Metadata : Die Wappen der Großherzogthümer Mecklenburg, ihrer Städte und Flecken.

überall  nicht  erhalten.  Die  älteste  Form  des  Schweriner  Stadtrechts  findet  sich  in  den  Urkunden,  durch  welche  es
auf  andere  Städte  des.  Landes  übertragen  wurde  (Güstrow  1228,  Malchow  1255,  Malchin  1256,  Röbel  126|,
Denzlin  12653).

Daß  die  Gründung  der  deutschen  Stadt  Schwerin  durch  Herzog  Heinrich  den  Löwen  selbst  und  nicht  erst
durch  den  Grafen  Gunzel  erfolgt  ist,  ergiebt  sich  unzweifelhaft  auch  aus  dem  ältesten  Stadtsiegel;  nach  dem  Zilde
und  der  merkwürdigen  Umschrift  )  desselben  kann  nur  angenommen  werden,  daß  der  Herzog  der  von  ihm  gestifteten
Stadt  sein  eigenes  Siegelbild  verliehen  habe.  In  diesem  ersten  sigillum  ist  das  Hferd  schreitend  dargestellt,  der
Reiter  mit  Hübelhelm,  Dreiecksschild  —  in  welchem  ein  leopardirter:)  Löwe  —  und  Fähnlein  gerüstet;  das  secretum
zeigt  das  Roß  galloppirend.  Die  Rüstung  des  Reiters  sowohl,  als  die  Säumung  des  ferdes  haben  sich  nach
der  jeweiligen  Mode  verändert.  Im  15.  Jahrhundert  besteht  die  Rüstung  aus  Salade  (Rennhut)  und  Tartschenschild;
  im  17.  18.  und  10.  Jahrhundert  artet  sie  zu  einem  vollständigen  Theater-Harnisch,  desgleichen  Schild  und
Helm,  aus;  das  Oferd  ist  häufig  auf  einen  Erdboden  und  ein  Löwe  auch  in  die  Fahne#)  des  Reiters  gesetzt.

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36.  Stavenhagen.

(Herrschaft  Werle.)

Wappen.
In  gold  der  schwarze  Werle'sche  Stierkopf.

Siegel.
.  O  Dm:  80  mm.  Im  runden  Siegelfelde  ein  Dreiecksschild  mit  aufsteigendem  Greifen.  Umschrift
SlGlILLUMR  -  BARGANSIAM  ·  DG  SSOVGnRRNRGGAN
(M.  u.  M.  geben  statt  8  in  Burgensium  (  und  statt  des  verkehrten  N  am  Schluß  noch  zwei  Dunkte.)
Abdruck  von  1555  im  Güstrower  Archiv.)
1  2.  O  Dm:  55mm.  Ungekrönter  Stierkopf  ohne  Halsfell,  etwas  nach  rechts  schauend,  im  runden  Siegelfelde.

Umschrift  ,
osIGILLVMGIVITATISSTAVBNHAGBN
Erste  Hälfte  des  17.  Jahrhunderts.
5.  O  Dm:  20  mm,  aus  dem  Anfang  des  18.  Jahrhunderts,
4.  O  Dm:  Zemm,  etwa  ein  Jahrhundert  jünger,  beide  mit  dem  gekrönten  Stierkopf,  dem  eine  Halskrause
angehängt  istz  '
5.  O  Dm:  27mm,
6.  O  Dm:  28  mm,  mit  gekröntem  Stierkopf  ohne  Halsfell.
Sämmtliche  ad  5  bis  6  erwähnte  Siegel  führen  die  Umschrift
·%  SIGILLVM  CIVTTATIS  STWENHAGEN

—

Stavenhagen  verdankt  zweifelsohne  seine  Entstehung  dem  Ritter  Reinbern  von  Stove,  welcher  im  Jahre
1252  das  Uloster  Ivenack  stiftete  und  bewidmete.)  Wie  das  Land  Stavenhagen,  so  gehörte  auch  die  Stadt  anfangs
zu  Dommern;  sie  empfing  noch  unterm  20.  Mai  12825)  durch  Herzog  Bogislav  die  Bestätigung  ihrer  Hrivilegien,
wurde  aber  bereits  in  demselben  Jahre?)  zuerst  pfandweise  und  späterhin  eigenthümlich  an  die  Werle'schen  Fürsten
überlassen.  «

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