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nicht blos des logischen Urtheils, sondern des Erinnerungsvermögens entäußern.
Denn alle die Schrecknisse, die Sie den Engländern an die Wand
malen, haben wir ja bereits einmal erlebt. Wie lange ist es denn her.
daß Oesterreich und die amerikanische Union wieder Silberstücke prägen?
Noch im laufenden Jahre gab es eine Zeit, wo nicht ein Silberdollar,
nicht ein Silbergulden geschlagen wurde, wo die französischen, belgischen.
schweizerischen Münzstätten dem Silber geschlossen waren und wo mit
alleiniger Ausnahme der geringfügigen italienischen Prägungen all' das in
Wirksamkeit war, was Sie als Zwangsmittel gegen England in Kontribution
setzen wollen. Haben die Engländer damals gezittert! Haben sie Miene
gemacht, zur Doppelwährung überzugehen:? Was berechtigt Sie zu der
Annahme, daß die nämliche Ursache jetzt eine so grundverschiedene Wirkung
erzielen wird? Doch richtig, Frankreich soll Silber auf den Markt werfen!
Und wäre das vielleicht etwas Neues? Hat nicht Deutschland genug Silber
verkauft, ohne England an der Goldwährung irre zu machen? Oder besteht
ein Unterschied zwischen deutschem und französischem Silber:? Und wieviel
Silber soll denn eigentlich Frankreich auf den Markt werfen, um die von
Ihnen beabsichtigte Silberpanique hervorzurufen? Sie sprechen einmal von
einigen Millionen Fünf-Franksstücken, ohne zu bedenken, wie komisch es ist.
von einer Summe, die Deutschland oft an einem Tage losgeschlagen hat.
einen so riesigen Effekt zu erwarten. Erst kürzlich wurde aus London berichtet,
daß die deutsche Regierung an zwei Tagen für 800,000 Pfund
Sterling Barrensilber abgab; das wären also zum gegenwärtigen Preise
ungefähr 25 Millionen Franks nominal; ich habe nun den Kurszettel zu
Rathe gezogen, um den Effekt dieser Verkaufsordre auf den Londoner
Silbermarkt zu eruiren. Was ich zu entdecken vermochte, war eine Baisse
um ½ Pence, das ist nicht ganz ¼ Percent. Also mit den wenigen
Millionen Stücken ginge es nicht, damit erschrecken Sie in London nicht
den armseligsten Jobber, geschweige denn die ganze englische Nation. Ober
soll es die Methode der Verkäufe sein, wodurch Sie Effekt machen wollen?
Es schwebt Ihnen möglicherweise vor, daß geschickte Börfenleute häufig
mit relativ geringem Ausgebote eine Baisse zu erzeugen vermögen und
Sie muthen also vielleicht Frankreich zu, ähnliche Manöver zu vollführen.
Das ließe sich allenfalls hören; aber ich glaube doch, daß
man, um bedeutendere Wirkung zu erzielen, selbst nach dieser Methode
Summen auf den Markt werfen müßte, bei denen die erlittenen Kursverluste
für den Verkäufer, also für Frankreich, sehr bedeutend in die Wagschale
fielen. Nehmen wir immer an, Sie könnten mit den 25 Millionen
Franken, die Deutschland gegen einen Abschlag von ¼ Percent los wurde,
den Kurs für einen Tag um Percent werfen; wäre dieser Effekt für
Frankreich um den Preis jener ½ Millionen Franks, die es dabei verlöre. —
und zwar gerade in Ihrem Sinne auf Nimmerwiedersehen verlöre, — nicht
etwas zu theuer erkauft und würde der Staatsmann, der Ihrem Rathe
folgen wollte, schließlich, wenn er glücklich dahin gelangt wäre, mit einem
Aufwande von unwiederbringlich verschleuderten ungezählten Millionen den
Silberkurs auf 35 Pence per Standardunze geworfen zu haben, nicht dem
Jungen gleichen, dem die Finger erfroren waren und der triumphirend ausrief:
„Geschieht meinem Vater schon recht, warum kauft er mir keine Hand-