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die Bemühungen und die Anträge von dem preußischen Könige
aus. Katharine II. war in der Lage sich erbitten zu lassen, und
sie ließ sich erbitten. Sie erhielt durch Friedrich Einfluß auf die
Angelegenheiten des Westens, und Friedrich wiederum hatte einen
festen Rückhalt an der russischen Kaiserin. Das erste Bündnis
zwischen ihnen ward geschlossen im Jahre 1764.1) Es ward 1769
für acht Jahre erneuert und wiederum 1777. Im Jahre 1781
bat Friedrich um abermalige Erneuerung. Wir werden sehen, wie
damals die Dinge schon ein wenig anders lagen. Das Wesen
dieses Bündnisses kündet zunächst sich an durch eine Forderung,
welche die Kaiserin Katharine noch im Jahre 1777 bei der Erneuerung
aussprach. Sie verlangte die strengste Geheimhaltung
vor dem Wiener Hofe, damit derselbe nicht gereizt werde. :2) Von
preußischer Seite war diese Forderung leicht zu erfüllen; denn
außer dem Könige Friedrich und seinem Bruder Heinrich mochte
dort Niemand wissen, was es mit dieser Sache auf sich habe.
Wenn bei Friedrich II. Wort und That mehr übereinstimmten,
als es häufig bei ihm der Fall ist: so dürfte man sagen, daß er
gegen ein Bündnis mit Rußland ursprünglich Abneigung empfunden
habe. Eine solche nämlich hatte er früh kund gethan.
Wie er im Antimachiavelli der Welt eine Reihe von politischen
Grundsätzen ankündigte, die sich für Friedensfreunde vortrefflich
lesen lassen: so erzählte er dort auch, wie seine Vorfahren es vermieden
hätten die nordischen Barbaren in die Angelegenheiten Europas
hineinzuziehen. ) Als die Schweden, erzählt er, 1675 in
die Staaten des Kurfürsten von Brandenburg einbrachen, riethen
die Minister den Czaren zur Hülfe herbeizurufen. Aber der Kurfürst
blickte klarer als seine Minister. Er erwiederte ihnen, daß
die Moscowiter Bären seien, die man nicht entketten dürfe, aus
1) Oeuv. VI. p. 11. fl. XXV. p. 315. — 2) Oeuv. XXVI. p. 390.
3) Oeuv. VIII. 134. ch. XX I.
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