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die Teiche zugefroren, so haut man Löcher in die Eisdecke, um den Karpfen
Luft zuzuführen. (S. 120.)
137. Der Fluhbaal.
1. Aalbrut. Am Grunde unserer Flüsse und Seen leben Aalmännchen und
Aalweibchen; sind sie ausgewachsen, so wandern sie ins Meer. Auf der Reise
werden sie heller und bekommen viel größere Augen: der Fisch wandelt sich
zum Tiesseesisch um. Nur in großen Meerestiefen (tüber 1000 m) laicht das
Weibchen. Aus den Eiern werden 6—7 em lange Larven, die einem Oleanderblatte
ähneln. Die Brut hält sich in großer Tiefe auf, weshalb es selten glückt,
sie zu fangen. Im Laufe eines Jahres wandelt sich die blattähnliche Larve in
einen 10 cm langen wurmartigen Aal um.
2. Wanderung. In den Nächten vom Februar bis Mai steigen die Alchen
in großen Mengen in den Flüssen Europas, Afrikas, Asiens, Ostamerikas
empor. Bei Pisa wurden einmal in fünf Stunden drei Millionen Pfund, bei
Rendsburg in kurzer Zeit 50 Eimer gefangen. Beim Schöpfen hatte man
mehr Nale als Wasser im Gefäß. In Italien und Frankreich ißt man die
jungen Nale wie Eierkuchen in der Pfanne gebacken. Wehre und Wasserfälle
überwinden die Alchen; so hält sie der Rheinfall bei Schaffhausen nicht ab.
Weil aber doch viele den Anstrengungen erliegen, hat man Nalleitern angelegt.
Das sind Wasserrinnen, die mit groben Kieseln, seinem Astwerk und Moos
belegt sind. Sie gelangen bis in die entlegensten Gewässer. Ob sie auch über
Land gehen, ist nicht sicher. Unmöglich ist es nicht, da der Aal seine Kiemenspalten
so sest verschließen kann, daß er tagelang außerhalb des Wassers leben
kann. Auch gleitet er auf trockenem Boden wie eine Schlange vorwärts. Dagegen
ist beobachtet worden, daß Aale in austrocknenden Teichen umkommen,
ohne den auch noch so kurzen Weg zum rettenden Wasser anzutreten.
3. Nutzsisch. Der Aal frißt Würmer, Kerbtiere, Krebse, Fische, Frösche,
besonders auch Aas. Da er mit seinem schlangenförmigen Leibe und spitzen
Kopfe alle Löcher im Grunde und am User durchsuchen, mit seinen fleischigen
Lippen Kleintiere leicht fassen, und den Fraß mit seinen kleinen Zähnen gut
zerreiben kann, nährt er sich reichlich. Schon im ersten Sommer wird er
25 em, in fünf Jahren bis über 1 m lang und an 6 kg schwer. Sein Fleisch
ist äußerst wohlschmeckend und wird teuer bezahlt. Als Zuchtfisch wie der
Karpfen eignet er sich nicht, weil er schwer zu fangen ist. Man erbeutet ihn
mittelst Angelhaken und in Nalkörben.
138. Der VluRrebs.
1. Aufenthalt, Körperbau, Nahrung, Eier. Der Flußkrebs lebt in langsam
fließenden, kalkhaltigen Gewässern. Kalk ist nötig für den Panzer. Obgleich von
Kopf bis zu Fuß stark bepanzert, hält er sich aus Furcht vor seinen Feinden
(Aal, Fischotter u. a.) am Tage doch in Uferlöchern, unter Steinen oder Baumwurzeln
verborgen. „Da sitzt er vor der Tür seiner Wohnung und lauert
hungrig, wie er immer ist, auf Beute. Droht eine Gefahr — ein paar Schläge
mit dem Schwimmschwanze, und rasch wie ein Pfeil verschwindet er rückwärts
in seiner Höhle.“ Erst am Abend wagt er sich weiter hervor. Aber sieh, wie