Metadata : Meyers Fach-Lexika; Lexikon der deutschen Geschichte.

Friedrich  (Kaiser  und  Könige).

war  der  Feind  zur  Flucht  über  die  Alle
gezwungen.  Ney  drang  aus  dem  Wald  bei
Sortlack  gegen  den  linken  russischen  Flüel
  vor,  fand  anfangs  hartnäckigen  Wider-"
  o7  empfing  aber  Verstärkung  und  warf
e  Russen  auf  F.  zurück.  Darauf  eröffneten
  die  Franzosen  ein  furchtbares  Geschützfeuer
  auf  die  Stadt,  diese  mußte  von
den  Russen  geräumt  werden,  und  die
lacht  war  verloren,  da  auch  der  rechte
Fl  n  unter  Fürst  Gortschakow  nach  der
Sta

t  zurückg  rüngt  wurde.  Der  Verlust
der  Russen  nenug—

6,000,  derjenige  der
Pranzosen  7000

ann.  Die  Folge  der
Niederlage  war  der  unglückliche  riede

von  Tilfit.

Friedrig  C(Friedensfürst),  Name
vieler  fürstlichen  Personen.

Übersicht:

Deutsche  Kaiser  (1I—4)/Pfalz  (15,  16)
Anhalt  (5)  Preußen:  Könige  (17—22)
Baden  (6)  *  Prinzen  (23,  24)
Brandenburg  (7—10)  Sachsen  (25—80)
Braunschweig  (11)  Schleswig-Holfstein  (31)
Hessen  (12)  Thüringen  (32)
Mecklenburg  (13,  1.)  Württemberg  (33).

Deutsche  Kaiser  und  Känige.

4)  F.  I.,  Barbarossa,  der  Rotbart,
als  Herzog  von  Schwaben  F.  III.,  geb.
1122,  Sohn  des  Herzogs  Friedrich  II.  von
Schwaben,  des  Bruders  von  König  Konrad
  III.;zein  Staufer,  doch  durch  seine  Mutter
  Judith,  eine  Tochter  des  Bapernher,
zogs  Heinrich  des  Schwarzen,  den  Welfen
verwandt  und  somit  geeignet,  den  Haß  beider
  großen  Geschlechter  zu  versöhnen.  Seinem
  Vater  war  er  1147  in  Schwaben  gefolgt,
  beteiligte  sich  dann  an  dem  unglücklichen
  Kreuzug  seines  Oheims,  kehrte
aber  schon  1149  nach  Deutschland  zurück.
Seine  Vorzüge  veranlaßten  Konrad,  ihn
zu  seinem  Nachfolger  zu  bestimmen,  als
er  1152  starb.  Dabei  überging  er  seinen
eignen  Sohn  Heinrich,  der  schon  1147  zum
König  gewählt,  allerdings  damals  noch
unmündig  war.  Am  5.  März  1152  wurde
F.  von  den  Fürsten  in  Frankfurt  a.  M.
gewählt  und  in  Aachen  gekrönt.  Schon
1154  unternahm  er  seinen  ersten  Zug  nach

talien,  hielt  auf  den  ronkalischen  Feldern
bei  Piacenza)  Gericht  und  Heerschau  und
ließ  sich  1155  in  Pavia  mit  der  lombardi-133



schen  und  in  Rom  von  Papst  Hadrian  IV.
mit  der  Kaiserkrone  krönen,  nachdem  er
ihm  den  Reformprediger  Arnold  von
Brescia  zum  Feuertod  eliefert  hatte.
Nach  seiner  Rückkehr  nach  Deutschland
schlichtete  8  1156  5—  über  das
rzogtum  Bayern,  welches  Heinrich  der
hwe  zurückerhielt,  während  die  Mark
Osterreich  zu  einem  Herzogtum  erhoben
wurde.  75  seinem  zweiten  Zug  nach  Italien,
  den  er  1158  unternahm,  eroberte  er
das  mächtige  Mailand  und  ließ  in  einer
Reichsversammlung  auf  den  ronkalischen
Feldern  seine  berühmte  Verordnung  über
die  königlichen  Heterchte  (Regalien)
verkünden,  durch  welche  sich  die  lombardischen
  Städte  in  ihren  Rechten  geschmälert
  sehen  mußten.  Als  mehrere  sich  empörten,
  zerstörte  F.  im  Winter  1159—
1160  die  Stadt  Crema,  hielt  dann  ein
Konzil  in  Pavia  ab,  auf  dem  er  sich  für
den  von  der  Minderzahl  der  Kardinäle
erwählten  Papst  Victor  IV.  gegen  Alerander
  III.  erklärte.  Duese  machte  seitdem
die  Sache  der  lombardischen  Städte  zu  der
seinigen,  war  aber  gegenüber  dem  siegreichen
  Vordringen  des  Kaisers  in  der  Lombardei
  machtlos  trotz  des  Bannstrahls,
den  er  1100  selbst  gegen  den  Kaiser  schleuderte.
  Nach  zweijähriger  Belagerung  wurde
1162  Mailand  unterworfen  und  fast  ganz
zerstört,  seine  Einwohner  in  Flecken  anesiedelt.
  Die  lombardischen  Städte  erannten
  nun  des  Kaisers  Forderungen  an
und  nahmen  die  von  diesem  eingesetzten
Statthe  ter  auf.

F.  kehrte  nach  Deutschland  zurück,  belehnte
  König  Waldemar  mit  Dänemark,
vermochte  aber  die  Anerkennung  seines
Schützlings  Victor  IV.  als  Papst  nicht
durchzusetzen,  besonders  seit  sich  eine  Kirchenversammlung
  zu  Toulouse  1160  für
Alerander  III.  erklärt  hatte.  Das  gewaltsame
  Auftreten  des  Kölner  Erzbischofs
Rainald,  den  F.  als  Statthalter  in  Italien
  zurückgelassen  hatte,  beförderte  die
ungusridengeit  in  den  Städten  Oberitaliens,
  und  ein  Erscheinen  Friedrichs  ohne
Heer  1164  war  nicht  geeignet,  die  Gemüter
umzustimmen.  Damals  wurde  an  Stelle
des  eben  gestorbenen  Victor  IV.  von  er  kaiserlichen
  Partei  Paschalis  III.  zum  Papst