Die neue Russen · Offensive.
1 Das Ziel der ÖOffensive.
Dem „Jüricher Tagesanzeiger" zufolge geht
rus offizissen aint en Meldungen hervo#r, daß
der große gegenwärt g im Gang befinoliche rufiche
Angriff über Kalurkz auf das Petroleum-.
von Siry und dem wichtigen Beslidenpaß
abziele.
Botmsche Aunoschan.
Die neuen Steuern.
Der württembergische Finanzminister hat kürzlich
angedentet, d.## neue Neich- steuern vdommen
würden. Auch im sächsischen Landtag hat der
dortige Finanzminister ähnlicher gesag. Wie
die „Tägliche Runyschau berichtet, sind die
Andeutungen auf den geplanten Ausbau der
Warenumsatzsteuer Zu beziehen: u. a. eine Ware
oll auch in den einzelnen Abschnitten ihrer Herlellung
zur Steuer herangezogen werden. Es
leuchtet ein, daß sich hierbei eine Fülle von
Steuermoglichkeiten ergibt.
Verschiedene Nannichten.
Berlin, 12. Juli. Dos Kriegswucheramt
tat eine Gesellschaft von acht Kettenhändlern
ermittelt, die 1000 Zentner Schinien uno Spel
aum Preise von 8. 40 Marl das Pfuno verschieben
wollten. Die Warc, als deren Eigentümer
sich ein gewisser Friedr. Knapp bezeichnete, wuroe
auf einem Fabrikhof in Weißensee vorgefunden
und beschlagnahmt. Ein anoeres Kettenhandelgeschäst,
an dem sieben Personen beteiligt warzen,
konnte das Kriegswucheramt verhenoern, indem
es für 50100 Mark Leberwurst in Dojen
beschlagnahmte, als deren Besitzer sich ein Banlier
Maehrdorf in Nikolassee gusgegeben hatte.
Di. Ware lagerte in einem Spedilionsgeiae- ut
in der Reichenbergerstraße. In ver Schlegelstr.
Nr. 4 nahmen Beame des Kriegswucheramts
dem vielfach vorbestraften Fuhrhalter Ihloff
zuri geschkachtete und vier lebende Rinder ab.
Wegen verbotener Scqhachtung wurde der
Schweinemäster Wilhelm Kurzweg in Weißenlee
seslgenommen. Er hatte auf einem sreiem
Platz am Wedoing, in der Stahlheimer#tr. 23.
der dem Hausbesitzer Grimm gehört, ein Nind
eschlachtet und zerlegt. Das Fleisch uno 30 lebende
Schweine tonnten beschlagnahmt werden
Berlin, 12. Juli. In Schleswig- Holslein
werden die großen sislalischen Terfmoore des
Landes angesicht? der Schwierigleilen der Kohlenveriorgung
nach Möglichteit abgetorft. Bedeutende
Moorlündereien sino in diesem Sommer
Bränden zum Opfer gesallen.
Rünchen#er Neirglet.
München. 12. Juli. Auf Antrag des gemeindlichen
Anlehens- und Finanzauoschusies
beschloß das Gemeindekollegium, zur Bewilligung
von Darlehen an Angehörige des gewerblichen
Mitrelnandes und der sreien Berufe einen
Betrag von 200000 Mgri zur Verfügung zu
stellen. Wie kiebel mitgekeilt wurde, stehen aus
Staatsmitteln für die Gewahrung von Darlehen
an noticidende Hundels- und Gewerbetreibende
6 Millionen Mark zur V ersüun .
münchen. 12. Juli. Den Arbellerdedarf
nurle ein Schumiler aus, der in ver Roile cimnco
Arbeitervermittlers in München umsungreich:
Betrugereien verudle. Der Ma.u Gohnte
vomt 9. bis 13. Juni unter dem Namen Otto
Proturisi ous Halle a. —., in inem der
ernen Ganthofe Muncheis; er stelite fich bei verschiedenen
Firmen vor und ectlar#, Jus Thuüringen
Arbeiler vermitlein zu wollen, zeigte Belege
von Firmen in Berlin und Hamburg vor
und erhielt, da er Vertrauen erweckle, vorschußnse
Beträge bis zu 1800 Mark für die zu ver.
mittelnden Arbeiter. Diese kamen jedoch nicht
und auch der emrüer ließ nichts mehr von
lich hören
#werssche Nachrichien.
Candshut, 12. Juli. Die Ernte ill zurzeit
in Niederbayern in vollem Gange ung
bringt ausgezeichnete Erträge, die die des Vor
jahres bedeuteno übersteigen. Auch Obst, besonders
Kirschen, gibt es in Menge, leider kann
aber wegen des Leutemangels dieser Reichtum
nicht voll ausgebentet werden. Besonders reich
tragen auch der Hollunder und Himbeer und
Taubeersträucher; gut angesetzt haben die Nußbäumc
und Hiselnußstauden.
Erlangen, 12. Juli. Auf eine Eingabe genehmigte
der Magisral einen Kreoit von Mark
30 000 für die durch den Krieg in Bedrängnis
geratenen Ueinen Hewerde- und Dandeltreibenden.
Diese Kreditbem lligung wurde vom Versi#=zenden
als Grundstock einer Hilfeleistung auf
bieiler Grundlage bezeichnet. Die Notwenodieleit
auch einer Unterstützung wurde im Magistrat
von verschiedenen Seiten betont. -
Pirmasens, 12. Juli. In der geheimnisvollen
Naubmordsach- Löwenthal-Gebhardl
wurden die beiden Ehefrauen der verhafteten
Gebhardt Vater und Sohn ebenfalls festenommen
und in das Amtsgerichtsgesängnie
eingeliefert.
Sweibrücken, 12. Juli. In einem nahe der
elsassischen Grenze gelegenen Dorf flürzte ein
achtjähriges Mädchen beim Pflücken von Walserblumen
in ein Altwasser des Rheins. Auf
Das Geschrei einer am Ufer beschäftigten Waschfrau
eilten mehrere Leute herbei, die aber nicht
den Mut hatten, das Kind zu retten. Da —
die Wäscherin ihren Hund ins Wasser. Das
Tier verstand, packte das Kind vorsichtig am
Genick und brachte es glücklich ans User, wo#“
es Wiederbelebungsversuche wieder in Leen
urückriefen.
Die Bu#hzwischenzählund
am 1. Jum
Der Vestand an Rindern im Deulschen Reiche
betrug am 1. Juni ds. Is. 21462 671 Etücd,
datunter 2 379 238 Kälber im Aner v#n weniger
als drei Monaten. Im übrigen sehte sich
der Bestand zusammen aus 10.6 Min- jonen Küähen
und JFärsen über zwei Jahre ait, 1,4 Miel
Bullen, Stiere und Ochsen über wel Jahre
alt und sieben Millionen Jungrindern im Alter
von drei M#naten bis noch nicht zwei Juhren.
Stellen wir einen Vers#leich mit der letzten
Zwischenzählung vom 1. März 1917 an. 10 ergibt
sich bei den Kühen eine Abnahme von
100 030 Stück, bei Bullen und Oc#n eine
solche von 8449 Stück und bei Jungoieh eine
Verminderung von 44069 Stück. Nux bei
Kälbern haben wir ganz naturgemäß eine Zunalme
um 250 325 Stült
Hiem bemerlt das „Wochenblalt des landw.
Vereins. Wir sehen also, daß die Erbbhung
der Fleicchration bereits in der turzen Spanne
Zeit in unsere Milch- und Jungviehbeftände
mertlich eingegriffen bat Noch viel ungünstiger
bat sich aber das Bilo deit der letzten Zahlung
für diese geslaltet. Der Jroße Mangel an
nur einigermaßen brauchbarem Schlach: viel hat
ein viel Kärieres Eingreisen in unsere Milchund
Jungviebhbeflände in den letzten iech Wochen
zut Folge gehabt. J ½ berechti 1 war dakher
die Forderung der Lanzwirte, um mögluchst
Poldige Re ** g der Fleischration im Iniereise
der Bieln##: uno Canz besonders im In-
1916.
teresse der Versortu ng der Allgemeinheit mit
Milch und Fett. Ver- eleicht man weiter den
Milchviehbestand oer Zählung vom 1. Juni
1917 mit dem vom 1. etember 1913 jo laben
wir jetzt rund 700 000 Stück Kühe weniger.
Zieht man weiter in Betracht, daß infolge fast
Länzlichen Kraftfuttermangels die Milchleiflung
der Kübe bedeutend zurüfk#regangen ist, daß ferner
aus dem gleichen: Grund die Auszuchtlälber
länger mit Milch ernährt werden müisen,
jo ergibt sch eigentlich von selost die Foc berang.
daß oie Abschlachtung von nur einigermaben
brauchlaren Kühen im Interesse der Vollser--nährung
hintangehalten werden muß. :
Gegenüber der Zählung am 1. Dezember vor.
Jahres ergeben sich folgende Veränderungen:
Der Rinderbestand geizt eine Zunahme um
588 442 Stück 28 Prozent, die Küle und
Färsen Laben um 51 861 Stüc 0.5 Prozent
abgenommen. die Bullen, Stiere %% Ochen
weisen eine Abnahme um 44140 Stüf = 30
Wrem auf, das Jungoieh nahm um 138 164
Stück — 2,8 Prozent zu, die Kälber zeigten
ene kin um 496 279 Stück= 26.4 Prozent.
Im Vergleich zur Zählung am 1. Dezem--ber
1913 hat sich zwar der gesamte Rinderbestand
infolge der mit den natürlichen Ablalbeverhaältaisen
zufammenhängenden Zunahme der
Kälber bei der Juni-Zählung um 463 649 Siüs
24,2 Prozent gegenüber dem 1. Dezember
1913 um 467727 Stück 2,2 Prozent vermelrt.
Dagegen haben die Kuhe um mehr als
eine halbe Million, genau um 692 310 Stuck
6, 1 Prozent abgenommen.
Die Schweinehaltung hat, wie nicht anders
zu erwarten war, ebenfalls seit der Zwischenzählung
einen neuerlichen Rüägang erfohren u.
zwar im ganzen Reich um 245 451 Stück. Die
Jungschweine unter einem halben Jahre habten
sich dagegen um runo 80 000 Stück vermehrt.
Die Gesamtzahl an Schweinen belief sich am
1. Juni 1917 auf 12,7 Millionen Stück, das
find runo 12 9011000 Stück weniger als am
1. Dezember 1913. Hoffen wir, daß oie Beurige
Getreide-, Hadfruchternte reichlich ausfällt,
damit auch für unsere Schweinehallung. elwas
übrig bleibt. Vorläufig aber ist das gesamte
Brotgetreide einschlieblich Gerste oer neuen
Ernte beschlagnahmt. Die Gerste soll reillos zur
Brotversorgung herangez'gen und die Kartoff#eln
ausschließlich für die menschliche Nahrung
verwendet weroen.
Der Bestand an Schafen hat im Initeresse der
Wollerzeugung eine Vermehrung erfahren. Er
betrug am 1. Juni 1917 6,1 Millionen Slüc.
Die Zunalme betrug im Vergleich zur Zählung
im März bs. Joe. 248 097 Stück uno gegenuber
der Zählung am 1. D#cember 1913 646032
Stück.
Der banerische gansbssitz.
München, 9. Juli.
Der Landesverband Bayer. Grund- u. Hausbesitzer
hielt Freitag und Samsiag in München
seinen ersten Uerbandstag im Laufe des Krieges.
Die öffemliche Tagung fand am Samstag
statt. Obervürgermeister Dr. v. Vorsc hieß
die Tagung im Namen der - willkommen.
Die Rede, die großen Beifall fand und gedruckt
allen Stadtwerwaltungen zugesandt werden soll,
betonte, daf trotz der gewaltigen Erschütterungen
der baye##ch: Grund- u. Hausbesitz scch auirecht
erhielt und sogar auf der nie versagenden Grundlage
der Selbsthilie auch für die Uebergangswirtchaft
und darüber hinaus höchst ersprießlich wirtende
Schöpfungen des Gemeinfinnes ins Leben
rie
—:
f.
Zunächlt behandelte der Verbandsvorsitzende
Humar die Steuernot des bayerischen Hausbesitzes
und seine wirtschaftliche Lage im oritten
Von einsamen jsenschen.
Koman von Fritz Gankyer
W W-Wiederumiipdieii.«1)iienoqurl)tseines
gegrbetieiiWomsciealiepihniimitziiBode
zwanginidihrdeiiuiisindeiiRcckeisleiitt
haue-undgeionliianiikueimieIliiddazii
tqaipwslicheinunivilepkqeiiueoiioieReii
nigra-.Beitr-nieecluiiiiliodkreiiiptaiid
er ihn wicklich?
Jedenialls war er da.
Erst seit Stunden kannten sie sich und schon
suchte sie ihn zu beeinfluslsen, drangte sie sich
in seine Seele und seziette seine Gesuhle. Was
berechtigie sie dazu!?
Kühler und oschguluger als bisher sagte
er: „VBielleicht lonme ich auch um der Kunst
willen hungern. Aber es ill unnutz, davon zu
reden und daruber nachzudenten. Es wird
nie zu einem Versuch kommen, meine Starke
in dieser Hinsicht zu prüfen; denn ich bin durch
mein Wort gefesselt.
ie empfiond das Abweisende in seinem
Ton und zuckte leicht zusammen. Dos leuchtende
Stcahlen in ühren vellen Augen erlosch
und machte einem tefen Wedanern Plotz.
Ja, er war mirklich ein Schwacher, einer,
ber au taulend Bedenken llebte und sich nicht
loszureißen vermochte mit einem einzigen
bühnen, starken Ruck. Und es war Torheit, sich
noch langer Mühe zu gebven, ihm den rechten
Be
—4 iragte sich, was sie veranloßt
jeder andere Mensch, den mon nur gerade
H# es überhaupt zu versuchen. War #hr
olfgang Warnick nicht genau ebensobtel wie
aiswanehern hat? War er ihr überhaupt
nicht noch bei weitem weniger, dieser unent-[hlossene
Traumer:
Sie jand keine entscheidende Antwortk.
Jedenfalls tat er ihr leid. Und um seiner
selbst willen reckie sich ihr iesunn noch, einmal
auf. ie gab sich Mühe, das Abweisende
in seinem Ton zu vergessen, 1 5% agte:
„Ich schotze es als die Aichte Iu end
eines Mannes, wenn er sein Wort hä anz
gewiß. Aber ich bzate ihn nicht für lt sn
es einzulosen, wenn er mit seinem Versprechen
das Wahre in ch, unterbindet und knebelt
wle elnen Silau
„Kennen Se- — Wahre in mir, Fräuleln
Reimarus?= frogte Wolfgang, ohne zu überlegen
was er sprach, und run'elte die Stir
Eleonore sprang auf und #uup die Zöhne
in die Unterlippe. Dann sagte sie kühl, mit
einem Anflug von Spott i der Stimme:
allem, was Sie mir gesagt haben,
anloubte ich es zu kennen. Aber ich tauschte
mich wo Sle sab an ihm vorüber und
blickte auf das glitzernde Wasser. „Ich denke,
mein Bruder wird leine *** e vollendet haben.
Wir wollen zu ihm
Sie schritkt, ohne * Entgegnung von ihm
abzutmarten, noch dem Wege zurüc Wolsgang
solgte langsam mit gesenktem K’#pll.
.„Nun i#m sie verletzt“, dachte er. „Ich bobe
des W gewollt, ader sie wird nun nicht
mehr in der visLerigen Weise zu mir reden.“
Und e dieseem Gedanlen emen er orlelchtert
ulng
Alle s, das würde sie nicht. Eleonore
war u dn etzt und bereute jedes Wort, das
ne n zu Wölsgäng gelprochen. Er
Hriegesahe Trotz allen Bemühungen, das Pro
lem der Wohnungsfrage zu fösen, wurde biol
durch oie grenzenlose Verzettelung. und Jerspi
terung von Krästen und Mitteln nichts Prai
sches erreicht. Unter den Misltänden ist die #
steuerung der Wohnungen zu nennen, an #
der Staat und die Gemeinden durch die Steugesegebung
einen Hauptteil der Verantworin
tragen. Alle diese Umsathst#uern haben auer“!
Bantätigkeit ungemein erschwert, da jede Ster
die Wohnungsbeschaffung erschwert, und die *
pothelennot hervorgerufen. Durch den Krieg ñ
nun alle Schwierigleilen auf dem Wohnun:
mallt außerordentlich vergrößert worden. 1
Maßnahmen des Staales waren selbilverstür
lich bei weilem nicht hinreichend, den wirtscha
lichen Notstand auch nur eingermaßen zu bel
ben. a der Sthat durch seine Gesetgebm
wozu noch die Metallbeichlagnahme, die Kohl
notverordnungen usw. kommen, die Nollage h
beiführte oder mitverschuldete, muß er auch u
der diese Schäden beseitigen helfen.
ie Aufgaben des Staales lassen sich h
dahin zusammenfassen: Entlastung des (Orm
und Hausbesitzes, des grundsätzlichen Träge
des privaten Hauebesitzes, vor allem ourch ei
durchgreisende Aenderung der bayer. Stem
gesetzgerung, die Aufhebung der 21 fachen (0
meindeumlage, der Umsatzsteuern und der We
zuwachssteuer. Den Bau von Kleinwohnung
tönnte der Staat fördern durch Ausdehnur
Steuersreiheit wie bei den Bangenossenschaft
auf zwölf Jahre. Auf dem Gebiete des N.,
kredits muß der Staat die Selbsthilfebestreb.
gen, wie sie die Gründung der Landesbanl di
stellt, tatträftig unterstützen. Aber auch für d
Meliorationspreblem werden nicht weniger di
gende Mittel notwendig sein. IJn bezug c#
Baulätigkeit ist das gesunde Umernehmern
durch Erleichterung und Verbesserung der Be
vorschriften in jeder Weise zu fördern. Weiwird
der Staat alsbald nach Friedensschluß j
die Zujührung und Erleichterung des Bezu
von Baumaterialien und Rohstessen zu sor)
haben.
Die Gemeinden haben vor allem für die We
nungspflege und die Wohnungoaussicht zu sso
gen und für eine richzige Wohnungsstatis
Sie müssen die Selbsthilleunternehmungen dun
finanzielle Beihilfe (Haftübernahme) förde
Die Baulätigkeit soll künfiig mehr als bieherr
dem be stehenden Hausbesitz Hand in Hand geb
Die Mieter sollen die Wohmnungen pileglich u
zwemähzig behandeln. den Wohnungswe ch
einschränsen. Der Hausbesitzer muß erkenn
daß eine Gesundung seiner eigenen Verhältui
nur im Zusammenhang mit einer Gesundung l
ganzen Wohnungsfrage ersielt werden jann. F
ner mul; auf eine wirtschaftliche Kraftigung
soliden Hausbesitzes hingearbeilet werden. A
gabe aller am Wohnungsmartt beteiligten F
toren ist es endlich, die zukunftigen Entwicklun,
ziele richtig und lar zu erkennen. Ist die We
nungsfrage so gelöst, dann haben wir zugie
den sozialen Frieden um ein mächtiges Stül!
sördert
Die interessanten Darlegungen Humars wi
den vom Verbandstag ohne Aussprache :
Kenntnis genommen.
Landtagoabgeordneter Huksch gab in der A
sprache der Hoffnung Raum, daß in der ko
menden Tagung des Landtages sich lämtli
Parteien darüber klar werden, daß eine sofort
Hilfe für den Hausbesitz auf dem Wege
Steuergeisetzgebung natwendig sei. Sow
liberale Fraltion in Betracht komme, iönne
versprechen, daß diese hierfür eintreten wert
An Stelle des Akgeordneten Sch#rnagl,
durch eine Reise an die Front am Erscheinen!
bindert war, verbreitele sich dann Vorisitzen
#r wirruic
ein Schwächling, oistteicht gar ein Feigling.
Und nun verachtete i
Der Maler ous thnen schon enigegen
und winkle lachend mit der Hond. Aber als
er die ernsten Gesichter der veiden sah, schwand
das Lächeln aus seinen Züge
Was war geschehen? ?2
Cr vermied eine Frage nach dem Grunde
der Veränderung und versuchte, die alle Stimmung
durch heiteres Geplaouder wieder herbeizuführen.
Aber es gelang ihm nicht. Wolsgang sproch
sast nbertaum nicht mehr und ging mit
einem finsteren Gesicht neben den Geschwistern
Dber. Elconore gab einsilbige Antworten und
zwang sich nur manchmal zu einem leisen
Lachelne
So lag es über dem Rest ihrer Wanderung
wie ein boser Druck.
Sie waren ofl drei froh, als sie wleder
im Zuge jatzen und nach Verlin zurückluhren.
Sie halten ein leeres Abteil besliegen, und jeder
laß stumm in seine Ecke gedrückt, Horst der
Schwester gegenüber, Wolsgang auf derselben
ut, auf der Eleonore Platz genommen hatte.
Er vermied es, sie anzusehen, und
obachtete die langsom vorübergleitende Landschaft.
Sie kam ihm jetzt entsetzlich vonal vor.
Wie hatte er bei der Fahrt vor wenigen Stunden
auch nur einen Funken Interelse dalür
haben können! Auch sein Urtell über Eleonore
hate er vollstandig geandert. Sie erschien
ihm jeßzt kokelt, selbstherrlich, hatte wohl
das Bestreben, ihre Meinung anderen aufzudrängen,
und war anscheinend davon über.
zeugt, immer das Nechte zu sagen. Gang ge-
wise so war sie!
Humar kurz über die Errichtung von Grunofta
Die raumlihe Entsernung von #hr en:
fand er als eine Wohliat. Und als da- ?
teil auf den letzten Stationen vor Berlinei
äu füllen begann, blieb er ruhig sipen.
Arbeiter schoben ihre breiten Gestalten zioisen
ihn und Eleonore. Niemund hätte gend
daß die drei ersien Injassen zusammengeh#nt
und von einem gemeinsamen Ausslutqenen
kehrten.
Die Schauen des Oktoberabends hockt
schon in der Stadt, als sie auf dem Bahni
Friedrichstraße den Zug verließen. Sie u#mel
aale drei erleichtert auf und hafteten die Trepp
hinab. Im treibenden Strom des gerade
Viese Stunde besonders starken Straßenverlel
reichten sie sich die Hande zum Abschied.
standen sast auf derselben Stelle. wo We
hang und Horst vor wenigen Tagen zum erit
Rkale sich begegnet warer
Woligang erinnerte 4% dessen, alo er Elnores
Hand in der seinen hielt. „Ich gehi
nicht zu euch,“ dachte er, „es wäre besser
wesen, wenn unsfre Wege sich nie getrei
hätten.“
Eleonore erwog Aehnliches. Und als
am Arm des Brudes nach der Weidendamn
Brücke zu dahinschritt, sagte sie: „Wenn #
allein draußen gewesen wören, lämen r
srober heim. Ich bin aus demem Findli
* 46 georden. Er scheint selbt m
wissei s will.“ Eie ergzahlte v
der iltrt altt#n - Wohgeno und ließ ein
spöttischen, leicht gereigten Ton hinduichtilugt
—