Volltext : Archiv für öffentliches Recht.Siebenter Band. (7)

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  diskontieren,  unter  denen  die  Oktoberanleihe  von  15°?  Millionen  Yen  abgeschlossen
  worden  war.

Die  Antwort  der  russischen  Regierung  auf  diesen  Vorschlag  muß  spätestens
  in  zehn  Tagen  erteilt  werden,  damit.  die  für  die  Emission  der  japanischen
Schatzanweisungen  günstige  Zeit  nicht  nutzlos  verstreicht.

Bezüglich  der  in  meinem  Telegramm  Nr.  317  erwähnten  Möglichkeit  einer
Einigung  mit  dem  Bankensyndikat  habe  ich  es  für  zweckmäßig  gehalten.  das
Terrain  bei  einem  Vertreter  des  Syndikats  zu  sondieren:  dieser  erklärte  mir  aber
mit  großer  Bestimmtheit,  daß  das  Syndikat  sich  auf  keinerlei  Einigung  mit  uns,
bezüglich  der  Erneuerung  der  Septemberanleihe,  einlassen  könne.  Da  hiermit
die  Aussichtslosigkeit  der  Lage  klar  ist,  sche  ich  keinen  anderen  Ausweg,  als  den
V  orschlag  der  japanischen  Regierung  sofort  anzunehmen,  später  aber.  wenn  die
Umstände  es  erlauben,  zu  versuchen,  iin  Oktober  einen  neuen  Vorschuß  von  ihr
zu  erhalten,  der  jedoch  wohl  kaum  den  Betrag  von  40  Millionen  Yen  übersteigen
  dürfte.

Gleichzeitig  ist  es  notwendig,  die  Barzahlungen  auf  die  Anleihen  einzustellen,
  worüber  der  Militäragent  seiner  vorgesetzten  Behörde  Bericht  erstatten
wird,  und  ferner  sowohl  alle  neuen  Bestellungen  als  auch  alle  bisherigen  Zahlungen
  der  Kreditkanzlei  in  Japan,  zu  denen  wir  nicht  verptlichtet.  sind,  einzustellen.
  Es  darf  nicht  außer  acht  gelassen  werden,  daß  eine  Anhäufung  von  unbezalilten
  russischen  Schulden  hier  zu  den  unerwartetsten  gefährlichsten  Folgen
führen  kann.  Ich  bitte  um  schleunige  Instruktionen.

Krupensky.

(Iswestija  v.  14.  12.  17.)

Geheimtelegramm  des  Botschafters  in  Tokio
vom  27.  Juli  1917.  Nr.  319.
Vertraulich.

Ich  halte  es  für  meine  Pflicht.  zu  melden,  daß  nach  mir  zugogangenen  vertrauenswürdigen
  Nachrichten  der  bekannte  frühere  J.ieferant  unserer  Flotte  iin
fernen  Osten.  Moses  Ginsburg,  geheime  Verhandlungen  mit.  einigen  japanischen
Kapitalisten  in  Osaka  über  eine  Anleihe  von  30  Millionen  Yen  gegen  Sicherstellung
  durch  Obligationen  unserer  inneren  Anleihen  führe,  die  angeblich  für
die  russische  Regierung  bestimmt  ist,  wobei,  da  diese  Abmachune  im  Naiven
vorgeschobener  Leute  abgeschlossen  werden  soll.  die  in  Aussicht  genommenen
Bedingungen  für  die  Geldgeber  besonders  günstig  seien.  ‚Tedenfalls  bitte  ich,
mich  davon  zu  benachrichtigen,  ob  Ginsburg  mit  Wissen  unseres  Finanzministe-Fiums
  handelt,  da  derartige  Finanzoperationen  unsere  offiziellen  Kreditoperationen
  in  Japan  ganz  erheblich  schädigen  können.

Krupensky.

(Iswestija  v.  14.  12.  17.)