Full text : Rosenheimer Anzeiger. 61. Jahrngang (61)

Aummer  276

Mittwoch,  1.  Dezember  1915

 

ker  englischen  Reiterei.  Wir  erbeuteten  3  Mascinengewehre,
  eine  Fahne,  Waffen,  Geschosse,
kelegraphenapparate  und  Mciegsgerät.  —  Ein
##eil  unserer  Flotte  versenkte  im  nordöstlichen
Derul  des  Schwarzen  Meeres  vier  russische  Segelschisse
  und  zwang  ein  russisches  Petroleum-Liff,
  auf  den  Grund  zu  laufen.  —  An  der  Dar-Fanellenfront
  beschoß  unsere  Artillerie  aichan
ee  seindlichen  Stellungen  bei  Anaforta.  Bei
ni  Burun  zerstörte  unsere  Artillerie  einen  seindchen
  Schütgengraben,  der  mit  Stahlschutzschilden
Eersehen  war,  sowie  zwei  Stellungen  für  Hand-##anatenwerfer.

Eine  Verschwörung  in  Aegyplen.
Rom,  29.  Nov.  Nach  der  „Tribuna“  wurde
Kairo  eine  Verschwörung  entdeckt,  die  bereckte,
  den  neuen  ägyptischen  Sultan  zu  entaronen,
  die  Minister  zu  stürzen,  sowie  der  engschen
  Herrschaft  ein  Ende  zu  bereiten.  Bisher
en  40  Personen  verhaftet  und  25  erschossen
corden.

Döderbayeisscher  Landrak.

München.  29.  Nov.  Im  Landrat  von  Obernanern,
  der  heute  seine  6.  Sitzung  abhielt,  teilte
nident  Dr.  v.  Brunner  in  dem  Bericht  des
den  Aurschusses  unit,  daß  als  Weihnachtsfür
  die  im  Felde  stehenden  Truppen  der
rmag  von  251/1„  Mk.  bewilligt  worden  sei.
Ein  Aza  der  sozialdemokratischen  Milgleer
  der  Landrates  hatte  Bezahlung  der  Tageet
  fur  die  Kandidaten  und  Kandidatinnen
SamtLiemes  nährend  der  kleinen  Ferien
ten  und  Oflern  angeregi.  Der  Ausl
  beschiofe  1.  Die  Weiterzahlung  der  Tage,
er  lis  z  der  beprenzten  Frist  von  sieben
lon  zu  genähren,  2.  den  Lehrkräften,  welche
#ln  ilres  Wolnsitzes  Unterricht  erleilen,
te!  eiden  Auolagen,  u  ie  Fahrtkosten  usw.
nerguten:  3.  für  alle  männlichen  und  weibi.
  -«.1us«  III-  kräste  das  Tagegeld  gleichauf

  *  Mk.  sestzuietzen.  Das  Plenum
di  esci  Borshlage  zu.  üuheden  wurde
at.  die  Zumme  von  153872  Mi.  zu
isen  zu  dem  Sachkedarf  der  Schulen,  sor
  r  imn  Unterhalt  und  zum  Neubau  von  Schullan
  Uicn.

Tie  Voranschläge  der  Realschulen  Landsberg,
.  Ingolftadt,  NRosenheim,  Traunstein,
jerlurg  und  Weilheim  für  1916  wurden
e  Erinnerung  genehmigt,  serner  zu  den  Kosen
  der  Erweiterung  des  Realschulgebäudes
«  :".  ein  als  lezte  Rate  die  Summe  von  Mt.
Lewilligt  und  als  Zuschuß  zu  den  Kosen
det  Erlauung  eines  neuen  Realschul-Gebäudes
Taiseru#g  al  Teilberag  200000  Mk.

Baueriche  RNechrichten.

Landsbut,  29.  Nov.  Der  Verein  Niedermner.
  Braucreien  hatte  dem  Gastwirteverein
ß  E  krur  Sand  mitgeleilt,  daß  vom  1.  Dezem-Vierpreis
  auf  dem  Lande  auf  30
erl  dit  werde.  Der  Gastwirteverein  teilte
Mitgliedern  mit,  daß  er  unter  allen  Um-.
  nan  seinem  früheren  Beschlusse,  den  Bierteis
  nur  auf  28  Pfg.  zu  erhöhen,  seithalten
nrerde  und  daß  die  Mitglieder  leine  weitere
Bierpreiserehölzung  vornehmen  dürfen.

Augsburg,  29.  Nov.  Mit  Rücksichmuf  die
s:  ndige  Hochwassergefahr  hat  sich  die  Stadt
lugsburg  entschlossen,  auf  eine  Strede  von
Kiometer  den  Wertachsluß  in  seinem  gan-9
  .  erinne  um  drei  Meter  tiefer  zu  legen,  neue
Lehre  unt.  Schleusen  zu  errichten  und  das  Flußkeu
  beträchtlich  zu  erweitern,  um  so  die  ansesinden
  Celände  für  Kulturzwecke  nutzbar  zu

wachen.  Mit  diesem  bedeutsamen  Werk  errichtet
cun)  die  Stadt  ein  groß  angelegtes  Kraftwerk,
um  so  die  beträchtlichen  Wasserkräfte  der  Werlach
  der  Augsburger  Industrie  nutbar  zu  ma-Een.
  Die  Kosten  der  Flußkorrektion  sowohl
ae  des  zu  erbauenden  Kraftwerkes  belaufen  sich
je  auf  6(00  Mk.  Nachdem  nun  nebst  der
rom  bayerischen  Staat  erbetenen  Beihilfe  von
000  Mark  auch  der  schwäbische  Landrat
einen  Kreiszuschuß  von  90000  Mk.  bewilligt
hlal,  ist  das  Millionenprojekt  in  Höhe  von
1250000  Mkl.,  das  sofort  nach  Itledensschiub
in  Angriff  genommen  wird,  gesiche

Dillingen,  29.  Nov.  Ein  CA##unmm
in  Pleidelsheim  hatte  trotz  des  strengen  Verloles
  aus  dem  Felde  ein  Geschoß  mitgebracht.
Sein  8  jähriger  Sohn  spielte  damit  und  ließ  es
jallen,  wobei  es  erplodierte.  Das  Kind  erkm
  tötliche,  ein  dabei  stehender  10  jähriger
Syrielkamerad  schwere  Verletzungen.

Gunzenhausen,  27.  Nov.  Die  hiesigen
Metzgermeister  weigerten  sich,  Fleisch  in  t
liiäten  von  einem  halben  Pfund  an  die  Verraucher
  abzugeben.  Der  Magistrat  verurteilte
)ieĩe  unpatriotische  Handlungsweise  in  einer  öfsentlichen
  Bekanntmachung  und  wies  darauf  hin,
daß  jeder  weitere  Fall  unnachsichtlich  zur  Strafmzeige
  kommen  nird.

—  Obetlent.

Kiefersselden,  28.  Nov.  Der  im  Felde
#ehende  Lehrer  von  Kiefersfelden,  Anton  Satt-*
  langjähriges  Mitglied  der  Kufsteiner  Lieertasel,
  schrieb  an  den  Verein,  daß  er  in  seinem

 

 

 

  

 

    
    

 

  

 

 

 

   
  

  
  

  

 

     

  
     
 

 

7.

 

 

 

 

 

Schützengralen  an  der  Weitfront  einen  Gesangverein
  gegründet  habe  und  sich  deshalb  von  der
Liedertafel  den  von  ihr  öfter  gesungenen  Männerchor
  „Das  blanke  Wort“  erbitte.  Freudigst
lam  diese  dem  Wunich  der  gesangsfreudigen
Krieger  nach  und  heute  erschallt  bereits  der
marlige  nationale  Chor  aus  raulen  Soldatenkehlen
  vor  der  seindlichen  Stellung.  Was  werden
  sich  wohl  die  Franzosen  denken,  wenn  sie
hören,  daß  die  Deutschen  Zeit  und  Lust  finden,
angesichts  des  lauernden  Todes  Gesangsübungen
zu  machen?  Dieses  Vorkommnis  zeigt  wieder,
von  welch  guter  Stimmung,  Zuversicht  und
Ruhe  unsere  Feldgrauen  im  Westen  beseelt  sind,
die  sich  sellst  nach  10  Kriegsmonaten  noch  der
Pfiege  des  deutschen  Liedes  crinnern.

Wiefersfelden,  29.  Nov.  Tiroler  Blätter
bringen  die  Nachricht,  daß  der  in  Kampesberg
nohnende  75  Jahre  alte  Wolfg.  Neuhofer  von
seinem  schon  lange  tot  geglaubten,  im  Felde
stehenden  Sohne  eine  Postlarte  erhielt.  Der
alte  Mann  haue  eine  solche  Freude,  daß  er
tödlich  vom  Schlage  getroffen  wurde.

Vad  Aibling,  29.  Nov.  Schon  seit  längerer
Zeit  sind  Bestrebungen  im  Gang,  die  Wasserkräste
  des  Willinger  Mühlbaches  besser  auszunützen
  und  elektrischen  Zwecken  zuzuführen.
Es  ist  nun  ein  Proielt  ausgearbeitet,  wonach
die  Wasserkräfte  in  eine  Stufe  zusammengesaßt
und  ausgebaut  werden  sollen.  Bei  einem  Gesamtgesälle
  von  17  Meter  ergeben  sich  je  nach
den  verfügbaren  Wassermengen  140)  bis  2000
Pferdekräfte.  Es  handell  sich  also  um  ein  Unternehmen
  im  großen  Stil;  schon  in  der  nächsien
  Zeit  soll  dem  Ankauf  der  bestehenden  Triebwerke
  näher  getreten  werden.

Hrien,  29.  Nov.  Der  62  Jahre  alte  Müller
  und  Hausbesihzer  Josef  Graßmeier  in  Prien,
früher  Regerlbauer  in  Ernsdorf,  führte  seit  lurzer
  Zeit  die  Eichtmeier'sche  Mühle  in  Bach  bei
Prien.  Geslern  nachmittags  kam  er  unglüclicherweise
  mit  der  rechten  Hand  in  das  Mühlenwerk
  und  tonnte  erst  nach  längerer  ZJeit  mit
zerquetschter  Hand  daraus  befreit  werden.  Er
wurde  sofort  in  das  Krankenhaus  verbracht  und
dort  mußte  ihm  die  Hand  abgenommen  werden.

Traunstein,  29.  Nov.  Die  Frage  der
Wiederinbetriebsetzung  der  Saline  ist  neu  aufgegrifsen
  worden.  Die  hiesigen  Badbesitzer
sandten  eine  Petition,  welche  dieses  Ziel  anstrebt,
  an  die  beiden  Kammern  des  Landtages.
Ob  dieser  Schritt  mehr  Aussicht  auf  Verwirklichung
  hat  wie  die  früheren  Bemühungen  sieht
dahin

Tegernsec,  29.  Nov.  Dab  zwei  Generationen
  in  kurzer  Zeit  sterben,  dürfte  kein  alltäglicher
  Fall  sein.  Hier  ist  dies  eingetreten.  Von
tragischem  Geschick  heimgesucht  wurde  in  dem
letzten  halben  Jahre  die  Familie  Maier,  zum
Euggei  am  egernseer  Berg.  Zwei  Söhne  sind
vor  dem  Feind  geblieben,  vor  drei  Wochen
wurde  das  Haurt  des  Hauses,  der  Vater,  zu
Grabe  getragen,  in  diesen  Tagen  der  85  fhrige
Grohvater.

 

Kommunales.
Sitzung  èdes  Kolleglums  der  Gemeinse-=Bevollmächtigten
  in  Rosenz###im.

Mittwoch,  den  1.  Dezember  1915,
vormittags  129  Uhr.

Tagesordnung:
1.  Kriegsunterstützung  von  Familien  städt.

2.  Industriegleis  zum  Grenzcchlachthof;
3.  Strombezug  für  die  Sanierungs-Anstalt;
4.  Geschäftsbericht  für  die  Kühlanlage;
5.  wetrabenbeleuchtung  hier,  Kommissions-An-6.

  ralen  der  gghnung  des  städt.  Wasserwerkes
  pro  1

7.  Prüfung  *sr  #n  der  Lokalarmenkosse
  pro  1913.

 

—————
Rosenheim,  30.  November.

Am  Grabe  des  Kriegers.  Im  Nachtrag
  zu  unserem  Bericht  über  die  Veerdigung
des  Landwehrmannes  Jollan  Beggl  leilen  wir
ergänzend  noch  mit,  daß  auch  der  Kompagnie
führer  des  Verunglückten.  Herr  Hauptmann
Graßmam  ,  Kranz  und  Nachruf  widmete.

Auf  dem  Felde  der  Ehre  gefallen:
Paul  Furtner,  Mesner  und  Oekonomens'ohn
aus  Umratshausen.  Soldat  im  1.  Juf.-Rgi.;
Johann  Gartner,  Bangerdauerssob  n  von  Bergham,
  Eri.  Res.--  im  16.  Res.  Inf.  Rgt.

Ausze  ichnungenim  Felde.  Dem  Eiserbahnsekretär
  Ludmig  Acheis,  Zurzeit  bei  einer
Eisenbah  nbetriebskompanie,  Sohn  des  Kal.
Bausührers  a.  D.  Reheis  in  Rosenheim.  wurde
das  Eiserne  Kreuz  verliehen:  im  Mätz  d.  J.
ist  er  bereits  mit  dem  Militärverdienittreuz  3.
Klasse  ausgezeichneit  worden.  Wie  uns  ferner
aus  Kiefersfelden  berichtet  wird,  i##l  außer  den
früher  schon  genannten  Arbeitern  und  Beamten
der  Marmorindustrie  Kiefer  A.-G.  auch  der
Techniker  Hans  Zeuleis  mit  dem  Eisernen  Kreuz
ausgezeichuet  worden.

Nentämter.  Vom  1.  Dezember  d.  J.  an

wurde  der  Rentamtsassistent  Waldemar  Schrofl

in  Wasserburg  auf  sein  Ansuchen  in  gleicher
Diensteseigenschaft  in  etatsmähiger  Weise  an
das  Rentamt  Troftberg  versetzt.

Fahrrlanänderungen  treten  zum  1.
Dezember  in  Kraft.  Die  Verbesserungen  im
Verkehr  auf  der  Snecke  Rosenheim=  Kufstein  hꝛben
  wir  bereits  mitgeteilt.  Auch  auf  der  Strede
Rosenheim-München  und  Rosenl,  eim.  Salzhurg
treten  mancherlei  Aenderungen  ein.  Der  Personenzug,
  der  bisher  früh  5  Uhr  12  Min.  in
Rosenheim  nach  München  abging,  verläßt  in
Zukunft  Rosenheim  schon  um  5  Uhr  17  Min.
Dagegen  ist  der  Eilzug  um  9  Uhr  5  Min.  um
eine  Viertelstunde  spxäter  gelegt.  Er  geht  vom
1  Dezember  ab  erst  um  9  Uhr  20  Min.  in
Rosenheim  ab  und  trifit  um  1°7  Uhr  30  Min.
in  München-Sbhf.  ein.  Ebenso  wurde  der  Miltagspersonenzug
  nach  München  später  gelegt.
Bisher  ging  er  um  11  Uhr  44  Min.  von  Nosenheim
  ab  und  traf  um  1  Uhr  55  Min.  in
München-  Hbhf.  ein;  künftig  ist  seine  Abfahrt  in
Rosenheim  auf  12  Uhr  25  Min.  feitgeĩetzt.  so
daß  er  also  erst  um  2  Uhr  50  Min.  in  München
  eintrifft.  In  Zusammenhang  damit  itehen
auch  einige  Aenderungen  auf  der  Strecke  Rosenheim-Salzburg.
  Der  Eilzug,  der  bisher  um
7  Uhr  2  Min.  früh  Salzdurg  verliet#z  und  um
9  Uhr  3  Min.  in  Rosenheim  eintraf.  geht  in
Zukunft  um  7  Uhr  18  Min.  früh  in  Salzburg
ab  und  trifft  um  9  Uhr  18  Min.  in  Nosenheim
  ein,  mit  Fortsetzung  um  9  Uhr  20  Min.
nach  München.  Weiter  ist  der  Schnellzug,  der
bieher  Salzburg  um  2  Uhr  6  Min.  nachmittags
  verließ,  sräter  gelegt,  so  daß  er  erst  um
2  Uhr  15  Min.  in  Salzburg  abgeht,  aber  wie
bisher  um  3  Uhr  54  Min.  in  Rosenheim  ein.
trifft  und  um  3  Uhr  56  Min.  nachmittags  nach
München  weiterfährt.  Seine  Falrrizeit  zuäcchen
Salzburg  und  Nosenheim  ist  also  verkürzt
worden.

Verein  Wendelsteinkirchlein.  Im
vergangenen  Sommer  wurden  für  die  unlen
aufgeführten  verstortenen  Mitglieder  durch  H.
Hrn.  Direktor  Ostermeyer  von  hier  im  Kirchlein
  auf  dem  Wendelstein  die  hl.  Messen  gelesen:
Für  die  Herren  K.  Postoerwalter  Dürr,  Privatier
  Jak.  Kiermeier,  Kunstmühldirektor  Weller,
  Ossiziant  Mich.  Kogtz  und  Pfarrmeener
Eder,  sowmie  für  Frau  Anna  Häuslmeyer,  Lehrerswitme.


Der  Männer-Stemmverein  „Ba
varia“  veranstaltete  am  Sonntag  im  Gast.
haus  zum  „Deutschen  Jäger“  einen  Sporteabend,
  der  einen  sehr  guten  Besuch  aufzuweisen
hatte.  Von  den  zahlreichen  Vorführungen,  an
denen  sich  sämtliche  Kräfte  des  Vereins  betei
ligten,  seien  die  vorzüglich  durchgefuhnten  Grup.
pierungen  erwähnt,  die  mit  großem  Beifall  aufsgenommen
  wurden.  Besonders  bervorzuheben

 

mären  das  Schaustemmen  und  die  Ringkampflenlurren
  (veichtgemicht.  um  die  Meisterschaft.
Bei  beiden  Vorführungen  zeichnete  sich  der  bisherige
  Meisterschaftvchegeß  im  Ceichtgewicht
Alois  Kirchmeier  besonders  aus,  welcher  auch
diesmal  nieder  die  Meisterschaft  errang.

Ein  Hurd  ist  zugelausen;  zu  erfragen  im
magistratischen  Ceschäftszimmer  Nr.  2.

Pferde-Versteigerung.  Der  Loandwirtschaftliche
  Kreisausschuß  versteigert  öffentlich
  an  den  Meisthietenden  am  Samstlag,  den
4.  Dezember  1915,  vormittags  11  Uhr,  im
Grohschen  Anmesen  in  München-Laim,  Fürstenriederstraße
  61,  20  schmere  Arbeitshengsie  und
5  Hengste  des  Neit-  und  Wagenschlages.  Bedingungen
  wie  seither.

Blumen  aus  Feindesland.  Der  Prooinzialverband
  schlesischer  Gartenbauvereine  erläht
  in  den  Tageszeitungen  folgenden  zeitgemäßen
  Aufruf  an  das  Publikum:  „Italienische
und  franzosische  Blumen  von  Deutschen  gekauft,
ftärken  die  Waffen  unserer  Feinde!“  Das  sast
Undenktare  ist  zur  Tatsache  geworden,  italienische
  und  französische  Schnittblumen  werden  durch
die  Schweiz  und  Holland  nach  Deutschland  geschmuggelt.
  So  nie  es  leider  deutiche  Lebensmilleln
  ucherer  gilt,  so  haben  sich  auch  vaterlandslofe,
  deutiche  Schnutbiumenhändler  gefunden.
  die  unter  dem  Scheine,  c  feien  schweizerische
  und  nollandisake  Blumen,  Blumen  aus
Ilalien  und  Suofrankreich  auf  den  deutschen
Markt  bringen.  Soll  demischesd  (veld  die  Wafsen
unserer  Feinde  arlen:  Wie  Moller=  deutlsche
Gärinerzeitung  berichtet.  sind  von  Chiasso  aus
der  Schueiz  Rundschreiben  versandt  worden,
welche  in  der  Schuen  gezogene  Schnitiblumen
anbieten.  In  der  Schueiz  nerden  aber  Schninblumen
  nicht  gerogen,  sondern  die  angepriesene
Ware  ammt  aus  der  ilalienschen  Riviera  und
Sudfrankreich.  Die  oflerreichische  Firma  Emil
Lung  in  Wien  bietet  ilalienische  Schnittblumen
an.  Die  Berliner  Cärknerborse  schreibt:  In
dieien  Tagen  trafen  fur  Verliner  Bin  imenhändler
  in  der  Berliner  Blumenmarkthalle  Körbe
mit  italienischen  Nelken  ein.  Nach  demselben
Blaute  soll  es  in  Berlin  Firmen  geben,  welche
heimlich  aus  ihren  Lagerkeilern  i#allenische  und
franzosische  Schninllumen  an  Bumengeschäfte
und  Blumenhändler  verkaufen.  Es  imnt  nicht  zu
verkemmen,  daß  sich  die  deutschen  Blut  nengeschäfte
durch  den  Fortsall  feindlicher  Blumen  im  Handel
  in  einer  gewissen  Notlage  befinden.  Das
deutsche  Volk  unterüße  daher  die  Blumengeschäfte
  und  begel#re  nicht  die  feindlichen  Blumen,
sondern  laufe  nur  in  Deutschland  und  den  verbundeten
  Staaten  gezogene  Blumen.  Vor  allem
bevorzuge  das  kaufende  Publikum  in  den  Wintermonalen
  ange:  riehene  Maiblumen,  die  ausschließlich
  in  Deutichland  gezogen  werden  und
von  Unieren  Feinden  in  Verruf  erklart  worden
sind.  Es  i#n  Baterlandsverrat,  jent  Biumen  der
Feinde  zu  kaufen,  um  vielleicht  unsere  lapferen
Krieger  und  die  (Lraber  umerer  Helden  damit
zu  schmucken.  Die  Lunderllauende  von  Mark
für  fseindliche  Blumen  vermandeln  lich  sofort
in  seindliche  Munition,  welche  unsere  Landesiinder
  nieder'treck.  Blumenhandler,  die  feindliche
  Schnit:  blunen  nsdemuggeln,  mussen  an
den  Pranger.  Der  Reichstag  aber  sollie  die
Einfuhr  von  Schuinklumen  au-  feinudlichen  Ländern,
  auch  wenn  sie  durch  neutrale  Staaten  vermittelt
  werden,  verbieien.

Die  boyerischen  Verinfeligen.

Verluitliste  Nr.  237.

12.  Juf.-Rgt.  Neu  Ulm.  Gohner  Mar,  Groß.
larolinenfeld,  schwer  reruundet;  Weißacher  Johann.
  Kuglmoos,  gefallen;  Fririch  Ludwig,
Oberharrer,  gefallen;  Ranki  Johann,  Kolbermoor,
  gefallen;  Schmid  Xaver.  Stephansiir.
chen,  gesallen;  Gefr.  Augun  Porpel,  Engelsberg,
  vermißt;  Tremmel  Alois,  Hotzelsried,  gef#allen;
  Kuler  Ce,  O  berrain,  vermißt.

 

 

 

 

hi####  cku###he  Oina###  tar  H##-und

##  ##  #e  -5

 

r  +5LO  LJess  ##

 

In  Rosenhelm  erhältlich  belm  Städtlechen  Elektrizitälswerk,
  Fernruf.-No.  30,  Sebastlan  Rupp,  Elektrotechalsches
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J.  Schmltz.  Elektrotechulsches  QOeschält,  Fernsprecher-No.
  255,  Johson  Stern,  Elektrotechnlsches
Geschäft,  Mäüncheneratrasse  10,  Fernsprecher-No.  88,
Ingenleurbüro  August  Thanner,  O.  m.  b.  H.  lahaber,
A.  Kallhofert,  Fernsprecher  No.  20.