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die Wissenschaften in Italien schnell wieder auf;
in Iralien vorzüglich vor allen übrigen Reichen des Occidents.
Man fand alte Autoren, das römische Recht erstand wieder.
Auch das sogenannte Lumpenpapier wurde erfunden,
da das Pergamem so theuer geworden war. Nun
konnten die Codices häufiger werden. Es ist eine allgemeine
Bemerkung, die man über den Styl der Schriftsteller
des eilften Jahrhunderts machen kann: zwischen den
Schriftstellern der ersten Hälfte des eilften und den Schriststellern
der zweiten Hälfte des zehnten ist ein so merklicher
Unterschied, als ob zwei Jahrbunderte dazwischen wären. Wer
etwas lernen wollte, mußte nach Italien gehen. Das machte
einen stärkern Zufluß von Menschen aus entfernten Reichen,
als das bloße Wallfahrten im siebenten und achten Jahrhunderte.
Noch mehr als Alles wirkte die Errichtung des
Cluniacenser-Ordens.
In dem letzten Viertel des zehnten Jahrhunderts fiel es
einem Abte ein, das Kloster zu reformiren, den vielen Miß,
bräuchen, die sich in die reichen Benediktinerklöster eingeschlichen
hatten, zu steuern. Dieser Orden war nur eine Branche
des Benediktinerordens, aber unterschied sich durch mehreren
Geruch der Heiligkeit, größere Thätigkeit, und was hier
das Wichtigste ist, größere Strenge und Einrichtung eines
ganz neuen Regiments. Ehe er entstand, war jedes Kloster
für sich vereinzelt, die Klèster in keiner Verbindung, in
keinen großen Staat zusammen verflochten; hie und da mehrere
Klöster der besondern Protektion des Pabstes empfohlen,
vielleicht so, daß der Bischof, in dessen Sprengel
das Kloster lag, dem Abte des Klosiers nichts zu befehlen
haben sollte (Exemtio). Also manches Kloster war erimirt;
aber doch nicht eine beträchtliche= Anzahl von Klöstern dem
Pabsie unmitrelbar unterworfen. Der Cluniacenser-Orden war