lummer 2003
Geschuühfeuer gescheilerk war, gelang es abends
einer italienischen Abteilung, mit starker Ar-Hflerie-Unterstũtzung
in unsere Gipfelstellung
ein##dringen; heute früh warf ein Gegenangriff
den Feind wieder hinaus.
An der küftenländischen Front wurde der
Monte San Gabriele und die Gegend von
Nova Vas von der italienischen Artillerie lebhaft
beschossen. «
Sübsstlicher Kriegsschauplatz.
Bei den k. und k. Streitkräften nichts von
Belang. ·
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs:
von Höfer, Feldmarschalleutnant.
Nach der Kriegserkldc#n#
Rumäuiens.
Neben einer grenzenlosen Aufhetzung des
rumänisch. Volkes durch den Vierverband waren
es weitestgehende Versprechungen, mit denen
man Rumänien köderte. Ein Teil von Beßarabien,
Siebenbürgen, selbst Teile des Banats,
ist das nicht alles zusammen einen militärischen
Spaziergang wert! Ja vielleicht nicht einmal
diesen, nur das einfache Gestatten des Durchmarsches
russischer Truppen durch die Dobrudscha
zum Einfall in Bulgarien. Denn dieses
wird voraussichtlich die erste Absicht der Gegner
sein, wenn sic nicht auch hier schon wieder einen
anderen, der früher auf dem Plan erschienen
ist, finden! Das nächste Ziel ist dann die „voll.
ständige Niederwerfung Oesterreich. Ungarns“
mit Hilfe des neuen Söldners, wie sich in üblicher
Schlagwortweise die gegnerische Presse
auszudrücken beliebte. Sie hat dabei natürlich
nicht mit dem moralischen Eindruck gerechnet,
den der rumänische Treubruch in der Donaumonarchie
ausüben wird, und ebensowenig mit
unserem Generalstab, der sozusagen auch noch
da ist. Soweit sind wir also noch nicht; fürs
erste wird einmal das rumänische Land und Volk
alle Bitterkeit und alle Schrecken des Krieges
zu fühlen bekommen, den es nachden genauesten
Zeugnissen nicht entfernt mochte. Es wird sich
da sicher im Einklange mit seinem Könige befunden
haben, doch bielet auch dieser das Schauspiel
lder Ohnmacht gegen die Politik seiner.
Staatsmänner und die Ränke der Mächte, die
in seiner Armee ein weiteres Werkzeug zur
Hilfeleistung sehen. Und so wird denn, während
bier Hohenzollern und Habsburg engst vereinet
den gemeinsamen Feind belämpsen, dort Hohenzollern
gegen Habsburg stehen, allerdings ein
Hohengollern, das schon nach kürzester Zeit die
Ueberlieferung seines Hauses in der schmählichsten
Weise rerleugnet. Der Weltkrieg hat eine
neuc, welthisrorische Pikanterie erhalten, und
man darf gespannt sein auf die nächsten Aeußerungen
des aus hohengollernschem Hause, aus
deutschem Blute, stammenden Königs Ferdinand,
den sein Oheim einit an sich zog, um ihm
die Anschauungen und Grundsätze, denen er
nachgelebt, anzuerziehen. Die Rolle, in der jetzt
der König der Rumänen dastelt. ist heute
schon keineswegs beneidenswert, und wird ihn
vor der Geschichte in noch armseligerer Figur
erscheinen lassen. Ein Kronenträger, der sich von
einem geriebenen Feilscher, Bratsanu, ein paar
bestochenen Dienern di's Auelandes, Jonescu
und Filipesc. und erner Handvoll verwegener
diplomatischer Fälscher, der Gesandten der Vierverbandsmächte,
des ersien Rechtes eines jeden
Menschen, der persönlichen Entchlurfreiheit, berauben
ließ. (M.-A. A.)
det Kuieg als Friedeusstitel.
Komen von S. Hillger.
9 (Kachdruck verboten)
Jugend will genieben, man ist nur ci umal jung. Statt
daoß Sie der Mittelpunkt eine- AKreijes gebildeter
Menschen sind, müssen Sie arbeiten wie
eine Magd, und nicht allein das, man bürdet
Ihnen auch noch Heimo' beit ausf! Da sihen
Sie hier., abgeschlossen von aller Welt, und
sticheln um ein paar Piennige! Rasend könnte
ich darüber werden, rafend!“
Er sprang auf und lief ausgeregt durch
die Stube.
6 kann es nicht anders“, äußerte
Dora; „tfreilich, ich hatte mir auch Besseres
erträumt, aber als ich dann einsah, daß Hans
weder Streben noch Ehrgeiz kennt, fügte sich
mich. Wir sind ja glücklich.=Eine
heftige Bewegung der Abwehr folgte
ihren Worten. „Das ist unmöglich, das reden
Sie mir nicht vor! Hans mag ja in dieser
Engigkeit sein Behagen sinden, Sie nicht, Dora.
Sie nicht! Die siolse Rose kann sich niemals
wohl suhlen zwischen Kehricht und
Scherben; die Sehnsucht wird nicht nachlassen,
ihr eine ihrer würdige Umgebung vor die
Seele zu zaubern. An dieser Sehnsucht geht
sio frühzeitig zugrunde, wenn nicht eine liebende
Hand sie davonträgt, dabin, wo ihr Duft
berauscht und sie als Königin geseiert wlrd.“
Dora tachte hell auf. „Sie sprechen so
poetisch und herzbezwingend. daß man si
vor Ihnen in acht nehmen muß, Herr Bllener.“
Aelenheimer Anzelaen]
*⅞
VY.
Suornwet
—
--“———n
Auf der Balkanhalbinsel beginnt nun ein
Kampf auf Leben und Tod. Es ist möglich,
daß hier die Würfel der Entscheidung im Weltkriege
sallen. Auf Gedeihen und Verderb mit
Oesterreich-Ungarn, Bulgarien und der Türkei
verbunden, sieht auch das Deutsche Reich
einem neuen Feinde ins Auge. Die Ueberh.=bung
und Verblendung Rumäniens richtet sich
ebenso gegen das deutsche und bulgarische Volk
wie gegen Oesterreich Ungarn. Der täcische
Schachzug, der darin liegt, daß Rumänien nur
an Oesterreich-Ungarn den Krieg erklärt hat, ist
eine feige List, die ihren Zweck nicht erreichen wird.
Es gibt auf dieses Heraustreten Rumäniens gegen
unseren Verbündeten nur eine Antwort:
den Krieg auck für Deutschland. Daß über Rumänien
ein Gericht hereinbrechen wird, wie
die Männer es verdienen, die das Volk Rumäniens
ans Messer liefern. ist in diesem Augenblick
unser vornehmster Wunsch, und unsere feste
Zuversicht! (M. N. N.).
* —t—*-opp
Die Kriegserklärung stellt die Mittelmächte
nor eine neue militärische Aufgabe, über die
natürlick jett nichts zu fagen ist, deren 26.
sung wir aber und unsere Bundesgenossen mit
roller Zurersicht entgegenseben. Denn wenn
die Rumänen glauben, daß sie nur gegen Oesterreich
Ungarn den Krieg führen können, so
wie es lange Zeit mit Italien der Fall war,
so täuschen sie sich darin ganz gewallig. Wir
stehen treu zu unserem Bundesgenossen und
werden ihn mit allen Krästen unterstützen. Die
rumäniscken Streitkräfte stehen um großen
Teil bereits an der Grenze, sodaß mit dem baldigen
Eintreten militärischer Ereignisse gerechnet
werden kann. ..
Durch die Kriegserklärung Rumäniens hat
die Entente einen neuen Bundesgenossen und
einen weiteren Kräftezuwachs erfahren. Die
Stärle der rumänischen Armee, die im Frieden
einen Stand von etwa 80 000 Mann aufwies,
murde von der Ententepresse infolge der zablreichen
Neuformationen auf elwa 500 000 Mann
angegeben. Da Rumänien während der Dauer
des jetzigen Welikrieges Zeit genug gehabt hat,
seine Wehrkraft zu entwideln und alle Vorbereilungen
für die Aufstellung von Neuformationen
zu treffen, ist es wohl möglich, daß diese
Ziffern annähernd zutressend sind. Der
Kräftezuwachs wird der Entente umso erfreulicher
sein, als es sich dabei um ein noch
gönzlich frisches Heer handelt, das in den bisherigen
Kämpfen nicht in Mitleidenschaft genicht
langer warten. Ich hole den Kancce herein.
Es ist Ihnen doch recht, wenn ich die Kinder
und das Fräulein rufe 2“
„Nein, das ist mir durchaus nicht recht!
Und ich bin tansendfroh, wenn Haus nicht
kommt. Diese eine Stunde soll mir gehören,
ganz und ungeteilt! Sie sehen mich erschreckt
an. Gönnen Sie mir doch, daß ich mich ein
Weilchen glücklich in Ihrer Nähe fühle, ohne
jeden Zwang, daheim erwartet mich Einsamkeit
und tödliche Langeweile.“
Dora ging in die Küche. Hier kam es ihr
erst zum Bewußtsein, wie ihr Herz flog. Alle
was sie gewaltsam in sich zum Schweigen gebracht,
das heiße Sehnen und Wünschen nach
einem genußreichen, vom Schönen umflossenen
Leben hatte Bi#tner wieder geweckt. Sie hätte
ihm drum zürnen können, aber einmal bestäligt
zu hören, was heimlich in ihr gärte,
war einsach wunderbar. So war also gar kein
Unrecht, nichts Unnatürliches dabei, wenn sie
diesen Kleinkram verwünschte, ihre Seele hinauedrängte
aus den engen, beschränkten Verhöltnissen?
Ihre Knie zitterten, sie mußte sich setzen,
wenige Minuten nur.
Weinen hälte sie mögen ohne Aufhören!
Was nüßte idr die Erlenntuls, daß sie
schön und temperamentvoll, mit reichen Talenten
von der Natur ausgestattet, ein Anrecht
auf eine bevorzugte Zebensführung hatte?
ie war ja gebunden, doppelt, dreisach
gesesselt, der Mann, die Kinber, die Häuelichteit,
nirgends konnte sie entbehrt werden.
Aber dieses Bewußtsein, das sie oft 1
4% und. froh gemacht, drückte sle jetzt fast zu
oden.
SESie erhob sich gleichfalls. „Da Hans verhindert
mn lein icheint, lo wollen wir nun aber
Sie nannte ihr Leben ein verfehltes, wie
7
zogen wurde und deshalb auch seine unverbrauchte
Kraft in die Wagschale des Kampfes
zu werfen vermag. Die günflige Lage auf den
Fronten im Westen und Osten und die letzten
Erfolge an der bulgarischen Front lassen uns
hoffen, daß auch dieser Kräftezumachs der
Entente, dessen Bedentung nicht unterschätzt werden
soll, durch erneute Anstrengungen ausgeglichen
werden kann und daß die allgemeine
Kriegslage dadurch nicht entscheidend beeinflußt
werden wird. .„
Rumäniens Haltung ist bar der sittlichen
Grundlage. Im Balkankrieg 1913 hat es am
Schluß in den Krieg eingegriffen, als die anderen
Balkanstaaten, die die Leiden und Mühlalen
des Krieges erduldet hatten, am Ende
angelangt waren; ohme Schwertstreich hat Rumänien
damals für sich die Früchte der Arbeit
auderer eingebeimst. Dies Spiel wollen die Rumänen
wiederholen. Es wurde als Grundsat
der rumänischen Politik dargestellt, daß Rumänien
im Schlußabschnitt des Weltkrieges seine
Neutralität aufgeben werde, um bei den Friedemnsverhandlungen
dabei zu sein und sei,e
Ansprüche für ein Groß-Rumänien geltend zu
machen. Auf welche Seite sich dann Rumänien
schlagen werde, war Sache der Beobachtung der
Chancen. Der Vierverband mit Rußland war
ihm so lieb und wert wie der Vierbund mit
Oesterreich-Ungarn. Diese Politik der offen eingestandenen
nackten Selbstsuckt hat nunmehr
mumänien auf Rußlands Seite geführt. Daß
es die Kriegslage schlecht eingeschätzt hat, wird
ihm der Ausgang des Abenteuers blutig in
seine Geschichte schreiben. Die Rumänen wollen
Siebenbürgen in die Hand kbelommen, um es
beim Friedensschluß sesthalten und die siebenbürgischen
Kumänen in Rumänen einverleiben
—.
#izu können. Daher die Kriegserklärung gegen
Oesterreich Ungarn, für die Rumänien leine
andere Begründung hat, als Ländergier. Es ist
der versuchte Ueberfall des benachbarten habsburgischen
Reiches. Die Beschaffenheit des rumänischen
Hceres ist strittig. Die mobilitierte“-Truppen
sollen 600 000 Mann betragen. Während
von rumänischer Seile die Armee und insbesondere
die Artillerie Rumäniens hoch gepriesen
wird, wird außerhalb des rumänischen
Bannkreises starler Zweisel laut. Der Eintritt
Rumäniens in den Krieg wird darüber baid
Klarheit schaffen. Vom Schwarzen Meer, von
der Donau, den Tranesylvanischen Alpen und
den Karparthen begrenzt, hat Rumänen cine
überaus schwierige strategische Lage, welche die
Grundlage von #ösungen bietel, die den großrumänischen
Träumen entgegenstehen.
Gron lUieg es gegen Hans in ihr aus
r war schuld, daß iie unbemiltelt, an
jedem Qenuß sich scheu vorbeidrucken mucte.
Ja, er war schulo!
Sie fsüllte den Kaffee in die gewärmte
Kanne. Sie konme doch unmogliao) Ludmma
und die Kinder vom Kassceluch ausschließen.
Und doch würe auch sie Jeßzt lieber allein unt
Vitiner geblieben. Seine Worte, die ein
schleichendes Giit enthielten, hotten bereit53
Unheil angerichtet.
Es tam ihr übrigens bald ein rellender
Gedante. Sie ging zu Ludmula hinein, bei
welcher die Kinder iriedlich (pielend am Tisch
laßen, und sagte:
„Jerr Billner ist so überarbeitet und nervös,
wie ich es nicht vermutet, beste Ludunlia,
ichwage es nicht, die Kinder an den Kaftfretisch
zu holen. Sie würden mir einen rechten
Dienst erweisen, wenn Sie die Wildfangs hier
behtelten und mit ihnen zusammen sich hier an
Kaffee und Kuchen delelnierten. Im Gageschrantchen
steht eine Tüte mit feinem Geback.
Lassen Sie es sich gut schmecken, geben Sie den
Kindern nur wenig!“
Ludmilla zeigte sich bereit, Dorac Bilte zu
erfüllen, ohne sie übelzunehmen. Sie dachte
nicht daran, das Alleinsein der belden zu verhindern.
Im Gegenteil, sie förderte es.
Dora ging beruhigt zursick in die Küche
und suchte sich zu sammeln. Ats ihr das elnigermaßen
gelungen, trug sie auf einem hübschen
Tablett den Kassee in die Stube.
Bittner schritt noch immer unruhooll auf
und ab. Jotzt sland er still und sah zu, wie
Doras pübschgesormten, dochungepflegtest Hände
die Tassen füllten, Zuckerschals und Sabnendieher
zurechtichohen Es mar ein anmutloes
Mittwoch, 30. Außuffk 1014
— —
Rumänsens Schrittein
plumper Ueberrumpelungsversuch.
Wiien, 28. August. Aus der Art und dem
Zeitpunkt der rumänischen Kriegserkläueng
spricht die deutliche, wenn auch vergebliche Ab.
sicht, Oeslerreich-Ungarn zu Überrumpeln. Gestern
abend um 319 Uhr erschien der rumänlsche
Gesandte Prinz Mavrocordato im Ministerium
des Aeußern und übergab dem diensthabenden
Beamten im Kabinett Burians die Note mit
der Kriegserklärung. Diese Note ist vom 27.
August 9 Uhr abends datiert und mit der eigen
händigen Unterschrift des rumänischen Ministers
des Aeußern Porumbaru versehen. Die Nole
ist also der rumänischen Gesandtschaft in Wien
nicht telegraphisch, sondern brieflich übersandt
worden. Dies lonnie selbstverständlich nicht erfi
gestern geschehen, sondern die Note ist jedenfalls
schon einige Tage in den Händen Mavrocor
datos gewesen. Dieser gab um 3/19 Uhr das
Schriftstück ab, durch das sich Rumänien eine
Viertelstunde später als im Kriegszustand mit
uns erklärte.
Die Absicht der plumpen Ueberrumpelung
wird auch durch folgendes erwiesen: Gestern
3 Ukr nachmittegs sand wie bekannt ein rumä.
nischer Kronrat unter dem Vorsitz des Könige
stalt, der angeblich die Entscheidung traf. Aber
noch in der Nacht vom Samstag auf Sonntag
gab Bratianu dem öslerreich. Gesandten in Bu.
tarest Grasen Czernin folgende Erklärung ab:
„Ich kann, ich will und ich werde die Neutrali.
tät aufrechterhalten, der Kronrat wird dies beweisen.“
Bratiam hat dieses Verhalten offen.
bar für einen Zug äußerster Schlauheit und Ge.
schicklichkeit gehalten. Das Bukarester Publilum
glaubte noch am Sonntag vormiltag, dah der
Kronrat sur die Neutralität entscheiden werde.
Die Wahl des Sonntags zur Ueberreichung der
Note erfolgte unter der irrigen Annahme, daß
der Minister an einem Sonntag nicht anzutreffen
sein würde, daß die Note in der Nacht liegen
bleiben würde und Rumänien dadurch einen
Vorsorung von einigen Stunden für seine mili.
tärischen Operationen erreichen könnte.
Ueber die Gründe der Kriegserklärung
vorläufig nur bekannt, daß sich Rumänten
neuerdings über die Unterdrückung der Ruma
nen in Ungarn bellagte. Wie lächerlich und
salsch dieser Vorwand ist, beweist die Tatsache.
daß die Rumänen in Beßarabien vollständig ent.
rechtet sind, und die Verlegenheit der nationa
len Erlöserphrase tritt wie bei Italien klar iu
tage. Immerhin sticht das Vorgehen Rumcniene
erheblich schlechter ab, als sogar das
Italiens. Italien hat vorher wenigstens der
Bündnisvertrag gekündigt. Die rumänische Re
gierung jedoch ist ohne Kündigung des Bünd
nisvertrages in den Krieg eingetreten, obwohl
es seit mehr als drei Jahrzenten mit uns ein
Bündnis hatte, das zuletzt im Jahre 1912 wah.
rend der Ballanwirren erneuert wurde. Gegen
über cer Behauptung Rumäniens, daß durch
den Abfall Italiens vom Dreibund auch die
Verpflichtungen Rumäniens gegen die Mittelmächte
erloschen seien, kann festgestellt werden,
daß der Bündnisvertrag Rumäniens nicht auf
dem Dreibunde, sondern auf dem österreichisch.
ungarischen-deutschen Bündnis beruht, daß da.
ber der Austritt Italiens aus dem Dreibund
an den Verpflichtungen Rumäniens weder for
mell noch sachlich etwaos ändern konnte. Die
Kriegserllärung Italiens an Deutschland stebt
mit der rumänischen zweifellos in Zusammenng.
hang
Wie die „Neue Freie Presse“ von diploma
tischer Seile erfährt, wurde der öllerreichisch
ungarische Gesandte in Bukarest Graf Czerniam
2. Aug. vormittags vom König Ferdinand
empfangen, der dem Gesandten erllärte, er
Blld, aber r# argell: i#n vbocr.
Seine Phantasie hüllte oie schlanke reizende
Gestalt der jzungen Frau in ein kostlich weichen,
langfließendes Seidengewand, die in derocn
Lederschuhen sleckenden tleinen Füße gehorten
seiner Meinung nach in goldgestickte Seiden
schuhe, die Finger hänen mit Juwelen geschmuck
sein müssen.
Er jetzte sich wieder zu ihr. Er trank den
Kaffee, welchen Doras liebe Hüände ihm mundgerecht
bereutet. Er sah sie nut Blicken an,
vor denen sie die Wimpern senlte. Sie war
wie verzoubert.
Johannes kam nicht.
* ora noch Biltner wünschten ihn
herbei. Ihre Gedanken begegneten sich in dem
einen: Hans bleidt absichtlich fern, es ist ihm
peinlich, als untergeordneter Beamter dem
Jugendfreunde, der eine so großartige Position
errungen, zu begegnen. ·
Nun erst uberkam sie ruhiges Behagen.
Sie lauten auf.
Als Ludmilla eine Stunde später lauschend
an der Stubentür stand, tönte ihr unbefan:
genes Lachen entgegen. Drinnen wurden
Kindheltserinnerungen aufgesrischt. „Das wissen
Sie noch?“ klang deutlich beraus.
Enttäuscht 4 Ludmilla sich zurück. Doch
bald wleder lachte sie zuversichtlich in sich hinein.
Sie hatte doch wohl warten gelernt. Was,
w enn? Dora war, abgesehen ron
lhren sehr WWi[c& Schwächen und Fehlern,
d d
lerunen # M els dn #
muten durltt.
––– — .