Metadaten : Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1810. (5)

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5  Mannsmad  3  Vrtl.  Wiesen,  25  Mannsmad  mit  Mauer  umgebenen  Gras-lund  Blumengarten,
nebst  allen  zu  einer  Brauerei  gehdrigen  Geräthschaften.  Die  Bestands-Liebhaber  haben  sich  am  18.
Oct.  des  Morgens  um  8  Uhr  in  dem  Cameral=  Amt  einzufinden,  die  Bedingungen  anzuhdren  und  der
Verpachtung  beizuwohnen  Von  nuswärtigen  Liebhabern  wird  ein  obrigkeutliches  Zeugniß,  worinnen
verificirt  sehn  muß,  daß  der  Pachtlustige  eine  Caution  von  wenigstens  1000  fl.  an  liegenden  Güterstüken
  zu  leisten  im  Stande  seie,  erwartet.  Den  24.  Sept.  1810.
Kreis-Steuerrath  und  Cameral-Verwalter.
Rottweil.  Von  Seiten  unterzeichneter  Beamtung  wird  Dienstag  den  16.  Okt.  d.  J.  die  Maurer-Steinhauer-Pflästerer=
  Zimmer-Schlosser=  und  Glaser-Arbeir  an  F.  neu  zu  erbauenden  Scheuer
auf  den  1  Stunde  vo##  hier  entfernten  Eckhof  in  legalen  Abstreich  gebracht  werden,  welches  den  Meisiern
  dieser  Professionen  mit  dem  Anhang  bffentlich  bekannt  gemacht  wird,  daß  sich  die  Liebhaber  gedachten
  Tags  Morgens  9  Uhr  mit  obrigkeitlichen  Zeugnissen  ihrer  Kenntnisse  und  hinlänglichen  Vermogens
  auf  dem  Eckhof  einfinden,  und  die  weitere  Bedingungen  vernehmen  sollen.  Den  17.  Sept.
1810.  Koͤn.  Stiftsverwaltung.

Ellwangen,  Oberamts  Waldsee.  Der  unter  dem  Koͤn.  Fuͤsilier-Bataillon  von  Berndes  gestandene
  Gemeine,  Sebastian  Koͤnig,  von  Ellwangen  disseitigen  Oberamts  gebuͤrtig,  ist  im  Monat  August
d.  F.  aus  der  Garnison  Hohenasperg  desertirt.  Alle  Hoch-und  Wohhdtl.  Obrigkeiten  werden  daher
  geziemend  ersucht,  auf  diesen  Deserteur  zu  fahnden,  ihn  im  Betretungsfall  zu  arretiren,  und  entweder
  an  gedachtes  Bataillons-Commando  oder  an  die  unterzeichnete  Stelle  einliefern  zu  lassen.
Den  11.  Sept.  1810.  ««·  Kdn.  Oberamt.

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Gaildorf.  Der  unter  dem  Königl.  Leib-Chevaurlegers-Regiment  gestandene  Krankenfährer
David  Reifeisen  von  Mittel-Fischach,  hiesigen  Oberamts  gebürtig,  ist  im  Monak  Ang.  d.  J.  im  Urläub
  desertirt.  Es  werden  daher  alle  Hoch=  und  Wohllbbl.  Civil=  und  Militcir  -Behdrden  geziemend
ersucht,  auf  denselben  zu  fahnden,  ihn  auf  Betreten  zu  arretiren  ,  und  entweder  an  sein  Regimenr,
oder  an  die  unterzeichnete  Behdrde  wohlverwahrt  einliefern  zu  lassen,  Den  14.  Sept.  1810
«  .  K  n.  Oberamt.

 

Balingen.  Der  am  leztern  Mittwoch  den  26.  dieß,  von  dem  Koͤnigl.  Oberamt  Tuͤbingen  hieher
  eingelieferte  Substitut  Schu  von  Thalheim,  gedachten  Oberamts,  welcher  von  hier  aus  an  das
Konigl  Oberamt  Ehingen  an  der  Donau  hätte  eingeliefert  werden  sollen,  wußte  seinem  Führer,  dem
Polizeidiener  Schmid  von  hier,  auf  der  Route  von  hier  bis  Ebingen  zu  eutkommen,  nachdem  er  dieem
  seine  neue  silberne  mit  einem  filbernen  Gehäus  und  einem  schwarzen  Sammerbändelen  und  mdsseeenn
  Uhrenschlüssel  versehene  Sak-Uhr  von  8  fl.  15  kr.  im  Werth  abgenommen  hatte.  Alle  Hochund
  Wohllöbl.  Orts-Obrigkeiten  des  Inn=  und  Auo#landes  werden  daher  geziemend  ersucht,  auf  diesen
Flüchtling  zu  fahnden,  und  ihn  im  Berketungsfal  an  das  Kdn.  Oberamr  Tübingen  oder  Ehingen
wohlverwahrt  einliefern  zu  lassen.  Derselbe  ist  ungefehr  6  Fuß  groß,  hat  eine  schlanke  Statur,  kiin
länglichtes  Angesicht,  niedere  Stirne,  blaue  Augen,  gerade  Nase,  volle  Wangen,  mittelmäsigen  Mund,
gewbhnliche  Lippen,  fehlerhafte  Zähe  und  gerade  Beine.  Bei  seinem  Entweichen  trug  er  eine  weiße
Filzkappe,  einen  grün  tüchenen  Ueberrok  mir  gelben  Merall-Knöpfen,  semmermanchersterne  gelbe  Hosen
  und  Stiefel,  und  war  mit  keinem  Halsruch,  auch  keiner  Weste  bekkeidet.  Di  20.  Ser.  1gR.

dn.  Oberamt.

Sulz.  Zu  Folge  eines  vorgestrigen  Tages  dahier  eingelaufenen  allerhöchsten  Befehls  vom  raten
dieses  wurde  der  peto  furti  dahier  zur  Verhaft  gekommene  Johannes  Maihofer  von  Sigmaröwangen,
disseitegen  Oberamts,  zu  einer  vierwöchigen  Festungsarbeit  auf  Hohen-Asperg,  neben  Bezahlung  der
Arresis-Azungs=  und  Untersuchung=  Kosten  allergnädigst  verurtheilt,  uud  heute  wohlverwahrt  dahin
abgeschikt.  Den  19.  Sept.  1810,  Kon,  Oberamr.

(Nebst  einer  Beilage.)