60 Jahrse
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emsgeftaneeten achtseiligen
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Rosenheimer Anzeiger
D###tag, 19. November 2014
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Rosenheimer Tagblatt
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übernorsen.
Erfolgreiche Fortschritte des Ringens im Westen.
ole blurigen Kämpfe bel Lpern. — Die beschichung von Rementlercs und KRelms. — englands Ffurcht vor einem drutlchen Angriff. —
ole Beute der „Karlsruhe“. — bindenburgs erfolg gegen die Rufllen. — Siegreiche Gefechte der Oe##crrricher bel Kräkau. — die Rückwirkung
des Sicges bimd nburgs. — Ricderlagc und Rückzug der Serbrn. — der türkische vormarsch in Argppten. — der Rufftand mm
Repppten. — die Ruflenfeinlichheit der Perser. — bic Gdrung in Marokko.
Algemeines vom Krieg.
Die neuen Kriegskredite.
Berlin, 17. Nov. Dem Reichstag wird in
jeiner neuen Kriegstagung am 2. Dezember eine
neue Vorlage wegen Bewilligung neuer Kriegskredile
vorgelegt werden. Hiezu ersährt die B.
Z., daß die Höhe des von der Regierung beanspruchten
Kredits sich ungesähr auf der Höhe
des ersten Kredits bewegen werde, also etwa
Milliarden Mark betragen werde. Mit der
Zustimmung des Reichstags zu dieser Kredilvorlage
will sich die Regierung nur die Ermaächtigung
verschaffen, den Bedarf des Reiches bics
zum Ende des Etatsiahres, bis Ende März 1915,
zu sichern. Damit ist durchaus nicht gesagt,
Reich von diesem Kredit ganz oder zu
Teil Cebrauch machen muß, sondern es
Pandeit sich lediglich um eine Vorsorge. Dalier
ist auch von einer neuen Anleihe hureit nicht
daß das
einen
die Nede. (.3.)
Die englisazen Kriegs losten.
WIHB. London, 17. Nov. Im Unterhaus
erinnerte heute Ministerpräsident Arquith bei
ker Einbringung der Kreditvorlage von 225
Millioncn Pfund daran, daß am 8. August 10,)
Millionen Pfund bewilligt worden sind. Diese
sind teils für die Kriegsführung, teils für die
Sicherung der Lekbensmittelversorgung und
Fürforge für Flüchtlinge ausgegeben. Von den
neuen Krediten solien 10 Millionen Pfund an
Belgien, 800 000 Pfund an Serbien als ein
bis an das Ende des Krieges unverzineliches
Darlehen gegeben werden. Die britischen Kolonien,
die sich unter normalen Umständen mit
Anleihen an den Londoner Geldmarlt gewendet
hätten, solllen dieser Notwendigkeit durch
bie Reichsregierung enthoben werden, welche
ihnen Anleihen von 30 2500000 Pfund verschaffen
werde. Schließlich besprach Abquith die
Kriegskosten und sagte, diese beliefen sich gegenwärtig
auf 900 000 bis 1 Million Pfund
(20 Millionen Mark) täglich. In Anbetracht
der enormen Ausdehnung der Operationen und
anderer Erwägungen sei das nicht übertrieben
riel. Er könne auch keine Hoffnung darauf errjjnen,
daß sich die tatsächlichen Ausgaben vermindern
würden. Das Unterhaus nahm nach
lurzer Debatte einstimmig die Bill zur Bewilligung
des Kredits von 225 Millionen Pfund
au und ermächtigte die Regierung, eine zweite
Million Mann unter die Wassen zu rufen.
„Daily News“ erfährt, die Regierung beabsichtige,
eine Kriegsanleihe in Höhe von 500
Millionen Pfund Sterling herauszubringen, die
in zwei gleichen Teilen emittiert werden soll.
Not in Nordfrankreich.
München, 17. Nov. Wir lesen in der „M.
P.“: Die Bevölkerung Nordfrankreichs leidet,
wie wir aus verschiedenen an uns gelangten Berichten
entnehmen, jetzt schon bitiere Not. Di
Meldungen, daß unsere Truppen häufig ihren
Proviant mit den Jungernden teilen, beruhen
durchaus auf Wahrheit; der Mangel an Nahrungemitteln
für die eingeborene Bevoôllerung
der von den deulschen Heeren besetzten framdfiichen
Landesleile muß sich naturgemäs, mit
Einbruch des Winters noch mehr bemertrar m
chen. An fran##lfiselle Regierung. die in
Vorreaux eine merlwurdige Eri'ten: führt, sind
aus den Hungergegenden wiederholt Vorstellungen
gelaundt, in deuen eriuckt wurde, von
den in Sudfrantreich lagernden, um Tei grohen
Vorräten ein entipre#ender Onamum in
die Hungerdistrilte zu verschiten. Diese
mühungen waren bis jent vergeblich. Die Folz:
dieses unverstindigen und sträilichen Verhal
tens der franzöjischen Negierung wird wohyl die
Abwanderung der hungernden Nordfrano##en
nach dem Süden sein müsten. Und diese Ab
wanderung wird die ohnebin schbierig r*- 9
der frantösischen Regierung nicht erleichter I
x
die
Be
England und Holland.
· WTlLLondon,17.Noo.Oliiquithsnglc
Imllntcrlmn-:-:DieFkngecegchEIIIortg
wcrlscvonderRegierungcrtvochthapici
Grund, an unehmen, daß ein bekrächtlicher Teir
der nach den Ländern. wie Holland, ausgeführten
Tces den Weg nack Deutschland finde.
Es seien aber Mit:el vorhanden, die die Regierung
erfolgreich anwenden könne, um dies
zu beenden. Ad#quith sagie, es sei ein gefährliches
Gebiet, da die Frage neutrale Lander
betresfe. Holland sei ein Land, das seine Nechte
als ein neutraler Staat gellend mache. Die
britücke Regierung habe keinen Grund, zu hagen.
Holland besinde sich in einer seht delilaten
und schwierigen Lage, da das Land den
Unterlauf des Rheines beherrsche und an Bel—
gien gremc. Aquith schloß: Ich bellage mich
nicht über die Art, wie Holland seine Verpflichtungen
als neutraler. Staat erfüllte, aber
andererseits müssen wir dafür sorgen, daß Güter,
die tatsächlich für den Feind und seine
Armeen bestimmt sind, ihn nicht unter dem
Vorwande erreichen, daß sie für neutrale Häfen
konsigniert seien. 6„
1#
Lom westlichen Kriegsschauplaß.
Der Kampf um Mpern.
Kopenhagen, 17. Nov. Den „Daily
New:“ nurde gemeldet: Die Deutschen haben
einen verweiselten Angriff aufs Ypern unternommen.
Die Operationen der Alliierten in
dieser Gegend befinden sich im Augenblit an
einem kritischen Punkt. Vieles hängt davon ab,
ob sie noch einige Tage die Stellungen bewahren
kömen, die sie jehht einnelmen. Di
deutsche Offemive isi mit größerer Hefligteit
eingeleitet wie je zuvor. Es ist weder zu beschreiben,
noch zu glauben, daß Menschen das
auehalten, was die Deulicken in der lehten
eil geleistet haben. In den Vajonettlämpfen
Pardon weder gegeben, noch verlangt.
Weit und breik liehlt man keine Verwundeien,
onden nur Tote. (1.1 Nack amilichen den:
schen Verichten hal der deutsche Angriff bei
##ern Fortichritle gemachkt. Daß damit auch
pfer verbunden find, liegt auf der Hand.
Weiln. Amsterdam. I7.
bische Berichterstalter von „De
Zur Verslärlung geschwächten
Front und zur Ablosung belgischer
wurden frische franzssische Trupp#en herangeführt.
Ein Teil der Belgier gert nach Paris.
un die unverbrauchen Truppen der Parifer
Hortbesatzungen für den Frontdienst frei zu
machen.
77
ur I
Der bel
meldet:
westlichen
Truppen
Nov.
Tild“
der
D
Die Kämpfe um Reims.
W'n London, 17. Nor. (Nft,amtlich.
Tie „Morningrost“ meldet: Freitag
berrscht eine große Tätigleit in der Tmpaan:.
Neims und die Umgebung werden wieder heftig
beichossen. Die deutschen Linien eritrecken sich
in einem Halbkreis um die Stadt. Die
schen haben verschiedene Forts in Besfitz. In
den letzten 48 Stunden wurden heftige Angrisse
der Deutschen auf die wichtigsten Punkie
ausgeführt, wobei der großte Dru in der Nich
lung auf Verrrau Bac und Thiel ansgesuürt
murde. Die Deutschen erhielten offenbar graße
Verstärlungen an Artillerie. Ihre schweren Velagerungegeschitze
sind wieder von den Hohen
al gesahren und die deutichen Laufgräben um
ein gutes Ende vorgeschoben worden. Die
nächtlichen Angriffe dauern fländig forl. Heule
früh sind die Schlachthäuser in die Luft gesprengt
worden.
4
1
— :„
Teui-=
Die Beschießung von Armentieres.
WITB. Kopenhagen, 17. Nov. „Politiken“
erfährt aus Paris: Armentieres wird beschossen.
Mehrere Fabriken gingen in Flammen
auf. Der Schaden isl bedeutend. Stadt und
Ho'pital sind geräumt worden.
Die Stunde naht!
Rotterdam, 17. Nov. Die „Times“
schreibt: Die Stunde nahtl bestimmt und sicher.
daß die deutiche Flolle, vermutlich in Verbin
dung mit der Armer, einen verzweifelten Angriff
auf und unternehmen wird. D grauf müssen
wir vorbereitel sein. (Z.) «
Arbeitsleisiung unserer Pioniere.
Verlin, 17. Nov. Aus Amiterdam, 1%
November, meldet die „ollszeitung": Die
aroße Brukk de bei T#ene ist von den de eut
ich en Pionieren mit unerberier Schnelligle
Wwirder hernes#eln vodden
jur den Cienbahn,
«
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:::1c1;::-.:rt.,iu
sondernnicd«s1irbcs!,n:j;
mute-Nunmmtkdte
LosbndxssHLs en c Fr. ssJMchUU
genommen werden, eine Tat'ache von höchiter
uralegischer Bedeutung. (d.
Ein tapferer banerischer Krieger.
Munchen, 17. Noo. ##n einem kuhnen
hanerrisckhen Krieger betichtet ein Kommandie
render Veneral: Die 3. Kompanie eines bane
liscchen Infantert-Negimente war in dei Nacht
vom 37. Shiob auf 1. November im erbiltetten
Zäusertamuf um den Ort Annschze##
augei: kanterge lkommen. Am Orterand trafen mit
dem oanie ef nur wenige Leute ein, dir
as- hier im Feuerkampf fielen. Nur der
Infanterist Johann Zoll, dem der Torniner
von Ceickoien durchlecert war, blieb am Le-Ten.
Jonn betleidene ick, mi: Maniel und Mune
eines neben ihm lilgenden gejallinen Englän
ders, liei binter die From der ennlüchen,Schüten
und begab ji#h dort zu den Munmionswagen
und Feldle ichen. Dort blieb er mehrere Stunden,
faßte mit den englischen Soldaten Kaffee und
machte sich an einem Munitionswagen zu schaf
sen, indem er dessen je- de fütlterte. Als Zott
das Herannahen der Dämmerung und damit ein
Erlanntwerden befürchterc, setzte er sich auf das
Sallelpferd de# Wagene, brachte ihn zur engliichen
Schunenlinie vor und entieerte die Munrition.
Zustatten kam Nott, der vorher zur
See gefahren war, die Kenn#nis einiger englücher
Ausdrucke und Fluche. Während die englischen
Schugen mit Entnahme der Patronen
le läfltigt waren, saß Zott rasch auf und fuhr
im Galopp über den Schutzengraden in Richtung
auf die deutiche Stellung daoon, von Freund
und Feind lebhaft beschossen. Zum EGlück fand
er in einer lleinen Mulde Dedung. Die englichen
Belleidungsstucke wechselte er hier wie-
eirelie