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Lagerstroh 463,41 M, Wochenlöhne der Futterknechte 521 A, Kranlen-- und Invalidenversicherung der
Wärter 28 2, für das Rasieren und die Hilfe beim Impfen und Abimpfen 628 M. 32) Für verkauften
Impfstoff wurden 209 A vereinnahmt. 33) Für Abgabe von Impfstoff an das XIV. Armeekorps wurden
1223,10 „K, an Privatärzte 383 &, zusammen 1606%½0 4 vereinnahmt. 3/) Einschl. des Gehalts für den
Diener. 35) Sonstige Betriebsunkosten. 36) Für Lieferung von Impfstoff zu Militärimpfungen wurden
478,66 A vereinnahmt. 37) Darunter 10 A Vereinsbeitrag. 38) Für Medikamente. 39) Mietentschädigung
an den Dirigenten für 2 Zimmer. 40) Für Reinigung des Impfhauses und für Wäsche. 41) In Hamburg
lassen sich die Ausgaben für die Lymphegewinnung von den Ausgaben für die öffentlichen Impfungen
nicht trennen, weil die Staatsimpfanstalt nicht nur zur Lymphegewinnung, sondern auch ganz wesentlich
zur Vornahme der öffentlichen Impfung dient, und weil auch die Angestellten beiden Zwecken zu dienen
haben. 12) Staatlich angestellte Tierärzte verrichteten ihre Beihilfe auf Grund ihrer Staatsanstellung.
43) Die Schreibhilfe wurde seitens der Polizeibehörde gestellt. 4) Das Gebäude der Impfanstalt gehört
dem Staate. 45) Davon Miete für 44 Kälber 880 A, 2 Lämmer 14,,0 4, 1 Ziege 5,50 M., 1 Kaninchen
4 MA. 46) Davon Gehalt für den Gehilfen der Anstalt — neben Dienstkleidung, Wohnung, Feuerung und
Licht — 1293 M, für den Pförtner 1180 4, für Scheuerfrauen 790,50 &, für Hilfe in den Impfterminen
45 &, für Milch, Hafer, Heu, Grünfutter, Kaninchenfutter, Stroh, Torfstreu 1268,, 4 7) Davon Gehalt
des Heizers 1210 .
2. Die Impftiere.
Beschaffung und Einstellung.
In Königsberg i. Pr., Berlin, Stettin, Oppeln, Halle a. S., Hannover,
Cassel und Cöln traten Anderungen in der Beschaffung der Impftiere nicht ein. Die
Leihgebühr betrug in Königsberg i. Pr. 10 M, in Berlin 20 MA, in Stettin 8 bis 12 M,
in Oppeln 15 M, in Halle a. S. und Hannover je 12 M, in Cassel 7 bis 8 J“ für jedes
Tier. In Oppeln waren die Kälber recht jung; die sehr beschränkten Räume, insbesondere
das Fehlen eines Beobachtungsstalles gestatteten es nicht, hier durch längeres Zuwarten eine
Besserung zu erzielen. Die Anstalt mußte sich darauf beschränken, die Impfung um einige Tage
nach der Einstellung hinaus zu schieben. Eine Anderung dieses Mißstandes war dieses Jahr
völlig ausgeschlossen, da die Ursache in landwirtschaftlichen Verhältnissen lag, vornehmlich in
den Folgen der Trockenheit und des Futtermangels von 1904, unter welchen der Viehbestand
außerordentlich gelitten hatte.
In Halle a. S. bereitete in den ersten Monaten der durch die Dürre des Vorjahres
bedingte Rückgang in der Viehhaltung der Beschaffung von Kälbern einige Schwierigkeiten.
So stammten die in der zweiten Hälfte des März eingestellten Kälber Nr. 6. bis 11 aus
Westpreußen. Sie hatten einen zweitägigen Eisenbahntransport durchmachen müssen und
kamen mit so starkem Schnupfen und Darmkatarrh an, daß ein Tier fast einging und die
anderen bis zu 10 Tagen gepflegt werden mußten, um für die Impfung geeignet zu werden.
In München wurden 105 Kälber aus dem Zutriebe zum städtischen Viehhofe von
einem Obertierarzte ausgewählt und für die Anstalt gekauft. Nach ihrer Abimpfung wurden
sie der städtischen Sanitätsanstalt zur Schlachtung übergeben und bei einwandfreiem Schlachtbefunde
der Freibank zum Verkaufe überlassen. Der Einkaufspreis nach dem lebenden Gewichte
und der Erlös beim Fleischverkauf differierten um 24,"2 .
Der Transport der Tiere konnte wegen der erheblichen Entfernung der Impfanstalt
vom städtischen Viehhofe nicht mehr wie früher mittels eines Handkarrens bewerkstelligt werden;
er war an einen Fuhrwerksbesitzer vergeben worden, der für die Hin= und Fortschaffung
eines jeden Impftieres 3 M erhielt.
Zum ersten Male seit dem Bestehen der Anstalt wurden im Betriebsjahre 7 Jungtiere
im Alter von 6 bis 10 Monaten zur Impfung eingestellt. Sie waren im Herbste des Vorjahres
durch den Vorstand von einem Großgrundbesitzer gekauft und in dessen Stalle bis
zum Ende des Monats April aufgefüttert worden. Alsdann wurden sie von einem Futter-