Volltext : Deutsches Kolonialblatt. X. Jahrgang, 1899. (10)

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Artikel  4.
Der  gegenwärtige  Vertrag  gilt  auf  Grund  der  den  Unterzeichneten  ertheilten  Vollmachten  als
ratifizirt  und  tritt  am  Tage  der  Unterzeichnung  in  Kraft.
Zu  Urkund  dessen  haben  die  beiderseitigen  Bevollmächtigten  den  gegenwärtigen  Vertrag  unterzeichnet
und  mit  dem  Abdruck  ihrer  Siegel  versehen.

Ausgefertigt  in  doppelter  Urschrift  in  Madrid,  den  30.  Juni  1899.
(L.  S.)  Joseph  v.  Radowitz.  (L.  S.)  Francisco  Silvela.

Die  im  vorstchenden  Notenwechsel  getrossene  Vereinbarung  wird,  nachdem  sie  die  verfassungsmäßige
  Genchmigung  gefunden  hat  und  das  im  Notenwechsel  erwähnte  Abkommen  über  die  Abtretung  der
Inseln  im  Stillen  Ozcan  ratifizirt  worden  ist,  mit  Beginn  des  1.  Juli  1899  in  beiden  Ländern  in
Kraft  treten.

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Perordnungen  und  Wittheilungen  der  Behörden  in  den  Schungebieken.

Bekanntmachung  des  Kaiserlichen  Gonverneurs  von  Togo,  betreffend  die  Abgrenzung
  der  Stationsbezirke  Sokode  und  Bafari  einerseits  und  Bismarckburg
und  Kete-Kratschi  andererseits.

Es  wird  hiermit  zur  öffentlichen  Kenntniß  gebracht,  daß  die  Abgrenzung  der  Stationsbezirke  Sokode
und  Basari  einerseits  und  Kete-Kratschi  und  Bismarckburg  andererseits,  wie  folgt,  stattgesunden  hat:

Vom  Schnittpunkt  des  M5  (Ukuböri)  mit  der  Ostgrenze  der  neutralen  Zone  folgt  die  Grenze  dem
Thalweg  des  Mô  (Ukuböri)  aufwärts  bis  zur  Einmündung  des  Kamassi  in  den  M6,  von  hier  aus  folgt
die  Grenze  dem  Kamm  des  Gebirges  zwischen  Fasau  und  Bo  bis  zur  Mündung  des  Shafab  in  den  Kué,
von  da  folgt  sie  dem  Thalweg  des  Shafaéz  aufwärts  bis  zum  Schnittpunkt  des  Shafacz  mit  der  Route
Fasaui—Kuê  (Ort),  Höhenpunkt  470  Fuß,  von  dort  führt  die  Grenze  auf  einer  geraden  Linie  bis  zum
Nordende  des  Bergzuges  westlich  Dofoli,  alsdann  dem  Kamm  dieses  Bergzuges  entlang  und  in  der  geraden
Verlängerung  desselben  weiter  bis  zum  Annä.

Lome,  den  3.  Juni  1899.

Der  Kaiserliche  Gouverneur.
(L.  S.)  (gez.)  Köhler.

Bekanntmachung  des  Kaiserlichen  Gouverneurs  von  Togo,  betreffend  die  Abgrenzung
  der  Stationsbezirke  Basari-Sokodeé  und  Sansanne-Mangu.

Es  wird  hiermit  zur  öffentlichen  Kenntniß  gebracht,  daß  die  Abgrenzung  der  Stationsbezirke  Basari-Sokode
  und  Sansanne-Mangu  wie  folgt  stattgefunden  hat:

Die  Grenze  beginnt  im  Osten  am  Schnittpunkt  des  westlichen  Steilabfalls  des  „Falle-Gebirges“
mit  der  französischen  Grenze  nördlich  des  10.  Breitengrades,  verläuft  dann  entlang  dieses  Westhanges  bis
südlich  des  isolirten  Berges  Behaung,  folgt  von  hier  den  Stammesgrenzen  zwischen  der  Landschaft  Lama
im  Norden  und  den  Landschaften  Tshore  und  Katyal  (Adyala),  im  Süden  bis  au  den  Kara  in  westlicher
Richtung.  Von  dort  ab  zieht  die  Grenze  den  Kara  aufwärts  bis  an  den  Uebergang  des  Weges  von  Katyal
nach  dem  Markie  Namboug  (Namongu)j,  läuft  dann  westwärts  auf  den  Schnittpunkt  des  Kabu—  Katyamba-Weges
  mit  dem  Flusse  Wanwa  zu,  so  daß  der  Markt  Nambong  südlich,  die  Orte  Nagbagn  und  Mundu
nördlich  bleiben.  Sie  folgt  dann  dem  Laufe  des  Wauwas-Flusses  bis  südlich  Dyäpure,  verläßt  hier  den
Wauwa  und  zieht  nach  dem  östlichsten  Punkt  des  Oti-Knies,  in  welchem  Kungnau  liegt.  Hierbei  sollen
Sadji  und  der  Weg  von  diesem  Orte  nach  Kuntya  nördlich,  der  Ballibstamm  mit  Naeri  südlich  bleiben.
Weiter  verläuft  die  Grenze  den  Oti  abwärts  bis  zu  der  Breite,  welche  das  Gebiet  im  Kungnau  Bogen,
sowie  Kuntori  nördlich  läßt.  Westlich  des  Otis  entspricht  die  Grenze  dieser  Breite  bis  an  die  neutrale  Zone.

Lome,  den  25.  Mai  1899.
Der  Kaiserliche  Gouverneur.
(L.  S.)  (gez.)  Köhler.