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jenigen, welche sich zu seinen entschlossensten Vorkämpfern aufgeworfen
hatten, selbst — aufzulösen. Clemens XIV (Ganganelli) scheint übrigens
die Auffassung derjenigen, welche in dem herrschsüchtigen Orden mit
seinen mehr als laxen moralischen Grundsätzen auch vom kirchlichen
Standpunkte aus nur ein — Übel sahen, geteilt zu haben. Er hob
1773 den Orden auf, weil durch ihn der „Friede und die Ruhe der
Christenheit“ gestört worden sei. Ob der Edelmütige, welcher auch
sonst für einen Papst zu frei und menschlich dachte, um dieser Tat
willen, durch Gift beseitigt worden ist, mag dahingestellt bleiben.
Daß man den Jüngern Loyolas eine derartige Beseitigung allgemein
zugetraut hat, steht fest. Nicht nur damals. Auch heute sind die
Kundigsten überzeugt, daß sie nach wie vor — dessen fähig wären.
Was besagt übrigens die physische Vergiftung Einzelner in Vergleich
zu dem psychischen Gifte, das sie Allen eingeben möchten!
Nichts kennzeichnet diejenigen, deren höchstes Gelübde dasjenige
des Gehorsams ist und dieses zwar vor allem gegenüber dem Papste,
dessen Unfehlbarkeit sie von jeher verfochten haben, als daß sie
seiner Entscheidung, seinem unzweideutigen Befehle zuwider — sich
nicht auflösten — und sich sogar zu diesem Behufe unter den Schutz
ketzerischer Mächte stellten. Im protestantischen England und Dänemark
durfte der Orden unbehelligt fortbestehen. Auch Katharina II. von
Rußland, welche die Jesuiten gegen die römische Hierarchie in Polen
gut brauchen zu können meinte, nahm sie unter ihre Flügel. So
bekanntlich auch — Friedrich der Große.
Was tun sich ihre Verfechter zurzeit dar ugute, daß Friedrich
sich sogar in einem Schreiben an d'Alember t ohne Anerkennung
über sie geäußert hat! Wie vernichtend für alle, welche vor der
Jesuitengefahr warnen! Die Wahrheit ist, daß Friedrich sie in der
Tat als Schullehrer für die Erziehung der Jugend für brauchbar erachtet
hat; jedoch nur in — Ermangelung eines bessern. Und dieses
zwar in jenem Schlesien und Polen, welche er aus der Hand der
Römlinge in einem in Bezug auf Schulbildung dermaßen rückständigen
Zustande übernommen hatte, daß er sich nicht anders zu helfen wußte.
Namentlich waren sie unter der römisch-katholischen Geistlichkeit die
einzigen, welche sich mit der „Wissenschaft“ beschäftigten und als
Pädagogen ernstlich in Betracht gezogen werden konnten. Wie Friedrich
sie sonst einschätzte, darüber läßt seine Erwiderung an d'Alembert,
der ihm seine Schrift gegen dieselben 1765, kurz nach ihrer Ausweisung
aus Frankreich, übersandte, keinen Zweifel. Damals suchte
der Papst (Clemens XIII.) sie noch zu halten und ihren Einfluß sogar
zu vermehren. Friedrich aber untersagte die Verkündigung der sie