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Platen Gaf. 109; sublst du das eigne ich verbluten,
weil du nur wohnen magst im du Geibel 1, 196;
mit einem auf du und du stchen; auf du und du?
dein bruder!“ Schiller 5, 62; einen mit du aureden:
bist mit dem teufel du und du Goethe Faust 1; an
substantive Verwendung rühren auch die Formeln einen
du nennen, du zu einem sagen; der heizet da die herren
du Helbl. 8, 517; zu meinem mädchen du zu sagen
Gleim 1, 129; neun mich du Schiller Karl. 1, 9;
auch wenn ich du wäre; vgl. 4.
Dübel, m. s. döbel 1.
Ducken, hastig niederbeugen; mhd. tueken, tucken und
im 13. Jh. auch schon ducken, eigentlich Frequentativbildung
zu mhd. tüchen, unserm tauchen mit später auf
niederd. Stufe gestelltem Anlaute, in Zusammenstellungen
Dübel — duckmäusern.
gelegentlich die Berwandtschaft zeigend: ##educken, R
under duken Dies., wie für tauchente auch der Name
duckente vorkommt: gewöhnlich jedoch hat der Begriff
sich verändernd erweitert; es steht seltener intransitiv,
sich hastig zu Boden drücken, mit dem Beisinn der Furcht,
Schüchternheit, List, als Jägerwort: das wild dueki
nieder; igel im grasc duckt Droste 52; duckt er (der
Falle) ins heideland Freiligrath 1, 55; dein 7
Taube) duckend köpfehen 2, 11; übertragen in älterer
Spr. auf das Zaudern mit der Sprache: er tucket, will
mit der rede nicht heraus Stieler; ebrliche leute
sollen nicht tucken ebd. (an tucke angelehnt, (. d.),
neuer auf das Schmiegen unter Befehle: nach oben zu
ducken Treitschke 2, 113; gewöhnlicher reflexiv: dd so!
er sich ducken Haupts Ztschr. 7, 381; wer des schattens!
genieszen wil, der musz sich unter dem baum ducken
Henisch; bätte sich das männlein geduckt Simpl. 2,46;
duckte mich hinter die uste Eichendorff Taugen. 9;
duckte er (ein Spmerling) sich kläglich zusammen Freytag
Erinn. 52; ich duckte mich in den finstersten
winkel hincin Rofegger Waldheim. 1, 191; der duckte
sich im ofenwinkel 2, 330; übertragen, in Bezug auf
Unterwürfigkeit: den rucken bucken, mich vor jedem;
ducken Garg. 49; sich schmiegen und tucken, de
muthigen Frisch; im sommer wurcken sie mit höf
lichkeit behandelt, im winter aber . muszten sie sich
ducken Keller Seldw. 1, 205; (bis) sic sich unters
joch geduokt Goethe zahme ken.; im Part. Prät.:
dus ist kein mann, wesz blut im sturmgehudel geduckt
Zuruckschleicht Lenan 111; in einem winkel geduckt
CFMeyer Nov. 1, 299; mancher laufe ungebeugt und
trotzig herum oder halte sich geduckt Keller Seldw.
2, 302; tranf. in älterer Spr. — verstecken: (Erbeutetes)
daz si ze loche tucket Ko Würzburg 393; neuer —
niederbeugen: mit geducktem kopfe Steinbach; den
kopt duckend Goethe it. Reise II; einen, den sich liberhebenden
abtrumpfen: den citeln . gegner zu ducken
a. d. Biogr. 27, 548; bair. der hahn duckt die henne!
(tritt sie) Schmeller. — Duckmänser, m. tückischer
Schleicher, mhd. tockelmoser, von welcher Zusammensetzung
der erste Teil als Weiterbildung von 958 tucken,
ducken (s. d.) erscheint, der zweite mit mhd. masen
schleichen (s. mausen) zusammenhängt: schow den duckelmuser
Brant Narr. 105, 19; ein duckmauser, verschlagner
böser mensch Henisch; jetzt mehr in milderem
Sinne, der in Gesellschaft mürrisch oder lauernd
slille: jetzt sei es nur ein leben für duckmäuser und
barenhüäuter Heyse 1, 263; wenn ich auch fleiszig war,
war ich doch kein duckmäuser Benedix Gefängn. 2,9;
ubtrumpfen, wer sich zu mausig mucht, und ermuntern,
wer wic ein tuckmauser dasitzt Immermann Münchh.
4, 74. — Duckmänserei, i. Wesen eines Duckmäusers. —
duckmänserig, duckntäusig, nach Art eines Duckmäusers:
scin duckmauseriges (duckmäusiges) wesen; im 16./17.
Ih. duckmüusisch, kockmäuscrisch Germ. 28, 365. 29, 351.
— duckmäusern, als Duckmäuser verfahren: phillsterhaft
duckmänusert dort die jugend Heyse Par. 1, 100.,
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Dudelei, f. das Dudeln, schlechte Musik: was schere
ich mich um seine dudelei? Wieland Vogelfs. 185;
ötendudelei Goethe Wahlverw. 1, 13. — dudeln,
Töne von sich geben wie Holzblasinstrumente; erst nhd.
erscheinendes Tonwort, das auch im poln. dudlié gleicher
Bed. wiederkehrt (wovon dudy Sackpfeife); im Deutschen
fallen dazu Schallnachahmungen wie dudeldum, dideldum,
dudeldei u. ähnl.; es ludeln und dudeln die schleifenden
pfeisen Clajus bei Schottel 910; während
.. die elarinette dudelte Heyse Par. 2, 239; übertragen
auf leierndes, namentlich halblautes Singen: er dudelte
vor sich hin; trans. ein sonettlein hast du selbst gedudelt
Uhland 136; was dudelst du ein liedlein her
Strachwitz Ged. 77. — Dudelsack, m. Sackpfeife;
ahe mu. der solche bläst (dafür dudelpseisfer
iederer 227).
Düffel, m. gröberes zottiges Wollenzeug; Sache und
Drdelei — dusten.
Name aus England (engl. dunlc): flanelle, duffels und
dergleichen ungeschorne futter oder tucher Möser
Pbant. 2, 139; duflelrock, Rock von Düße
Duft, m. feuchter Niederschlag, zarte Ausdünstung;
ein nur hochdeutsches Wort, ahd. als duftr gin von
Grass einmal belegt, mhd. nicht unhäufig als tuft
neben dem Masc, auch Fem., das noch bei Steinach
als die duft, ausdünstung, geruch erscheint), Plur.
tutte; ob das Wort, wie angenommen, in Ablaut zu
tief und taule (s. d.) stebt, ist unsicher, da die Natur
des Anlauts, ob ursprünglich d oder t, nicht sestgestellt
werden tann. 1) die ahd. Bed. des Frostes auch später:
swore tuge und scharfer luft machent is, sne, rilen,
tust Minnes. 2, 3922; in die Bed. Reif ändernd: #e
tuit Dief.; der doft der un den baumen hanget, o. rif
ebd.; dust prfna Henisch; als Fluch: dasz dich gottes
duft und luft schände ebd. 2) kalter Nebel: heide grisct,
ü# die riset tustes vil Landegge 20, 10; Nebel überhaupt:
was weht doch jetzt für trockne luft! kein
regen hilft, kein thau, kein duft Uhland 66, wohl
nach mundartl. Brauche; auch seuchter Niederschlag:
duft, sonderlich die nüssc an steinenen kalten wäünden
Frisch; in der Bed. eines feuchten zarten Dunstes hat
sich das Wort feit vor. Ih. in der Dichterspr. eingefunden:
ein wolkenbild, aus morgenduft gemacht Wieland Idr.
3, 70; den goldnen dust der morgenröthe Schiller Wall.
Tod 5, 3; derge, wülder stehen im duft; ein blaucs gebirg
endigt im duste die welt Schiller Spaz. 33;
über der erde schwebt ein duft.. den man nur aus
gemühlden und zeichnungen des Claude kennt Goethe
ital. Reise I; übertragen: durch den dutt der uherlieferung
hindurchschauen ders. 43, 406; den zarten duft.
der gegenseitigen beziehungen nicht verwischen. 3) von
Körpern aussteigende Ausdünstung: dieweil sie ungesunde
tufte von ine lasscu Frölich Stob. 485;
namentlich wohlriechende, auch in diesem Sinne der
neueren Dichterspr. eigen: der niedern veilchen duft
Brockes 1, 5; ein lieblicb bittrer duft ebd.; dufte des
himmoels oder dämpfe der hölle Goethe W. Meister
5, 11;0 frischer duft Uhland 35; diese blumen ohne
duft und farben Lenau 129. — düftelos, ohne Düste,
Wohlgeruch: die starre, duftelose (Malve) Uhland 51.
— duften, düften, Duft geben, mhd. tulten und tusten, die
unumgelautete Form ist in heutiger Spr. die gewöhnliche;
dlter — Heuchtigkeit aushauchen: die wünde duften
Frisch (vgl. duft 2); ungewöhnlich — zarten Dunst
verbreiten: wie klar fernher duftet das blaue geburg
Platen Hirte u. Winzerin; es dummerte schon und
duticte feucht um den see Goethe Wahlverw. 2, 13;
meist — Duft, Wohlgeruch aushauchen, Wort höherer
und dichterischer Rede, intranf.: blüte duftete gegen sie
Klopstock a. d. Vorzeit 6; für ihn .. dusten keino
blumen EvrKKleist 361; mir duftete nicht Paphos
myrtenhain Gotter 1, 1; (eine Rose) gluht und duftet
Freiligrath 2, 155; duftende blumcn, strauszer; in
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