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nicht entgelten lassen duͤrfe, wenn der Vormund ungeschickt
gehandelt habe.
Doch man war elnmal des Administrators überdrüssig.
Wenn er zu Stuttgart seyn sollte, den Geheimenrathssessionen
beizuwohnen, so war er auf der Jagd, und wenn man ihm
die wichtigsten Papiere uͤberschickte, so blieb alles liegen; das
große Deputat, das er als Administrator zog, konnte auch
nuͤtzlicher verwandt werden. So trat also Eberhard IIl.
1633
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nachdem endlich der Oheim Vormund weichen mußte, in sei= Mai
nem achtzehnten Jahr die Selbstregierung an, und genoß das
erste Jahr die Freude, die Fruͤchte des Siegs bei Luͤtzen auch
in Schwaben einzuerndten. Er nahm schon von der Grafschaft
Hohenberg Besitz, und sein Canzler Löffler, den
sich schon Gustav Adolf als einen der Reichssachen trefflich kundigen
Mann ausgebeten hatte, konnte ihm von den Schweden
Vortheile verschaffen, die nicht jeder andere ihrer Alliirten
genoß.
Mit dem unglücklichen Tage bei Nördlingen hatte
aber alles ein Ende. Der junge Herzog war zwar nicht selbst
vor Nördlingen gegenwärtig gewesen, er befand sich bei der
Armee des Rheingrafen zu Gôppingen, deren Ankunft der
rasche Bernhard von Weimar, eh' er ein solches entscheidendes
Treffen wagte, billig hätte erwarten sollen. Das Gerücht von
der Schwedischen Niederlage kam aber gleich in der ersten,
gewöhnlich schrecklichsten, Schnelle nach Göppingen, daß der
Herzog, ohne seinen Räthen eine Insiruktion nach Stuttgart
zu schicken, ohne die geringste Verfügung in seinem Lande zu
machen, zu seiner Mutter nach Straßburg floh. Niemand
dachte an Anstalten zu einem Widerstande oder zu einer
traktatenmäßigen Unterwerfung. Der Weg nach Straßburg
war mit flüchtenden Räthen und Dienern bedeckt, welche
1634
27
Aug.