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Verbesserung gemacht waren, allgemeine Reformation
veranlaßt haͤtte.
Wir wenden uns am Schlusse dieser Vortraͤge zur Betrachtung
der ·
Abwechselnden Schicksale der Lehre in der Periode
von Gregor VII. bis zur Reformation.
Religion war zur Wissenschaft erhöht worden.
In der Theologie hatte sich scholastische und biblische
Theologie geschieden. So wie nun die scholastische Theologie
für sich ausgebildet wurde, so erzeugten sich allmählig
Spsieme. Man stieg durch Abstraktion zu gewissen General-Ideen,
unter die man Alles ordnete. Wäre
man auf dem rechten Wege sfortgegangen, so hätte dieß nützlich
werden können. Allein man gerieth auf folgende
Abwege: 1) Man nahm die allgemeinen Notionen aus
den Kirchenvätern, und legte dieselben bei den metaphysischen
Untersuchungen zum Grunde. 2) Statt über Eigenschäften
Gottes, Eristenz desselben, Vorsehung, strenge Beweise aufzustellen,
suchte man nur loca Patrum discor dantiao
mit einander zu vereinigen. 3) Man legte die Bibel gar
nicht zum Grunde.
Männer, welche die Theologie metaphysisch zu
machen suchten, waren:
Abälard (1079 — 4442), der erste, der anfing, metaphysisch
genau zu theologisiren. Er stammte aus einem adeligen
Geschlechte in der Bretagne. Schon frühe kam er nach
Paris, hörte Grammatik, Philosophie und Theologie. Er
bekam tausend Streitigkeiten mit seinen Lehrern; der Schüler
sollte damals Alles gläubig annchmen, was sein Lehrer sprach.
Als er selbst zu lesen aufing und unglaublichen Beifall erhielt,