im Hinblit auf die hohen
Fleischpreifze# und die erleichterte Versorgungsmöglichkeit
der Gemeinden erlassen war. trat
mit dem 31. März anßer Kraft. Demgemäs
wird Gemeinden die Zollrückverbütung nur noch
für solches Fleisch rewährt weroen. weiches sie
bis zum 31. Märs an die Verbraucher abgesetzt
haben. Für Fleisch, welches erst nach diesem
Zeitvunkt abgesetzt wird, verblciht es bei
der Erhebung der vollen Zollsätze von 27 bezw.
*5 Mk. für den Doppelzentner.
Diereligiösen Orden in Hessen.
Die hessische Erse Kammer hat heute in Ueereinsiimmung
mit der Zweiten Kammer einen
Antrag angenommen, in dem die Regierung ersucht
wi d, den Landständen eine Gesetzesvorlage
zugehen zu lassen, wodurch die Gesetze vom 29.
April 1875 und vom 1. Juli 1805 über die
religiösen Orden und ordensähnlichen Kongregationen
gemildert werden. Es soll eine freiere
Tätiakeit in religiöser, charitativer und sozialer
Richtung ermöaliht werden.
bof- und Personalnachrichten.
Köln, 31. März. Der „Kölnischen Vollszeitung
wird aus Rom gemeldet: Das Befinden
des Papstes ist entgegen anderslautenden
Meldungen durchaus befriedigend Er hat heute
bis 9 Uhr vormittags mit dem Kordinalstaatssekretär
gearbeitet und sodann 100 Personen
empfangen.
berschledene Kachrichten.
Köln :tärz. Dienstag mittag wurde
das in ipalterbi beheimatete Schleppboot
„Janderoyl“ bei der Ausfahrt aus dem Ruhrorter
Hafen auf oem Nhein von der Strömung
umgeworfen. Von der fünf Mann starken Besatzung
wurde einer, der das Steuerrad bediente,
gerettet, die übrigen befanden sich unter Deck
und wurden mit in die Tiese gerissen. Tas Boot
sitzt auf Grund.
Paris, 31. März. Aus der Stadt Brive
im #Separtement (ortei#e wied gemeleet, daß
der Bergrutsch, wovon bisher namentiich das
Dorf Noaillac bedroht wurde, zu einer Katastrophe
zu werden droht. Es ist nicht ein Berggelände
von etwa 16 Heltar, wie man zuerst
# ins Rutschen gekommen, sondern von
über 200 Heltar. Der Anblick dieses „schwim-*
Geländes macht einen furchtbaren Eindruck.
Ueberall im Erdboden bilden sich Risse
und Sprünge bis zur Tiefe von 16 Metern und
einer Breite von vier bis lüns Metern. Eine
Unmenge Bäume sind wie Streichhöfter geknickt
worden. 20 Bauernhäuser sind vonständig
zerstört worden und außer dem Dorfe
Noailiac selbst sind noch mehrere anoere Ortchaften
nunmehr emnstlich bedroht.
Petersburgq. 31. März. Die Massenerkrankungen
der Bedriiarbeitlinenkauermlon.
Heute erkrankten in einer Tabalfabril 60, in
einer Gummisabrik über 20 Arbeiterinnen.
Münchener Neuigkeilen.
München, 31. März. Mit dem hä'utigen
age fand die diesmange Ausslellung ihren
luß und man kann zu Ehren des Baye-
Rosenhelmer —
rischen Landwirtschaftsrates, der sie arrangiert
hat, vonstatieren, daß das ganze Ausktellungsunternehmen
mit einem ausgezeichneten Refultat
abgeschnitten hat. Das beweilen auch der
zahlreiche Besuch und die olelen Anerkennunn,
die die Ausstellung gesunden bat. Alle
ken muhß vor all auch den Jüchtern
und Mästern gezollt werden, welch leßtere die
Tiere #rushenn selbst 4# Schau gestellt haben.
Sie haben uns mit ihrem Material gezeigt,
daß an sie ergangene Mahnruf, nun
wieder im Interesse einer billigeren Fleischversorgung
zur Vichmästung zu schreiten, soweit
es möglich war, Widerhali bei ihnen gefunden
hat. Und die Maswiehaussteklung 1914
mit ihren sachlichen Anregungen und Beeehrun--aen
für unsere bayerischen Lanowirte wird in
dieser Richtung für die Zukunft gewiß weiter
anregend wirken.
Saakenstand in Bayern Ende März.
München. 31. März.
Der Stand der Wintersaaten in Bayern Ende
März 1914 ist im allgemeinen etmas günstiger
als zur gleichen Vorjahrzzeit.
Nach den im K. Statistischen Landesamt eingegangenen
Berichten landwirtschaftlicher Vertrauenemänner
haben die Saaten, vornehmlich
die früh gebauten, gut überwintert. Eine
Auswinterung ist nur in geringem Umfang
eingetreten. Der Winterweizen und der Winterspelz
sind meist gut bestockt und zeigen ein frisches
Aussehen. Der Winterroggen dag’gen.
der ucheln schon durch Mäuse= und Schneckenfraß
und in oen höheren lälteren Lagen Nordbayerns
durch die trockene Kälte ohne Schn#
gelitten hat, steht vielfach lückig. Teilweise:
ist der dünne Stand des Roggens auch auf
die geringe Keimjähigkeit des Saatqutes zurädwWtführen.
Ein geringer Teis der Roggenelder
muß umgepflügt werden. In einer Reihe
von Bezirken konnte der durch Mäuse und Schneckenfraß
im Herbst anaerichtete Schagen durch
Nachsaat behoben werden. Durch das onhaltende
naß lalte Wetter der letzten Wochen i## die
Saaten in der Entwicklung mrückoehlieben; auf
ichweren Böden haben lie teilweise Schaden gelitten.
Mit der Frühjahrsbesielluno sonnte noch
euscht überall begonnen werden. 2 dene wärmere
Witterung ist deshalb sehr ecwün'cht. Nach
e'nigen Berichten wird neuerdinas über Schaden
aurck Mäuse gellagt. Ein Auftreien oer Schädlinge
in größerem Umfanae wird nicht befürchtet.
Für das Königreich läßt sich der derzeitige
Stand der Wintersaalen mit kolaenden Durchschnittenoten
zum Ausdruck bringen (Note 2 gl.
gut, Note 3 gleich mittel)e Winterweizen 2,2
(: V. 2.7), Winterspelz 2.0 (2,5) uno Winterrtoggen
2,2 (2,6).
Bayerische Nachrichten.
Tutzing, 31. März. Der mehr als 1500
Tagwerk große, am Wislichen, Ufer oes Starnlergersees
gelegene Gutsbesitz Bernrieo, als
Klostergut im Jahre 1120 von der Tochter des
Könige von Sizilien gegründet und dann reguläres
Chorherrustift der Augustiner, durch seine
prachtvollen Parkanlagen mit vielen 100jähr.
Boumgruppen betannt, seit Menschenalier im
Besitze der Freiherrlich von Wenc and'schen Familie,
zuletzt Eigentum des K. Kämmerere Ma-LTimilian
Frhrn. v. Wendland, aing dieser Tage
durch Vermittlung der Firma Lorenz Thoma
u. Co. in München käuflich in den Bi.fit eines
Deutschameritaners, Herrn KonsulEdnaroScharrer,
über. Der neue Vesitzer beabsichtigt, die
prachtvollen Partanlagen, welche bekanntlich eine
Sehenswürdigleit bilden, zu erhalten.
Dilshofen, 31. März. Der Flieger Schätz
war heute von München hierher aeflogen und
lehrte dann wieder um. Auf der Rücksahrt mußte
er bei Frontenhausen a. V. eine Rotlandung vornehmen.
Vor der Abfahrt ersuchte er einige umberstehende
Männer, den Apparat zu halten.
Mährend der Propeller bereit- angetcieben war,
lief plötzlich der Schlosserssohn Da#iner unter
den Flugapparat. Dem Unvorsichtigen wurde
vom Propelier der Kopf vom Rumpf getrennt.
Den Flieger trifft kein Verschulden.
Augsburg, 31. März. Auch hier ist der
Bierlomum ständia im Mätgang begeisten. So
ist seit dem Jahre 1899 trotz einer Bevölkerungezunahme
von etwa 65 000 Einwokhnern
der Erttag, vom Malzaufschlag von 587 696
Mark auf 510 000 Mk. gesunken. Die Hauptursache
dürfte wohl der stark zunehmende Genuß
von Mineralwassern, Fruchtsorndel und
sonstigen alkoholfreien Getränken sein.
Uugsburg, 31. März. A#e 1910 über
Augsburg die Hochwasserkatastroph= herein-Wrach,
war auch Ministerialrat Meier hier anwesend.
Dabei besorac er mit den Vertretern
der Stadt die zur ermeidung von ferneren
Hochwasserschäden nötigen Korreltionen am
Lechsluß, wobei ausdrücklich anerkannt wurde,
daß den Staat ein Teil der Kosten treffe. Die
Sache eilte natürlich, die Stadt führte die
Bauten aus und hoffte, der Staat würde auch
ohne notarielle Abmachunge leinen Verpflichtungen
nachkommen und den ihn trefsenden
Kostenteil ersetzen. Bislang ist aber nichts
dergleichen geschehen und im Magistcat. bat- man
es jetzt offen ausgesprochen, daß ol#e Stadt
gegen den en Staat den Rechtsweg werde beschreiken
müssen.
Neuburg a. D., 31. März. Ms heute der
Landtagsabgeordnete Loibl mil seinem Rad den
Hofgartenberg hinauffuhr, kam ihm von oben
ein Radfahrer in scharfer Fahrt entaegen. Deser
konnte nicht mehr ausweichen und fuhr
Abg. Loibl ins Rad, kodaß er herabdeschen.
dert wurde und kurze Zeit bewuhbtios liegen
blieb. Loilel Außte nach Hause gebracht weren,
wo der Alrzt eine Gehirnerschütterung und
eine Wellenn in der Lendengegem feststellte.
Sein Zustand ist nicht unbedenklich.
Günzburg, 31. März. Heute srüh wurde
der auohilfsweise bei den Mindel-Elektrinitätswerken
beschäftigte 20jähr. Arbeiter Alois Bühler
aus Kleinbeuren, der sich im Transformatorenhäuschen
zwischen Goldbach und Jetlingen
zu schaffen machte, vom elektrischen Starkstrom
wee betöter.
weißenburg i. B., 31. März. In der vergangenen
Nacht ertönie Feueralarm. In der
Wohnung des Herrn Musikmeisters Fischer, der
an diesem Abend ein Symphoniekonzert im
Wilobadsaale gab und mit seiner ganzen Familie
dort anwesend war, brannte es in einem
Zimmer des ersten und in einem Zimmer des
zweiten Stockwerkes. Zum großen Glück konnte
dae Feuer noch im Entstehen unterdrückt werden.
Nachdem der Brand gelöscht war, machte
man die Entdeckung, daß im Hause eingebrochen,
eine Gelokassette im Schreibtisc erbrochen
uno ihres Inhaltes mit zirka 707) Mark
beraubt worden war. Außer verschiedenen
ausgebrannten Möbeln sielen auch eine Anzahl
Noten und wertvolle Schriften dem Feuer
zum Opfer.
Bayerisches Oberland.
Westerndorf (St. Peter), 31. Mä-##
Jimmerstutzen-Schützenve.ein Ma r
dielt am 29. Mäxz sein diesjährig-s Enoschiehen
in der Jiegelei Westerndorf (Michoel Pronold)
üb. Folgende Shüten haben sich Preise
erworben: Ehrenscheibe: Anton Sterzl. 2.
Karl Fröschl, 3. Ludwig laban Haupl: 69.
Sterzl, 2. Michael Mayer, 3. Kaspar Darlberger;
Glück: 1. Michael Pronold, 2. Lorenz
Eder, 3. Georg Darlberger, 4. Johann Schweiherer.
Degerndorf, 31. Märt. Der bestbekannte
M.-G.-V. Degerndorf führt 2. Zt. m Gasthaus
zur „Hecke“ das oberbayerische Volle sk „Unter
falscher Anllage“ auf. Der gute Besuch der
Vorstellungen und der Beifall, den das Stück
bisher erzielte, zeigt daß auch diesmo! nur Gutes
geleistet wird. Es ist nur zu münschen, daß
auch die letzte Mufführung die am Sonntag,
den 5. April, abends 8 Uhr, slattfindel, dem
Verein ein volles Haus bringt.
Brannenburg, 31. Mätz. Das 200 Tagwerl
umfassende Hinterrechenauer-Tnwesen am
Audorfer Berg erwarb Herr K.-R. v. Steinbeis.
Der Vorbesitzer M. Gruber erhielt im Tauschmege
hierfür das Wimmer--Anwesen in Flintsbach
a. J. Das erstgenannte Anweren wurde
aui sd 000 Mk., das letztere auf 55 000 Mk.
gewertet. Kommerzienrat v. Steinbeis wiro sein
Vesihtem noch weiter vergrößern. Bereits 5
Bergler-Bauern haben innerhalb der letzten 25
Jahre ihr heimatliches Anwesen nerkauft.
Bas Aibling, 31. März. Der Bezirksgeslügelzuchtverein
Aibling beschäftigte sich in 2
ner letzten Versammlung mit der Errichtung
einer Geflügelzuchtanstalt. Die Stallung der
Thürhamer Mühle ist bereits aepachtet ebenso
ein Tagwerk Grund dazu. Die Sache soll großzügig
ausgefaßt werden. Auslauf und Wasser
somie Räumlichkeiten sind genügend vorhanden.
Man iechnet dabei weniger auf oroßen kinanziellen
Nutzen, man will vielmehr vorbildlich
mirken. Was die Finanzierung beteilft, so soll
der Distrikt den Vereinszuschuß von 80 auf 100
Mark erhöhen. Außerdem ist vom Distriktsrat
ein unverzinslicher Vorschuß von 400 Mk.
in Aussicht gestellt, serner sollen 20 unverzinsliche
Anteilscheine zu je 20 Mark hinausgegeben
werden. Weiter erwa: tet man noch Zuschüsse aus
Stoats= und Kreisfonds Das Hauptgewicht
soll auf die Entenzucht gelegt werden; allein im
beurigen Jahre will man etwa 1000 Enten heranziehen.
Schließlich wurde die Gründung der
Anstalt einstimmig beschtossen und der neschafteführende
Ausschuß gewählt. Die Ge#ßügelzuchtanstalt
soll ein SEthpuntt für oie Versorgung
mit Schlachtgeflügel zu mäßigen Preisen sein.
Uebersee, 31. März. Gestern entgleiste in
dem um 1.12 Uhr mittags von Marguattstein
nach Uebersee verkehrenden Lolalbahnzun auf
freier Strecke nächst der Station Marzuartstein
ein Güterwagen. Der Lokalbahnzig konnte uckch
Zurücklassung des entgleisten Wagens seine Fahrt
nach Uebersee fortsetzen. Der Gegenzug erhielt
eine geringfügige Verspätung. Verletzt wurde
niemand.
Reit i. Winkel, 31. März. Gessern Abend
schnitt dle Bauerssrau Maria Keller ihren zwei
Kindern von 4 und 5 Jahren mit einem Raliermesser
den Hals ab. Die Frau seibst verletzte
sich schwer und liegt hoffnungslos darnieder. Der
Grund der Bluttat ist Geistesgestörtheit.
Trostberg, 31. März. Vor kurzem ist ein
Wertbrief mit Wertangabe von W0%0 .
der nach Schnaitsee bestimmt war, beim hlesigen
Postamt abhanden gekommen. Heute wurde
nunmehr unter dem Verdangen3 ##er Unterschla-
Ueonmersktag, 2. Aprik 1917
ung dieses ¶ Weribrieses der Postbote Kuhn
ver
mahtber. 31. März. Auf dem Bahnhof
sind umfangreiche Diebsüäge festaeste#lt worden
Die Diebe sind „sahrendes Voll“, welche
ibre Beute im Orte selbst aufdrindiich verhausierten.
Jetzt sitzen sie hinter Schloß und Riegel.
Cotalnachrichten.
Rosenheim. 1. April.
Diöresannachricht. Anwei#ung erbielt
der Kommorantpriester in Haslach b. Traunstein
Pr. Stefan Steinbacher als Wikar der
erledigten Pfarrei Volkmannsdorf.
Nachtruhe in den Apotheken. Unsere
Leser machen wir darauf aufmerksam, daß im
Monat April die Engel-Apotheke, Ete Münchner=
und Bahnhofstraße den Nachtoientt. au
versehen hat. In diesem Monat ist täglich von
8 Uhr abends bis ½7 Uhr morgens nur die
obengenannte Apothele zugänglich.
Turnverein Rolenheim von 1800.
Im Nachtrag zu unserem Berichte über die
Generalversammlung des Turnvereins Rosenheim
von 1860 teilen wir noch nut, daß als Beisitzer
in den Turnrat die Herren Weslührer
Wolfgang Hottner und Fabrilmesster Josef
Madl gewählt murden. Die Verqsteigerriege
unternahm 11 Bergtouren. Was die Milwir-T
am Vollesest betrifst, so werden auf Wunsch
der Stadtgemeinde die beiden der deutschen Turnerschaft.
also einem vaterländischen Bunde# angehörigen
Turnvereine gemeinsam einen Festabend
mit Schauturnen durchführen. Die Uebernahme
der Leitung des Kinderfestes hängt
noch von der Aussprache mit den dafür maßh-Jebenden
Stellen ab.
Volkefest 1914. In einem Schaufenster
der Firma J. Senft Lan der Münchenerstraße
ist der Entwurf zum Festplalat für das Nosenheimer
Stadtjubiläum und Vollsfeit ausgestellt.
Der Entwurf stammt von Herrn Aug.
Schluttenhoser in Rosenheim
Eine grobe Mystisilalion isl heute
srüh an der Anschlagtafel beim Duschlbräu versucht
worden. Angeblich hatte dort der „Nosenheimer
Anzeiger“ folgendes „Telegramm"“
angeschlagen: „Das Reutterbureau (1) meldek:
Auf Betreiben r# der Freien Bürgerrereijnigung
Rosenheim hat. wie vom l. Obersthoimarschallamt
heute offizibs belannt gegeben wird, Seine
Mojestät König Ludwig III. zum Voliefe est in
NRoienheim im Herbst 1914 sein Crscheinen. zugesagt“.
Der 1. April hat offenbar gewiissen
Bierbankdrückern die Ruhbe geno#mmen und sie
sogar vor einer Fälschung nicht zurückschrecken
laissen. Denn eine Fälschung ist er, wenn ein
Briefbogen des „Nosenheimer Anzei#er“ so mißbraucht
wird, wie es hier aescheben ist. Man hat
nämlich den gopf mit dem bekarnten Ausdruck
von einer NRechnung oder einem Briefe weggeschnitten
und ihn fein säuberlich auf cin Blalt
geklebt, auf welches die Tatarennachricht mit
der Schreibmaschine geschrieben wurde. Noch
verwerflicher ist es, daß der Fälscher sich niht
scheute, selbst die Person des önigs zuin Gegenstand
seines albernen „Wißze;“ zu machen.
Nusgerechnet auf „Betreiben“ faßt: der König
den Beschluß, hieher zu kommen! Sei bstverständlich
ist das berüchtigte Piarat schon in
aller Frühe beseitigt worden, ehe ec noch seinen
Zweck erreichen konnte. Ueber die Tragueiite
reines Beginnens scheint sich der Fölscher keinerlei
Skrupel gemacht zu haben. Vielleicht lann
ihm noch Gelegenheit geboten werden, die Suppc,
die er sich damit eingebrockt hat, letost austösfeln
zu müssen.
Gewarnt wirrd vor dem Anlauf von
Schreibmaschinen, welche nicht einm#dffrei erworben
wurden. Aus verschiedenen Münchener
Geschäften wurden nämlich in der Zeit vom 6.
bis 16. März mehrere Schreidmaschi inen herausgeschwindelt.
So lönnte olso ein etwaiger
biniger Kauf ein unliebsames Nadtfpiel huben.
Entgleisung. In der hiesigen Station
entgleiste gestern morgen eine Lokomolioe und
versperrte für längere Jeit die Aus= und Einsabrt
in der Richtung nach Holzkirchen. Ein Zug
erhielt infolgedessen eine peringfügige Verspätung
Verletzt wurde niemand.
HRufik und Theale#r
Das Ensemble des Stadttheaters
Landeshut gibt, wie im Vorjahre, eine Operetten-Nachsaison
mit bewährten Kräften im
Hotel „Deutscher Kaiser“. Direktor Kihmer hat
für diese Operetten-Nachsaison eine Neibe Novitäten
vorgesehen, u. a. „Hoheit lanzt Walzer“,
„Filmzauber", „Puppchen“, „Der liebe
Augusig „rauenfresser „Eoa“, „Parquettsitz
Weiter stehen „Fledermaus“ „„Bet-Tanr.
10, „Don Cesar“, „Mamzeil Nitonche“,
„Brüderlein fein“ usw. auf dem Spir plan. Die
Saison beginnt am 1. Ostertage, nachmittags.
Die Orchestermast! stellt wieder Herr Stadtmusikmeister
Berr. Das Ensemble Kißmer steht
vom vorigen Jahre noch in bester Erinnerung.
Die . merden auch diesmal wieder
gern besucht werde