208 Goettingen, Universitäts-Bibliothek
auf Bl.1? als ehemaliger Besitzer ein gewisser “Ali ibn Käsim. Am
Schluss noch 2 Bl. mit türkischer Schreiberei in Diwäni.
Mich. 293 (arabisch) or. Papier mit Wasserzeichen; 63 Bl.;
194 cm hoch, 134 cm breit; 9 Zeilen 16 Jahrhundert. orient.
Pappband
Schrift dünn und langgezogen, deutlich und gleichmässig, vocalisirt.
Randeinfassung, Überschriften und Verstheiler roth.
Süra 58—114 und 1.
Am Deckel steht: Vetustissimum hoc Manuscriptum Arabicum ex
Bibliotheca Baremii jure possidet Eberhardus Baringius ... (ante diem)
xıv Cal. Novembr. anni aerae Christi Dionysianae 1625. Ferner:
Donum domini Pastoris Kitzow 1775 d. 10 Maji, Michaelis.
Mich. 294 (arabisch-türkisch) 88 Bl. mit Wasserzeichen; 94 cm
hoch, 7 cm breit; 6 Zeilen 17 Jahrh. orientalischer Lederband
mit Klappe
Schrift: unschönes Nasta’lik von türkischer Hand.
Arabisch-türkisches Gebetbuch. Anfang und Schluss fehlen.
Von Kur’änsüren sind folgende darin enthalten: Süra 114 (Bl. 45°)
36 (Bl. 46°), 67 (Bl. 68°) und 78 (Bl. 75°).
Auf dem Vorsetzblatt findet sich folgende Notiz: Anno 1683 den
2 Septembris (Wien’s Entsatz) auff den Sontag vom getreuen Samaritter
habe ich dieses büchlein in einem türkischen Officier-Zelte zur
beute mit genommen, da wier dem Erbfeindt geschlagen hatten Gott
lob. Unser Christen 100000 undt der Feinde der Türcken 300000
Mann. Gegenüber von derselben Hand: Martin Rohr Anno 1683 den
23 Oct. Ein späterer Besitzer nennt sich: Johann Christian Honack,
Wernigerode 1720.
Mich. 294a (arabisch-türkisch, früher Orient. 63) or. Papier mit
Wasserzeichen; 83Bl.; 10% cm hoch, 84cm breit; 7 Zeilen 17 Jahrh.
orient. Lederband, nur zum Theil erhalten vom Wasser beschädigt
Schrift ziemlich deutlich und gleichmässig, vocalisirt. Überschriften
roth.
Arabisch -türkisches Gebetbuch. Der Anfang fehlt und nach
Bl.1, 5, 13, 41 und 81 sind Lücken. Bl. 7°: „abe ses „.% (türkisch)
in etwas anderer Fassung auch Bl. 22, JUL» s&s er? türkisch (Bl. 19P),
„abe ses (Bl. 21°), 849 ss (BI. 37°) und ‚.5 sic (B1.59°) beide mit
vorausgehender türkischer Erklärung. Schliesslich eine Reihe talismanischer
Formeln gegen Fieber, Pest, Kopfschmerz u.s. w.
Mich. 294b (arabisch-türkisch, früher Orient. 186) europ. Papier
119Bl. 10 cm hoch, 74 cm breit, mit 8 Zeilen 18 Jahrh.
zierliches gut lesbares Nashi, vocalisirt.
Arabisch-türkisches Gebetbuch. Anfang und Schluss
fehlen, zwischen Bl. 28 und 29, 108 und 109 sind Lücken. Die Gebete
haben vielfach eine türkische Einleitung. Folgende sind besonders
namhaft gemacht: Alyyzb s&d, Jun> sed, md sit seo (BI. 79),
A sed (BI.13), „iz ses (BI. 20%), und seo (B1.570), „Lem 60
CB. 75°), „Bel m) ses (BI. 80%), ‚u5 ses (BI. 88h), zo sed zer Bl gg).
Die beiden letzten Blätter entstammen einem anderen Gebetbuche.