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„O wie schön das aussieht!“ riefen sie alle. Aber Schnee
war es nicht, die Eltern hatten wirklich nur gescherzt; Blüten waren
es, tausend und vielmal tausend kleine weiße Blüten, die sich aneinanderdrängten
und die herabhangenden Zweige bedeckten. Ein
warmer Regen hatte am Abend die braunen Knospen geöffnet; da
hatten in der Nacht die kleinen zarten Blumensternchen sich still
auseinandergefaltet. Als dann der Morgen kam mit dem goldenen
Sonnenschein, standen die Bäume da in ihrer vollen Frühlingspracht.
„Seht, Kinder, das ist Frühlingsschnee,“ sagte der Vater.
Die Mutter aber rief: „Und nun tragt den Tisch heraus und die
Stühle, Kinder, wir wollen unter den Blütenbäumen Kaffee trinken!"
30. Der Kreuzschnabel. von Aultus Mosen.
Is der Heiland litt am Kreuze., 3. Blutbeträuft und ohne Rasten,
himmelwärts den Plick gewandt, mit dem Schnabel, zart und klein,
fühlt' er heimlich sanftes Bücken möcht den Heiland es vom Krenze,
an der stahldurchbohrten Hand. seines Schöpfers Sohn, befrein.
2. Hier, von allen ganz ver 4. Und der Beiland spricht in
lassen, Milde:
sieht er eifrig mit Gemühn „FSei gesegnet für und für!
an dem einen starken Nagel Trag das Beichen dieser Stunde:
ein barmherzig Vöglein siehn. ewig Blut und Kreuzeszier!“
5. Krenzesschnabel heißt das Vöglein;
ganz bedeckt von Blut so klar,
singt es tief im Fichtenwalde
märchenhaft und wunderbar.
S1. Osterfest. Von Karl Eerok.
De Winter ist vergangen, 2. Die Spiele sind vergessen,
er drückt' uns wie ein Traum, die Christkind einst gebracht,
die Schlüsselblumen prangen, dabei man still gesessen
frisch knospen Busch und Baum; in langer Winternacht;
die Mägdlein und die Buben verklungen sind die Lieder
behält's nicht mehr im haus, der schönen Weihnachtszeit,
sie schwärmen aus den Stuben doch seht, schon ist uns wieder
wie muntre Bienen aus. ein fröhlich Fest bereit!